Kräuter-Wanderung: 4.3.2007:
Bärlauch-Frühling


Bärlauch Früh ist er dieses Jahr gekommen, der Frühling.

Obwohl der Winter kaum ein milder Herbst war, spürt man dennoch deutlich den Unterschied der dieser Tage über die Natur hinwegfegt.

Schon seit einigen Tagen lockt es mich, einen Ausflug zu den Bärlauch-Feldern zu machen, denn ich habe einen unwiderstehlichen Appetit auf die würzigen, grünen Bärlauchblätter und natürlich auch auf die frische Frühlingsluft, die mir um die Nase weht.

Also schnapp ich mir mein Fahrrad und radel los in Richtung Kaiserstuhl.

Doch halt, bevor es losgeht, möchte ich euch noch auf meine neue Bärlauch-Seite hinweisen, ein ganzes Webprojekt, das sich ausschliesslich dem köstlichen Bärlauch widmet:

Aber jetzt geht es endlich los zu den Bärlauch-Feldern.

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Am Gartentor verabschiede ich mich von unseren drei Bärlauch-Pflänzchen im Vorgarten.

Sie hinken den Bärlauchpflanzen in der freien Natur immer um etwa zehn Tage hinterher, weil unser Vorgarten durch ein höheres Haus abgeschattet wird, vor allem im Winterhalbjahr.

Als ich dieses Foto hier mache, entdecke ich plötzlich, dass unsere drei vereinzelten Bärlauchpflanzen Babies bekommen haben.

Ganz winzige Blättchen blinzeln aus der Erde, viele davon, mindestens zwanzig.

Endlich haben sich die Bärlauchpflanzen vermehrt. Wir haben vier Jahre lang darauf gewartet.

Ganz begeistert mache ich mich auf den Weg.

Schon auf dem Weg durchs Dorf leuchtet mir der Frühling überall entgegen.

In einem Garten blüht ein Obstbaum ganz in Zartrosa.

Ich glaube, es ist ein Kirschbaum, bin mir aber nicht sicher, denn unser Kirschbaum sieht noch nicht so aus, als wollte er bald blühen.

Vielleicht ist dies hier ein besonders früher Kirschbaum.

Auf dem Weg zum Rhein treffe ich auf das reinste Blühkonzert.

Die ganzen typischen Frühblüher haben sich am Wegrand versammelt, als wollten sie mir zeigen, dass der Frühling wirklich gekommen ist.

Hier der Ehrenpreis, der in einer grossen Vielzahl in den blauen Himmel blinzelt.

Auch viele Frühlingshungerblümchen zeigen ihre winzigen, weissen Blüten.

Ehrlich gesagt bin ich mir nicht so ganz sicher, ob es wirklich das Frühlingshungerblümchen ist oder nicht vielleicht eine kleine Schaumkraut-Art.

Selbst wiederholtes Stöbern in meinen Bestimmungsbüchern hat mich dabei noch nicht endgültig weitergebracht.

Die Blüten der Vogelmiere sind fast schon gross im Vergleich zu denen der Frühlingshungerblümchen.

Naja, gross ist vielleicht übertrieben, denn sie sind immer noch sehr winzig und ich muss ganz nah herangehen, um schöne Fotos von ihnen machen zu können.

Im Garten wächst dieses Jahr weniger Vogelmiere, sonst hätte ich schon längst ein paar Pflänzchen davon in meinen Salat geschnippelt.

Das Hirtentäschel blüht auch sehr schön.

Das hat es ja sogar schon im Winter getan, aber jetzt sieht es besonders schön aus.

Die Purpur-Taubnessel übt noch mit dem Blühen.

Zumindest an dieser Stelle, denn woanders habe ich sie auch schon in voller Blüte gesehen.

Aber da bin ich dran vorbeigeradelt, denn der Weg zum Kaiserstuhl ist relativ weit und ich will ja möglichst bald beim Bärlauch-Feld ankommen.

Die wilde Pimpinelle sieht auch sehr lecker aus.

Schade, dass hier soviele Autos vorbeifahren.

Aber eigentlich steht ja auch genug Pimpinelle in unserem Garten.

Der Storchschnabel blüht ganz intensiv pink - welch eine Farbkraft.

Leider weiss ich bisher nicht, welche Art des Storchschnabels es ist, ich weiss nur, dass es nicht eine der mir bekannten Arten ist.

Wahrscheinlich wird es Zeit, dass ich mir noch dickere Bestimmungsbücher anschaffe.

 

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