Walnussbaum


  

Walnuss Walnüsse sind vor allem im Winter sehr beliebte Nüsse, die man gerne geräuschvoll knackt und nascht. Die Walnüsse sind nicht nur lecker, sondern sie sind sogar gesund, vor allem für die Blutgefässe.

Der ganze, üppige Walnussbaum ist die reinste Apotheke, denn viele seiner Teile können für die Gesundheit genutzt werden.

Die Blätter werden als Tee zur stärkung der Verdauung und gegen Hautprobleme genutzt und aus den unreifen Nüssen kann man allerlei Leckereien zubereiten, die zudem noch gesundheitsfördernd sind.

Selbst die holzigen Kämben, die man zwischen den Nusshälften hervorpult, fördern die Gesundheit, denn sie sollen gegen Herzrhythmusstörungen helfen können.



Steckbrief

Haupt-Anwendungen: Hautprobleme,
Heilwirkung: adstringierend,
anregend,
blutreinigend,
blutstillend,
entzündungshemmend,
harntreibend,
schmerzstillend,
Anwendungsbereiche: Appetitlosigkeit,
Magenschwäche,
Magenentzündung,
Darmentzündungen,
Verstopfung,
Gallenschwäche,
Rhemua,
Gicht,
Gelenkentzündungen,
Diabetes,
Gürtelrose,
Arteriosklerose,
Herzrhythmusstörungen,
Menstruationsbeschwerden,
Haarausfall,
Hautentzündungen,
Ekzeme,
Schuppenflechte,
Lidrandentzündungen,
Akne,
Pickel,
Hämorrhoiden,
Afterjucken,
Fusspilz,
Fussschweiss,
Übermässige Schweissbildung,
Hühneraugen,
Warzen,
wissenschaftlicher Name:Juglans regia
Pflanzenfamilie:Walnussgewächse = Juglandaceae
englischer Name:Walnut tree
volkstümliche Namen:Wallnuss, Wälsche Nuss, Welschnuss-Baum, Nussbaum, Christnuss, Steinnuss,
Verwendete Pflanzenteile:Nüsse, Unreife Nüsse, Blätter, Nusschalen, Kämben
Inhaltsstoffe:Gerbstoffe, Gerbsäure, Tannine, Bitterstoffe, Flavonoide, Juglon, ätherisches Öle
Sammelzeit:Grüne Nüsse: Juni, Blätter: Juni, Reife Nüsse: Herbst


Anwendung

Walnuss, unreife Der Walnussbaum und seine Teile sind auf vielfältige Weise nutzbar und heilwirksam.

Reife Nüsse

An allererster Stelle der Walnuss-Nutzung stehen natürlich die reifen Früchte und deren Verzehr.

Der regelmässige Genuss von Walnüssen soll die Elastizität der Blutgefässe fördern und somit gegen Arteriosklerose und ihre Folgen wirken. Das wurde erst vor relativ kurzer Zeit von spanischen Wissenschaftlern herausgefunden. Vermutlich sind Substanzen, die den Omega-3-Fettsäuren ähneln, verantwortlich für diese Gefäss-fördernde Wirkung.

Indirekt kann der Verzehr von Walnüssen dadurch das Risiko senken, an Bluthochdruck, Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erkranken.

Grüne Nüsse

Die unreifen, grünen Nüsse werden auf vielfache Weise angewendet.

Gerne wird daraus ein Likör bereitet, mit Zimt, Vanille und Honig.

Auch kandiert werden die grünen Nüsse gerne.

Die grünen Nüsse sollen die Verdauung und die Leber stärken und das Blut reinigen. Die Durchblutung des Körpers soll verbessert werden - eine Wirkung die vermutlich im Zusammenhang mit der gefässfördernden Wirkung auch der reifen Nüsse steht.

Die unreifen Nüsse sind kurz vor dem Johannistag Ende Juni erntereif. Man sollte sie noch einfach komplett durchstechen können. Die späteren Nussschalen sind in diesem Stadium noch weich, ebenso wie die späteren Nüsse.

