Kräuter-Radtour: 3.4.2007: Pestwurz-Suche


Pestwurz Seit Wochen bin ich auf der Suche nach der Pestwurz-Blüte.

Letztes Jahr hatte ich Ende Mai die grossen Pestwurz-Blätter auf einer Tour am Rhein entlang entdeckt und mir vorgenommen, im Frühjahr wieder zu kommen, um die Blüten zu fotografieren.

Das habe ich dann auch gemacht - das Wiederkommen - schon Anfang März, weil der Frühling so früh dran war.

Aber die Pestwurz habe ich nicht gefunden, obwohl ich auf dem Hin- und Rückweg sehr gründlich ans Rhein-Ufer geschaut hatte. Jede Woche bin ich hin gefahren und habe schon daran gezweifelt, ob ich die Pestwurz dort jemals finden würde.

Eine Freundin erzählte mir am Wochenende, dass die Pestwurz in Freiburg schon blüht.

Darum wollte ich diese Woche nochmal besonders gründlich schauen.


Video

In einem Video seht Ihr, wie ich mich 2016 wieder auf die Suche nach der Pestwurz mache.

Dauer: 4 Min 31 Sek

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Der Rhein erfreut mich jedes Mal wieder aufs Neue.

Diesmal weht ein starker Wind, als wäre der Rhein ein grosser See oder gar ein Meer.

Mit voller Kraft stemme ich mich dem Wind entgegen, um vorwärts zu kommen.

Nach kurzer Zeit komme ich an einer Baumgruppe vorbei, in der kleine Misteln wachsen.

Leider kann man die Misteln auf diesem Bild nur als winzige Verdickungen in den Bäumen erkennen.

An einer Stelle steht eine kleine Schilfgruppe, die mir immer wieder als Orientierung dient.

Teile der Strecke gehe ich dieses Mal zu Fuss und schiebe mein Fahrrad, damit ich gründlicher nach der Pestwurz Ausschau halten kann.

In der Ferne taucht schon das grosse hellblaue Wehr auf, wo sich der Rhein wieder in Kanal und Restrhein teilt.

Auf dem Bild kann man dieses riesige Wehr als ganz dünnen hellen Strich am Ende des Rheins sehen.

In echt wirkt das Wehr näher, sobald man es erspähen kann. Es zeigt mir an, dass die Strecke nur noch kurz ist, auf der die Pestwurz sein kann.

Eine Gruppe Sumpfdotterblumen lockt mich ans Ufer.

Ich denke mir: "Wenn ich schon keine Pestwurz finde, dann knipse ich wenigstens diese schönen Sumpfdotterblumen."

Aber mein Gefühl sagt mir, dass die Pestwurz gar nicht mehr weit ist.

Die Sumpfdotterblumen sind allerdings so schön, dass sie meine volle Aufmerksamkeit verdienen.

Zwei der Blüten haben sich schon geöffnet.

Erst beim Betrachten des Bildes fällt mir auf, dass die grössere davon sechs Blütenblätter hat.

Ob das überhaupt eine richtige Sumpfdotterblume ist?

Ich vermute mal: ja, denn viele Pflanzen der Hahnenfussgewächse haben auch mal sechs Blüten.

Die kleinere Blüte daneben hat die ordnungsgemässen fünf Blütenblätter.

Das beruhigt mich etwas.

Aber ein wenig verunsichert bin ich dennoch angesichts der sechse Blütenblätter.

Allmählich spriesst auch das Mädesüss.

Die kleinen Blätter erinnern fast an Gänsefingerkraut.

Von nahem betrachtet, sehen sie aber ganz anders aus.

Auf einmal sehe ich sie - die Pestwurz-Blüten.

Sie verstecken sich zwischen den Ufer-Felsen, so dass man sie vom Weg aus kaum sehen kann.

Kein Wunder, dass ich sie wochenlang nicht entdeckt habe.

Wie gut, dass mich die Sumpfdotterblumen ans Ufer gelockt haben, denn nur dadurch konnte ich die Pestwurz entdeckten.

Viele Pestwurz-Blüten stehen hier entlang des Ufers.

Ich bin superglücklich und knipse ein Bild nach dem anderen von den bizarr wirkenden Blütenkolben.

Einige der Pflanzen haben schon kleine Blätter, die gerade mal so gross sind wie Huflattich-Blätter. Vom späteren Gigantismus sind sie noch weit entfernt.

 

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