Giftig Zaunrübe


  


Die Zaunrübe ist eine giftige Wildpflanze, die oberirdisch stark rankende Triebe wachsen lässt. Aus weisslichen Blüten entwickeln sich bei den weiblichen Pflanzen rote Beeren.

Die unterirdische Rüben-Wurzel, die sehr massiv werden kann, wurde früher gerne zur Behandlung von rheumatischen Erkrankungen verwendet.

Da sie aber giftig ist, wird sie heutzutage nur noch in homöopathischer Verdünnung angewendet. So hilft sie gegen Rheuma, Atemwegsprobleme und Schmerzen des Bewegungsapparates.



Steckbrief

Heilwirkung:
Achtung! Giftig. Nur in Fertigpräparaten, homöopathisch oder äusserlich anwenden.

Homöopathisch ab D3!,
abführend,
schleimlösend,
schweisstreibend,
Grippe,
Asthma,
Lungenentzündung,
Gicht,
Rheuma,
Hexenschuss,
Gliederschmerzen,
Nackenschmerzen,
Muskelschmerzen,

wissenschaftlicher Name:
Bryonia dioca
Pflanzenfamilie:
Kürbisgewächse = Cucurbitaceae
englischer Name:
Bryony
volkstümliche Namen:
Faulrüber, Feuerwurzel, Gichtrübe, Gichtwurz, Heckenrübe, Hundskürbis, Hundsrebe, Hundsrübe, Heilige Rübe, Rotbeerige Zaunrübe, Rote Zanrübe, Rotfrüchtige Zaunrübe, Spanische Rübe, Stickwurz, Teufelsrübe, Tollrübe, Weisser Enzian, Zaunranke, Zaunrebe, Zweihäusige Zanrübe
Verwendete Pflanzenteile:
Wurzel
Inhaltsstoffe:
Alkaloide, Bittere Glykoside, Bryonin, Bryonicin, Bitterstoff, Gerbstoff, Triterpene, Saponine
Sammelzeit:
Frühjahr


Anwendung


Achtung! Giftig.

Zaunrübe nur in Fertigpräparaten, homöopathisch oder äusserlich anwenden.

Da die Zaunrübe giftig ist, wird sie weder von der Schulmedizin noch von der vernünftigen, modernen Volksheilkunde verwendet.

Nur in homöopathischer Verdünnung ab D3 kann man sie vernünftigerweise einsetzen.

So verdünnt kann man die Zaunrübe gegen Rheumatismus und Gicht anwenden.

Sie hat sich auch gegen Verschleimung der Atemwege bewährt und wird daher gegen Erkältungen, Asthma und sogar gegen Lungenentzündung angewendet. Bei Lungenentzündungen muss man natürlich den Arzt zu Rate ziehen, weil es sich um eine schwerwiegende Erkrankung handelt.

Die verdünnte Zaunrübe soll auch gegen Hexenschuss und Schmerzen der Muskulatur helfen. Man kann sie also gegen Verspannungen im Nackenbereich oder Rücken versuchen.


Giftwirkung


Bei leichten Vergiftungen durch die Zaunrübe kommt es zu Übelkeit, Erbrechen und Durchfall.

Bei stärkeren Vergiftungen kommt es zu Entzündungssymtomen, überstarker Durchblutung, Blutungen aus den Schleimhäuten, tetanusartige Krämpfe, Störungen des Nervensystems, Herzrasen bis hin zum Tod in seltenen Fällen.

Bei Vergiftungen durch die Zaunrübe sollte man sofort den Arzt zu Rate ziehen. Falls man nicht von selbst erbricht, kann man in der Wartezeit auf den Arzt Erbrechen herbeiführen



Geschichtliches


Die Zaunrübe wurde schon im Altertum als Heilpflanze verwendet.

Früher wurde die Wurzel heroisch gegen Rheumatismus und Gicht verwendet. Auch als Abtreibemittel fand sie damals Anwendung.

Durch ihre teilweise tödliche Wirkung ist man davon jedoch abgekommen.

Plinius empfahl die Zaunrübe zur Umpflanzung des Grundstücks gegen Habichte, andere hingegen schlugen diese Methode gegen Blitzschlag vor.

Im Mittelalter wurde die Wurzel der Zaunrübe häufig als Fälschung der Alraunenwurzel zurechtgeschnitzt und verkauft. In Osteruopa wurde sie jedoch um ihrer selbst willen als Amulettwurzel geschätzt.




Pflanzenbeschreibung


Die Zaunrübe ist in Europa heimisch.

Es gibt zwei (bzw. drei) Arten der Zaunrübe, die in Mitteleuropa häufigere zweihäusige, rote Zaunrübe mit roten Beeren und die einhäusige, weisse Zaunrübe mit schwarzen Beeren, die aus dem Mittelmeerraum stammt. Beide Zaunrübenarten sind vergleichbar giftig und haben auch die gleichen Heilwirkungen.

Die Zaunrübe hat eine dicke, rübenartige Wurzel, die der Zaunrübe auch zu ihrem Namen verholfen hat.

Im Frühjahr wachsen aus dieser Rübenwurzel mehrere bis zu vier Meter lange Ranken. Die Ranken den Zaunrübe wachsen sehr schnell und können in kurzer Zeit andere Pflanzen komplett überwuchern. In Weinbergen können sie zu einem gefürchteten Unkraut werden.

Die Blätter sind gelappt und in etwa herzförmig. Ihre Form erinnert ein wenig an Weinblätter oder Hopfenblätter, aber bei der Zaunrübe sind sie rauh behaart.

Der Hautkontakt zu der Pflanze kann bei empfindlichen Menschen zu Hautreizungen führen.

Zwischen Juni und September blüht die Zaunrübe mit kleinen grünweissen Blüten, die bei näherer Betrachtung jedoch sehr hübsch aussehen.

Bei der zweihäusigen roten Zaunrübe blühen die männlichen Blüten auf anderen Pflanzen als die weiblichen Blüten. Die männlichen Blüten wachsen in langstieligen Trauben, die weiblichen in kleinen Büscheln.

Nur aus den weiblichen Blüten entwickeln sich Beeren, die zuerst grün sind und später leuchtend rot werden.

Alle Pflanzenteile der Zaunrübe sind giftig!

Siehe auch:


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