Kräuter-Wanderung: 14.7.2007:
Von Freiburg auf den Schauinsland


Der Schauinsland ist bekanntlich der Hausberg von Freiburg.

Allerdings ist er eigentlich nicht sehr nah bei Freiburg, finde ich, auch wenn er eindeutig der stadtnächste Berg über 1000 m Höhe ist.

Wenn man von Freiburg zum Schauinsland will, dann ist man auf den üblichen motorisierten Wegen eine ganze Weile unterwegs. Mit dem Auto muss man sich nach einer Fahrt bis weit hinter der Vorort Günterstal in langgezogenen Serpentinen den Berg hinaufschrauben - das dauert. Mit der Seilbahn geht es zwar schneller, aber auch das ist trotz Abkürzung insgesamt ein weiter Ausflug.

Der kürzeste Weg von der Freiburger Innenstadt bis auf den 1284 m hohen Gipfel des Schauinslands ist eigentlich mitten durch den Wald die Kette der Berge hinauf. Das haben sich wohl auch die Macher der örtlichen Wanderwege gedacht und haben eine Wanderstrecke entlang der Bergkämme und Pässe zusammengestellt.

Mit 12 km Wanderstrecke ist der Weg zwar nicht wirklich weit, aber es geht den Grossteil der Strecke bergauf und ab und zu auch bergab, was die Gesamtsteigung noch vergrössert.

Diese Strecke wollte ich schon länger einmal in Angriff nehmen, weil es mich reizt, den Schauinsland zu Fuss tatsächlich als Hausberg Freiburgs zu erleben.

Ausserdem interessiert es mich, wie sich die Vegetation von der Ebene bis auf den Gipfel verändert.

Zu den Seiten 1 - 2 - 3 - 4 - 5 - 6 - 7 Weiter > >

Nach der Anfahrt per Zug und Strassenbahn, bin ich mitten im Herzen von Freiburg.

Für meine Verhältnisse ist es noch sehr früh, vor neun Uhr morgens, und die City ist noch recht friedlich und leer.

Die Strassenschluchten liegen noch im Schatten.

Nur das hohe Martinstor und die oberen Geschosse der Häuser werden schon von der Sonne beleuchtet.

Mit einer anderen Strassenbahn geht es in Richtung Süden bis an den Rand der City.

Zwar könnte man auch aus der Innenstadt loslaufen, aber das reizt mich nicht besonders und ich denke mir, dass ich meine Kraft noch auf den Bergen brauchen werde.

Bei der Haltestelle "Lorettostrasse" steige ich aus und wende mich in Richtung Wald.

Unter einem Hinweisschild, das den Erholungswert des hiesigen Waldes anpreist, blühen ein paar Braunellen.
Der erste Einstieg in den Wald ist eine Treppe.

Die steige ich hoch und lande bei einem grossen Haus, wo ich natürlich gar nicht hin wollte.

Ein kleiner Pfad führt aber in den richtigen Wald und bald fühle ich mich auf dem richtigen Weg.

Schon nach kurzer Strecke erreiche ich das Sternwaldeck.

Das ist ein Platz mit einem Pavillon in der Mitte.

Von hier aus gehen zahlreiche Wanderwege ab.

Zuerst nehme ich einen breiten, bequemen Kiesweg.

Doch schon bald zweigt ein schmaler Pfad steil nach oben ins Unterholz ab.

Hier muss ich lang.

Auf dieser Tour geht es im Zweifelsfall immer möglichst bergauf.

Am Wegrand wächst eine Braunwurz.

Das ist seit langem die erste knotige Braunwurz, die ich sehe.

Daneben blüht ein stinkender Storchschnabel.

Hier im Wald ist es noch so dunkel, dass man kaum ohne Blitz fotografieren kann, obwohl meine Kamera ziemlich lichtempfindliche Einstellungen hat.

Brombeeren sieht man auch hier und da.

Einige davon scheinen sogar schon reif zu sein.

Ab und zu sehe ich eine Eibe.

Man kann sie an ihren weichen Nadeln erkennen.

 

Zu den Seiten 1 - 2 - 3 - 4 - 5 - 6 - 7 Weiter > >


Home Up