Kräuter-Wanderung: 16.10.2007:
Auf den Hochfirst bei Titisee


Der Hochfirst ist der Hausberg von Titisee und gehört mit seinen 1190 Metern Höhe durchaus zu den höheren Schwarzwaldgipfeln.

Da wundert es nicht, dass ich ihn mir als Wanderziel für eine Herbstwanderung ausgesucht habe. Bei einer Wanderung zum Hochfirst kann man auch wunderbar eine Gipfelwanderung mit dem Besuch des schönen Titisees zu verbinden.

Mit einer Freundin habe ich mich an einem schönen Herbstmorgen auf den Weg gemacht. Bis nach Titisee sind wir bequem mit dem Zug gefahren, dann geht es zu Fuss weiter.

Ich bin schon gespannt, ob wir noch viele Pflanzen finden, oder ob die Herbstkühle den meistens Pflanzen schon den Garaus gemacht hat.

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Als ich morgens kurz vor Sonnenaufgang zum Bahnhof radel, liegt eine dünne Wolke auf dem abgeernteten Maisfeld.

Diesen Anblick finde ich faszinierend.

Es sieht anders aus als normaler Nebel, weil die Luft darüber klar ist.

Vielleicht hat sich die kleine Wolke hier zum Schlafen hingelegt, während ringsum der Tag erwacht.

Auch als wir zwei Stunden später beim Titisee ankommen, hängt über dem See noch ein wenig Nebel in der Luft.

Man kann aber schon deutlich sehen, dass es ein sonniger Tag wird.

An einer bepflanzten Böschung spannen sich feine Spinnweben zwischen den Blumen.

Sie sind voller Tauperlen und schimmern in der Morgensonne.

Dieses schöne Kunstwerk haben bestimmt die alten Wyber (Weber) vom Altweibersommer gesponnen.

Kurz hinter Titisee haben wir einen schönen Blick auf unser Ziel, den Hochfirst.

Danach kommen wir ihm zu nahe, um ihn noch sehen zu können.

Noch ein letzter Blick auf den nebelbedeckten Titisee, bevor wir in den Wald steigen.
Im Wald ist ein ganzer Hang mit Moos bewachsen.

Das sieht so richtig urig aus.

Wenn man näher rangeht, sehen die einzelnen Moospflanzen wie kleine Tannenbäume aus.
Der Blick durch den dunklen Wald zeigt das "Licht am Ende des Tunnels".

Es sieht aus wie im Zauberwald.

Das Fuchskreuzkraut ist inzwischen verblüht und hat lauter Pusteblumen bekommen.

Jetzt ähnelt es den ganzen anderen Korbblütlern und erinnert nicht nur an den Löwenzahn, sondern auch an den Alpendost, den Alpenmilchlattich und den Hasenlattich, wenn sie Pusteblumen tragen.

An den Blättern kann ich aber schliesslich erkennen, dass es das Fuchskreuzkraut ist.

Vor einem Baumstamm hängen gelbe Herbstblätter und leuchten in der Sonne, die durch eine Lücke im Blätterdacht fällt.

Das bunte Herbstlaub ergibt viele hübsche Farbeffekte, es gibt aber auch noch jede Menge grünne Blätter an den Bäumen.

 

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