Kräuter-Radtour: 15.3.2008: Adonis-Suche


Adonisröschen Die alten Ritter suchten nach dem Gral, und ich suche nach Adonis.

Nicht etwa nach einem schönen Jüngling, sondern nach dem seltenen Adonisröschen.

Das Adonisröschen habe ich noch nie in freier Wildbahn gesehen. Hier in der Gegend ist es auch ganz besonders selten. Aber ganz in unserer Nähe gibt es einen Wald, in dem es wachsen soll.

Dieser Wald steht an einer extrem trockenen Stelle bei dem lustig klingenden Örtchen Heiteren. Der Grand Ballon der Vogesen bewirkt eine Art Regenschatten, sodass es dort nur selten regnet. Auch bei mir zuhause regnet es ziemlich selten, wir leben sozusagen in einem Ausläufer dieser Trockenzone.

Die ausgeprägte Trockenheit verschafft dem Wald einige Trockenrasen-Lichtungen, auf denen unter anderem das Adonisröschen gedeiht. Auch Diptam soll es im Wald von Heiteren geben.

Doch jetzt im zeitigen Frühjahr interessiert mich dort vor allem das Adonisröschen.

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Der bequeme Radweg nach Heiteren führt über die Rheinebene mit all ihren Maisfeldern.

Jetzt im Frühling ist der Ackerboden frisch gepflügt und alles ist braun in braun.

Am Horizont sieht man in Richtung Osten den Schwarzwald, heute etwas dunstig, aber immerhin sieht man ihn überhaupt, was nicht immer der Fall ist.

Am Wegrand stehen Schlehen-Sträucher voller Knospen.

Woanders habe ich kürzlich schon Schlehen in voller Blütenpracht gesehen.

An einer Stelle haben sich auch hier schon einige vorwitzige Blüten geöffnet.
In der Nähe wachsen Weiden die schon voller Blüten sind.

Seit ein bis zwei Wochen blühen hier überall die Bäume auf, es ist eine Wonne, zu sehen, wie sich der Frühling allmählich entfaltet.

Am aufgewühlten Wegrand finde ich einige Huflattich-Blüten.

Der Standort ist ganz typisch für Huflattich, denn erst letztes Jahr wurde der Fahrrad-Weg angelegt, daher ist der Boden noch frisch bearbeitet und daher bei Huflattich sehr beliebt.

Obwohl der Weg noch jung und neu ist, komme ich an manch einem grösseren Blütenbaum vorbei.

Vor dem bedeckten Himmel kommen die weissen Blüten zwar nicht richtig zur Geltung, aber ich freue mich dennoch an der lieblichen Blütenpracht.

Ein Stückchen weiter entdecke ich Scharbockskraut-Blüten.

Zum Essen sind die Blätter dieser Pflanzen zwar nicht mehr geeignet, weil sie in der Blütephase zu scharf werden, aber dafür ist das kräftige Gelb die reinste Augenweide.

Der Blick auf den Schwarzwald wird allmählich etwas schärfer.

Ich schaue gerne zu den Bergen rüber, denn es erinnert mich an viele schöne Ausflüge.

Links sieht man den Belchen und rechts den Blauen. Beides Berge, dieich letztes Jahr besucht habe. Ob ich wohl auch dieses Jahr die Zeit finde, sie zu besteigen?

Überall treiben die Bodenrosetten der verschiedensten Pflanzen aus und bereiten sich auf den kommenden Sommer vor.

Hier entsteht eine Königskerze mit grossen, flauschigen Blättern.

Daneben wächst eine Malve, erkennbar an den gelappten Blättern, die ein wenig an Frauenmantel-Blätter erinnern.
 

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