Pappelknospen-Ernte - Ende März 2007


Pappelknospe Zur Zeit ist Pappel-Knospen-Erntezeit.

Die Pappelknospen sind die harzig, klebrigen jungen Blätter der Pappel, kurz bevor sie sich öffnen.

Der Duft der Pappelknospen ist zwar sehr sanft, aber unglaublich intensiv.

Allein schon durch den Duft kommt man ganz von allein zu dem Schluss, dass diese aromatischen Knospen bestimmt sehr gute Salben ergeben.

Diese instinktive Wahrnehmung wird durch die jahrtausendealte Erfahrung gestützt, denn schon im Altertum wurden Pappelknospen zu Pappel-Salbe verarbeitet.

Dieser Tage bin ich eher zufällig auf eine Pappel mit Knospen in erreichbarer Höhe gestossen, als ich mit dem Fahrrad unterwegs war.

Auf der Suche nach Pestwurz-Blüten kam ich, wie schon öfter in diesem Jahr, zu einem Badesee hier in der Nähe.

Da ich verrückt nach kaltem Wasser bin, sprang ich kurz ins erfrischende Wasser und schwamm ein paar Meter.

Dann war eine kleine Vesperpause dran, um mich wieder aufzuwärmen. Von dem Sitzplatz auf einem Baumstumpf aus, habe ich dieses Bild auf meine Badestelle gemacht.

Beim Anlehnen meines Fahrrads entdeckte ich die frischen Pappelknospen, die einen unwiderstehlichen, milden Duft verströmten.

Sie riechen würzig, aber ganz sanft, geradezu lieblich.

"Sanft Balsamisch" trifft es vielleicht am besten, aber genau genommen ist das Pappel-Aroma unbeschreiblich.

Ich könnte stundenlang an diesen Pappelknospen schnuppern.

Probiert das auch einmal, wenn ihr an einer austreibenden Pappel vorbeikommt.

An einigen Stellen hatten sich die Knospen sogar schon zu kleinen Blättern entfaltet.

Die sind auch noch sehr klebrig und wohlriechend.

Für Pappelknospen-Salbe sollte man aber vorwiegend die echten Knospen sammeln.

Die meisten blättertragenden Zweige der Pappeln sind normalerweise ja ganz weit oben, sodass man vom Boden aus kaum eine Chance hat, sie zu erreichen.

Aber viele Pappeln treiben auch in Bodennähe ein paar dünne Zweige aus. Die Knospen dieser Zweige kann man gut erreichen.

Beim Pflücken sollte man von jedem Zweig nur einen Teil der Knospen abpflücken, damit auch einige Blätter wachsen können.

Vom Abzupfen werden die Finger klebrig, rotbräunlich und duftend.

Eine kleine Menge Pappelknospen habe ich geerntet und mit nach Hause gebracht.

Oh, wie lecker sie duften.

Am liebsten würde ich den ganzen Tag daran schnuppern, aber ich setze sie lieber bald in Öl an, denn wenn sie erstmal getrocknet sind, verliert sich bestimmt viel vom Duft.

Also fülle ich die Pappelknospen in ein kleines Schraubdeckel-Glas.
Dann giesse ich ein gutes Öl darüber, bis alle Pappelknospen gut bedeckt sind.

Es wird nicht viel Pappelknospen-Öl ergeben, aber für meinen Bedarf wird es ausreichen.

Das Schraubdeckel-Glas verschliesse ich und stelle es an einem warmen Platz, wo es jetzt erst einmal zwei Wochen lang ziehen muss.

Danach ist das Pappelöl dann fertig.

Die Salben- und Creme-Rezepte kann man schon lesen, weil ich sie schon letztes Jahr gemacht habe.

 

Siehe auch:


Home Up