Kräuter-Radtour: 30.6.2007:
Nach Colmar zum Vogesen-Rand


Vogesen-Weinberge Schon gleich am Tag nach meinem ersten Ausflug mit dem neuen Fahrrad treibt es mich wieder hinaus, zumal es anscheinend der letzte sonnige Tag vor der nächsten Schlechtwetter-Phase ist.

Diesmal zieht es mich nach Colmar, denn dort war ich noch nie mit dem Fahrrad. Hinter Colmar will ich noch ein wenig durch die Weinorte am Fusse der Vogesen gondeln. Auf einer Karte habe ich so einen Tourenvorschlag, der mich sehr reizt.

Sehr neugierig bin ich auch auf die Pflanzen, die in der Nähe der Vogesen wachsen. Ob es dort wohl andere Kräuter gibt als hier in der Nähe des Rheins und am Kaiserstuhl?

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Zuerst komme ich nach Neuf Brisach, der sternenförmigen Festungsstadt des berühmten Architekten Vauban.

Es ist schon drollig, so nahe bei solch einer sehenswerten Stadt zu leben. Für mich ist es das ganz normale Nachbar-Städchen und für Andere ist Neuf Brisach eine Reise wert.

Mit seiner regelmässigen Achteck-Form und den sternförmigen Wällen und Gräben, die nahezu vollständig erhalten sind, ist dieser Ort auch wirklich etwas ganz Besonderes.

Am Ortseingang erstreckt sich ein üppiges Blumenbeet mit wunderbaren gelben Lilien.
Hier könnte ich jetzt durch die Öffnung im breiten Wall in den Ort hinein fahren und einmal mitten durch den Ort bis zum anderen Ende.

Strassen und Häuser sind in Neuf Brisach angeordnet wie ein Schachbrettmuster und in der Mitte ist ein riesiger Exerzierplatz, der heutzutage als Marktplatz benutzt wird.

Anstelle einer Fahrt durch die Stadt entscheide ich mich dafür, im Graben aussenrum zu fahren.

Schliesslich bin ich ja mit meinem geländetauglichen neuen Drahtesel unterwegs und der sollte solche Hoppelstrecken eigentlich schaffen.

Früher bin ich in diesem Festungsgraben ab und zu mal gejoggt.

In den Ritzen der Festungsmauer wächst Johanniskraut.

Das finde ich sehr lustig, denn das lockert den herben Charakter der Festung etwas auf.

Der Mittelstreifen des Schotterweges duftet intensiv nach der strahlenlosen Kamille, die hier in üppigen Polstern wächst.
Der Anblick der urigen Mauern des Grabens ist schon sehr imposant.

Man fühlt sich ein wenig wie in alte Zeiten zurückversetzt - in raue Zeiten.

Wie so oft in alten Gemäuern gedeiht auch hier das Schöllkraut, das immer wieder die Nähe des Menschen sucht.
Auch der dichte Efeu-Bewuchs darf bei alten Mauern eigentlich nicht fehlen.
Über eine Rampe geht es hinauf zu einer Brücke und dann wieder hinunter in den Graben.

Bei der zweiten Brücke dieser Art habe ich die Stadt umrundet und wende mich stadtauswärts.

 

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