Kräuter-Wanderung: 6.4.2012:
Pflanzenvielfalt auf Gomera


Kurz vor Ostern habe ich zwei Wochen auf Gomera verbracht, auf dieser herrlichen kleinen Kanaren-Insel, in deren schroffen Schluchten man so wunderbar wandern kann.

Fast jeden Tag dieser Reise habe ich für Wanderungen genutzt, teilweise vom Meer bis auf über 1000 Meter Höhe und teils im oberen Bereich, wo der immerfeuchte Lorbeerwald wächst. Doch meistens hatte ich nur Zeit für einige, wenige Fotos.

Daher bin ich gegen Ende der Reise noch mal extra losgezogen, um möglichst viele Pflanzenfotos zu fotografieren.

Meine Kräuterwanderung führt mich vom Strand des Valle Gran Reys bis hinauf nach El Cercado auf der Hochebene.

Dadurch treffe ich auf Pflanzen ganz unterschiedlicher Klimazonen.

Weil es auf Gomera großteils ganz andere Pflanzen gibt als in Mitteleuropa, brauche ich für ihre Identifizierung mein Bestimmungsbuch für Kanarenflora von Kosmos. Obwohl ich mir mit der Bestimmung viel Mühe gegeben habe, kann es durchaus vorkommen, dass ich mich bei der einen oder anderen Pflanze irre, denn ich bin keine erfahrene Kennerin der Botanik von Gomera.

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Aloe Schon im Garten unserer Appartmentanlage sehe ich die erste Heilpflanze. Es ist sogar eine besonders heilkräftige, und zwar die Aloe vera in voller Blüte.

Die Aloe kann man hier überall finden, sie wird als Zierpflanze und als Heilpflanze angebaut und manchmal wächst sie auch verwildert.

Strand Schon nach wenigen Metern komme ich zum Strand.

Im Hintergrund kann man deutlich sehen, wie steil hier die Berge aufragen.

Kanarische-Dattelpalme In der flachen unteren Ebene des Valle Gran Reys werden vorwiegend Bananen angebaut.

Hier und da sieht man auch einige der kanarischen Dattelpalmen.

Diese Palmen haben sehr üppige Palmwedel-Kronen, aber nur kleine Früchte.

Sie gelten als ungeeignet für den menschlichen Verzehr und werden nur an Haustiere verfüttert.

Aus Neugier habe ich mal eine der Datteln probiert, die man überall unter den Palmen liegen sieht.

Sie schmeckte süß, wie eine Dattel schmecken sollte, aber außer einem großen Kern war nicht viel dran an der kleinen Dattel. Es geht also wohl weniger um den Geschmack als um die Fruchtfleischmenge.

Banane An den Bananenplantagen kommt man so dicht vorbei, dass man die Früchte deutlich erkennen kann.

Die Bananen auf den Kanaren sind nur etwa halb so groß wie die Bananen in deutschen Supermärkten. Sie werden hauptsächlich nach Spanien geliefert und dort gegessen.

Die Früchte werden übrigens auch hier schon im grünen Zustand geerntet.

Bis sie so weit sind, verbrauchen die Bananenstauden sehr viel Wasser, eigentlich zu viel für eine recht trockene Insel. Nicht nur deshalb lohnt sich der Bananenanbau hier kaum noch. Daher werden auch immer mehr Bananenplantagen aufgegeben und das Land liegt brach.

Garten Aber nicht alle aufgegebenen Bananenplantagen liegen brach.

Manch ein Fleckchen Erde wird hier als Garten genutzt.

Hier sieht man ein besonders schönes Gärtchen, liebevoll gepflegt von einer Schweizerin, die hier lebt. (Sie klang zumindest wie eine Schweizerin, als wir uns unterhielten)

Forsskaolea An einer Mauer entdecke ich eine Pflanze, die mich an das Herzgespann erinnert.

Ich halte es für eine hiesige Variante des Herzgespanns, mit etwas rauheren Blättern.

Doch bei der späteren Bestimmung mithilfe meines Buches stelle ich fest, dass es eine sogenannte Forsskaolea ist. Das ist eine nahe Verwandte der Brennessel. Mit dem Herzgespann ist diese Pflanze gar nicht verwandt.

Nickendfrüchtiger Stechapfel Stechapfel-Pflanzen wachsen hier überall, oft an staubigen Ecken am Wegesrand.

Ihre Blüten ähneln den Stechäpfeln in Mitteleuropa, doch ihre Früchte hängen nickend in den Blattachseln. Daher heißen sie auch Nickendfrüchtiger Stechapfel.

Feuerranke Diese schöne Feuerranke wächst an einem Zaun am Busbahnhof.

Feuerranken sind hier beliebte Zierpflanzen.

Barranco-Weg Das erste längere Stück meines Weges führt mich durch den Barranco-Grund.

Ein Barranco ist ein ausgetrocknetes Bachbett und oft auch eine Schlucht. Barrancos gibt es auf Gomera jede Menge, viele davon sind extrem steil und schluchtartig.

Der Barranco des Valle Gran Reys hat ein relativ breites Tal geschaffen, zumindest für hiesige Verhältnisse. Links und rechts des Barrancos ragen die Berge jedoch um mindestens 800 Meter empor

Auf diesem Bild kann man übrigens auch gut sehen, wie trocken es hier ist.

Es hat den ganzen Winter über nicht geregnet, was hier wohl seit 70 Jahren nicht passiert ist. Sonst ist es hier im Frühling immer saftig und grün.

Da es in den letzten Tagen ein paar Tropfen geregnet hat, ist es schon etwas grüner geworden.

Mocan Nach einer Weile komme ich an einem kleinen Baum mit drolligen Früchten vorbei.

Wahrscheinlich handelt es sich um einen Mocan-Baum. Das ist ein Verwandter des Teestrauches.

Viel konnte ich jedoch nicht über diesen Baum in Erfahrung bringen.

 

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