Kräuter-Radtour: 24.8.2007:
Botanisches Strassburg


Botanischer Garten Strassburg Der Botanische Garten in Strassburg soll besonders schön sein.

Strassburg ist für mich jedoch zu weit, um an einem Tag dorthin zu radeln und wieder zurück nach Hause, vor allem, wenn ich noch einen ausgiebigen Besuch des botanischen Gartens einschieben will.

Da trifft es sich gut, dass ich sowieso gerne eine zweitägige Tour mit Zelt machen wollte. Früher habe ich oft gezeltet, aber in den letzten Jahren bin ich gar nicht mehr dazu gekommen.

So habe ich eine gute Gelegenheit, interessante Pflanzen, eine lange Radelstrecke und einen Camping-Kurzurlaub miteinander zu kombinieren.

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Schon vor Sonnenaufgang fahre ich diesmal los, denn ich will einerseits soviel Wegstrecke wie möglich in der Morgenfrische schaffen.

Ausserdem will ich in Strassburg noch genügend Zeit für den Botanischen Garten und die besonders schönen Ecken der Stadt haben.

Die Farben des Morgens sind beeindruckend.

Der Breisacher Münsterberg zeichnet sich markant vor dem roten Sonnenaufgang ab.

Ich komme aus dem Stauen gar nicht mehr heraus.

Auch der Rhein liegt anfangs noch im roten Licht der Morgensonne.
Doch allmählich bricht der Tag an und das Morgenrot verschwindet langsam.

Hier habe ich Burkheim schon hinter mir.

Ich komme so zügig voran wie erhofft.

Die Nachtkerze ist noch weit geöffnet, daran merkt man, dass die Nacht noch nicht lange her ist.

Meine erste Erinnerung an Nachtkerzen war in meiner Jugend, als bei einem Zelturlaub eine Nachtkerze vor unserem Zelt, jede Nacht ihre Blüten öffnete und im Licht der flackernden Petroleumlampe ein wenig Sonnengelb in die Nacht brachte.

Daran muss ich beim Anblick dieser Nachtkerze denken, denn diesmal bin ich ja auch auf dem Weg zum Zelten.

Daneben stehen auch mehrere bunte Kronwicken.

Die Blüten sind noch ganz feucht vom Morgentau.

Am Ufer wächst einsam ein Mädesüss.

Da die Wiese so feucht ist, gehe ich nicht dicht heran, sondern geniesse aus der Distanz, wie schön das Mädesüss vor dem Hintergrund des Rheins aussieht.

Der Dost sieht in der Morgenkühle ganz verfroren aus.

Irgendwie passt der Dost besser in die brutzelnde Mittagshitze.

Ganz im Gegensatz zu mir, denn ich freue mich über die kühlen Temperaturen.

Bei Sasbach sieht man stellenweise deutlich, wie hoch das Wasser bei der kürzlichen Überschwemmung gekommen ist.

An die Bäume am Wegrand wurde Treibholz und viele Pflanzenfasern geschwemmt.

Bis weit in den Wald hinein sieht man weiss-graue Beläge an Bäumen und Blättern. Das sieht so aus, als wären hier grosse Teile des Rheinaue-Waldes überschwemmt worden.

Aber genau das ist ja eigentlich auch beabsichtigt. Der Rheinaue-Wald mag gelegentliche Überschwemmungen und das viele Wasser findet dadurch eine Art Zwischenpuffer und die Städte am Niederrhein werden vom Hochwasser verschont.

Hier bei Sasbach sind schon am frühen Morgen zahlreiche Waldarbeiter mit Aufräumarten beschäftigt. Zum Teil sind sie mit schwerem Gerät unterwegs, um die Treibholzstämme zu bergen.

An einem kleinen Kanal, zu dem ich später komme, steht ein prachtvoller Blutweiderich.

Wie schön sich die Ufer der Gewässer immer zieren, mit rotem Blutweiderich, gelben Goldruten, weissem Mädesüss und ab und zu auch noch roten Weidenröschen und Springkraut.

Zwischen zwei Maisfeldern im Landesinneren komme ich an mehreren Mistelbäumen vorbei.

Eigentlich sind es natürlich keine Mistelbäume, sondern Apfelbäume, die von Misteln befallen sind.

An diesem Baum hier, der noch relativ lebendig ist, wachsen sogar noch Äpfel.

Einige der anderen Bäume sind durch die Misteln schon stark geschädigt und weitgehend abgestorben.

 

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