Kräuter-Wanderung: 13.8.2008:
Vom Alfeld-See zum Ballon d'Alsace


Ballon d'Alsace Für dieses Jahr hatte ich mir vorgenommen, öfter zum Wandern in die Vogesen zu fahren. Es hat zwar eine Weile gedauert, bis ich dieses Vorhaben in die Tat umgesetzt habe, aber dann war es schliesslich soweit.

Diesmal habe ich mich für den Ballon d'Alsace entschieden, der weit im Süden der Vogesen steht. Mit 1.247 m Höhe ist dieser Berg, der auf deutsch "Elsässer Belchen" genannt wird, zwar nicht besonders hoch, aber er ist der höchste Berg im Süden. Er bildet auch eine Art eigenes Massiv mit mehreren Ausläufern.

Da die Vogesen vorwiegend mit Misch- und Laubwald bewachsen sind, gibt es dort andere Wachstumsbedingungen für Pflanzen als im Nadelwald-Schwarzwald.

Wie gross der Unterschied in der Flora ist, kann ich bei dieser Wanderung mal wieder beobachten.

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Meine Wanderung beginnt am Lac d'Alfeld, einen Stausee, der das darunterliegende Tal vor Überschwemmungen schützen soll.

Hier fahre ich mit dem Auto hin, weil es in Richtung Vogesen leider keine so bequemen öffentlichen Verkehrsmittel gibt wie im Schwarzwald.

Mit Blick auf das Stausee-Denkmal und einen nahegelegenen Wasserfall stelle ich mein Auto auf einen Wanderparkplatz.

Schon nach wenigen Schritten habe ich den See erreicht.

Er liegt dunkel zwischen steilen Ufern.

Früher konnte man hier baden, da war hier mächtig was los im Sommer.

Aber inzwischen ist das Baden verboten; es heisst, weil es gefährlich sei.

Daher ist es hier an diesem Tag sehr ruhig rund um den See.

Das Denkmal steht auf einem grossen Felsen zwischen den beiden Staumauern.

Es steht hier zur Feier der Erbauung des Staudamms, der im Jahr 1887 fertig gestellt wurde.

Auch soll das Denkmal die Menschen würdigen, die beim Bau des Staudamms ums Leben kamen.

Der Wanderweg führt über die beiden Staumauern. Hier stehe ich gerade auf der vorderen, kleinen Staumauer. Die andere ist noch deutlich länger und höher.

Unterhalb der Staumauer stürzt ein Bach zu Tal.

Das Gelände unterhalb des Stausees sieht sehr wild und urig aus.

Beim Einstieg in den Wald sehe ich zuerst eine blühende Wasserdost-Pflanze.

Sie steht hier recht passend, so nah am Wasser.

Über einen Felsen fliesst ausserdem eine Menge Wasser vom Hang in den See. Es scheint hier sehr feucht zu sein. Das erinnert mich daran, dass ich gelesen habe, dass die Gegend rund um den Ballon d'Alsace eine der feuchtesten Gegenden Frankreichs ist.

Am Wegrand steht eine kleine Eibe, die rote Beeren trägt.

Noch nicht alle Beeren an diesem Baum sind rot, einige grüne kann man auch erkennen.

Ein steiler, schmaler Weg führt nach oben.

Mein erstes Ziel ist der Wasserfall.

Logischerweise geht es kräftig nach oben, wenn man zu einem Wasserfall will, denn ein Wasserfall setzt steile Felsen voraus.

An vielen Stellen sehe ich Salbei-Gamander, der aber meistens schon verblüht ist.

Einige wenige Pflanzen stehen aber noch voll in Blüte.

Für einen Lippenblütler sehen die gelbgrünen Blüten recht unscheinbar aus, aber insgesamt ergibt sich doch ein hübsches Blütenbild.

Nachdem ich schon ziemlich gekraxelt bin und ordentlich keuche, komme ich zu einer Leiter.

Das finde ich sehr nett von den Wegbereitern, dass sie dem Wanderer eine Leiter spendiert haben. Ohne Leiter wäre es aber auch schwierig, sicher auf den Felsen zu klettern.

Ich höre den Wasserfall schon sehr laut rauschen.

Dann habe ich den Wasserfall erreicht.

Ich stehe etwa auf halber Höhe und sehe, wie von oben das Wasser schäumend nach unten stürzt und wie es unter mir noch weiter fällt.

Der feine Sprühnebel, der vom Wasser ausgeht, erfrischt mich angenehm kühl.

 

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