Kräuter-Wanderung: Durchs Orotava-Tal auf Teneriffa


Palme Bei meinem Urlaub auf Teneriffa zog es mich natürlich in die Berge, um die dortige Natur und die Pflanzenwelt kennen zu lernen.

Ein Viertel aller Pflanzen auf den kanarischen Inseln sind endemisch, das heisst, sie kommen nur dort vor, sonst nirgendwo auf der Welt.

Eine besonders schöne Gegend von Teneriffa ist das Orotava-Tal. Schon Humboldt war begeistert von der Vegetationsfülle dieses breiten Tales im Norden der Insel Teneriffa.

Obwohl ich zwei Bestimmungsbücher über kanarische Pflanzen gründlich durchforstet habe, konnte ich nicht alle auf der Wanderung entdeckten Pflanzen eindeutig zuordnen. Meistens war ich schon froh, wenn ich überhaupt die Gattung einigermassen zuordnen konnte. Die Benennung der Pflanzen in diesem Wanderbericht ist also nicht sicher. Dennoch ist es eine wunderschöne Wanderung mit zahlreichen neuen Eindrücken.

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Die Wanderung beginnt am Wanderparkplatz La Caldera.

Früher war diese kreisförmige Mulde ein Vulkankrater. Inzwischen wurde er zu einem Spielplatz und Grillplatz umgebaut.

Von hier aus beginnen zahlreiche Wanderrouten.

Mein Weg führt mich zunächst durch den Kiefernwald und anschliessend steil bergab durch das besiedelte Tal bis hinunter nach Orotava.

Rund um den Kraterkessel steht eine Besenheide an der anderen.

Hier ist das Heidekraut baumgross und nicht klein und gedrungen wie in Mitteleuropa.

An den kleinen Blüten kann man die Verwandtschaft jedoch deutlich erkennen.

Zwischen den Heidebäumen stehen mehrere Bäume mit glänzenden, harten Blättern, die ich zunächst für Lorbeerbäume halte. Schliesslich hört man hier sehr viel von den besonderen Lorbeerwäldern auf Teneriffa.

Doch die Blätter duften gar nicht und mein Bestimmungsbuch ist später der Meinung, dass es sich um einen Gagelstrauch handelt.

Kurz hinter dem Grillplatz komme ich an einem merkwürdigen Tier vorbei.

Von weitem sieht es fast aus wie ein Reh, doch es steht da wie ein Hundedenkmal.

Für einen Hund finde ich das Tier erstaunlich mager.

Erst als ich an ihm vorbeigewandert bin, läuft er hundetypisch los und bellt auch kurz, sodass ich mir dann sicher bin, dass es sich um einen Hund handelt.

Wie gut, dass dieser Hund friedlich war, denn er war nicht eingezäunt und ist bestimmt ein sehr schneller Läufer mit seinen langen Beinen.

Die häufigsten Bäume hier oben auf 1200 Metern Höhe sind Kiefern, genauer gesagt die Kanarische Kiefer.

Diese Bäume sind hier so dominant, dass man auch von Kiefernwäldern spricht.

Am Wegrand wachsen jedoch auch andere Bäume und Sträucher, so beispielsweise dieser seltsame Baum, dessen Blättern in quirligen Gruppen wachsen.

Eventuell ist dies ein Dunkelroter Stock.

Margeriten wachsen hier auf Teneriffa nicht nur hier in den Bergen, sondern auch auf Meereshöhe fast überall.

Es sind diese Art von Margeriten, die sich viele Mitteleuropäer als Kübelpflanzen halten, weil sie als kleine Sträucher oder Bäumchen wachsen.

Der Waldweg ist hier breit mit rötlicher Erde.

Links und rechts des Weges wachsen Büsche und Sträucher.

Viele dieser Sträucher sind Zistrosen, was man deutlich am Duft der Blätter erkennen kann.

Einige dieser Zistrosen blühen auch.

Ihre Blüten sehen immer wie ungebügelt aus, genau wie bei anderen Zistrosen-Arten.

Bei diesem Exemplar handelt es sich vermutlich um eine Beinwellblättrige Zistrose.

Da sie ganz ähnlich duftet, wie die bekannte Heilpflanze Zistrose, vermute ich auch bei dieser kanarischen Art gewisse Heilkräfte gegen Erkältungen.

Die Braunwurze sind hier größer und üppiger als die mitteleuropäische knotige Braunwurz.

Wie es um ihre Heilkräfte bestellt ist, konnte ich bisher noch nicht herausfinden.

 

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