Walnuss-Blätter

In der Pflanzenheilkunde sind es die Walnus-Blätter, die traditionell am häufigsten angewendet werden.

Sie haben durch ihren Gehalt an Gerbstoffen eine ausgeprägte zusammenziehende Wirkung.

Dadurch helfen sie gegen Probleme des Verdauungssystems und gegen Hautentzündungen.

Die Walnuss-Blätter werden vorwiegend als Tee angewendet, sowohl innerlich als auch äusserlich.

Walnussblätter-Tee

Für einen Walnuss-Tee übergiesst man ein bis zwei Teelöffel Walnussblätter mit einer Tasse kochendem Wasser und lässt ihn zehn Minuten ziehen.

Anschliessend abseihen und in kleinen Schlucken trinken.

Von diesem Tee trinkt man ein bis drei Tassen täglich.

Wie bei allen stark wirksamen Heilkräutern sollte man nach sechs Wochen Daueranwendung eine Pause einlegen und vorübergehend einen anderen Tee mit ähnlicher Wirkung trinken. Anschliessend kann man wieder sechs Wochen lang Walnuss-Tee trinken. Durch die Pause werden eventuelle unerwünschte Langzeitwirkungen verhindert und die erwünschte Walnuss-Wirksamkeit bleibt erhalten und lässt nicht durch Gewöhnung nach.

Walnussblätter Äusserlich

Äusserlich kann man Walnussblätter-Tee oder verdünnte Tinktur in Form von Umschlägen, Bädern oder Waschungen anwenden.

Mit dieser Art der Anwendung kann man Hautentzündungen, Ekzeme und Schuppenflechte lindern.

Walnussblätter helfen äusserlich eingesetzt auch gegen Akne, Fusspilz und Warzen.

Nusskämben

Tees oder Tinkturen aus den Nusskämben stärken das Herz und eignen sich zur begleitenden Behandlung von Herzrhythmus-Störungen.

Die Nusskämben sind die holzigen Leisten zwischen den Nusshälften.

Vier bis fünf dieser Nusskämben reichen für einen Tee. Den Tee lässt man zehn Minuten ziehen.

Davon trinkt man täglich zwei bis drei Tassen.

Nusskämben-Tinktur

Um eine Nusskämben-Tinktur selbst herzustellen, übergiesst man die Nusskämben in einem Schraubdeckel-Glas mit Doppelkorn oder Weingeist, bis alle Pflanzenteile bedeckt sind, und lässt die Mischung verschlossen für 2 bis 6 Wochen ziehen.

Dann abseihen und in eine dunkle Flasche abfüllen.

Von dieser Tinktur nimmt man ein bis drei mal täglich 10-50 Tropfen ein.

Wenn einem die Tinktur zu konzentriert ist, kann man sie mit Wasser verdünnen.

Bachblüten

Als Bachblüte steht die Walnuss unter dem Namen "Walnut" für den Neuanfang.




Pflanzenbeschreibung

Walnuss-Baum Der Walnussbaum ist ursprünglich in Mittelasien heimisch. Über den Mittelmeerraum kam er schliesslich auch nach Mitteleuropa.

In Mitteleuropa wächst er bevorzugt in milden Gegenden. Seine Blüten sind auch ziemlich frostempfindlich, sodass er zur Blütezeit Ende April möglichst frostfreies Wetter braucht.

Der stattliche Baum wird bis zu 25 Meter hoch. Er kann bis zu 200 Jahre alt werden.

Im Frühjahr blühen die männlichen Blüten in dicken Kätzchen. Die weiblichen Blüten sind unscheinbar und kugelförmig.

Die einzelnen Blätter sind oval und wachsen in Fiedergruppen. Im Laufe des Sommers werden die Blätter etwas lederartig. Sie riechen würzig, wenn man sie zerreibt.

Bis zum Herbst entwickeln sich aus den Blüten die bekannten Walnüsse. Die gewundenen, wohlschmeckenden Früchte werden von einer harten, hellbraunen Schale geschützt.

Diese sitzen in fleischigen grünen Aussen-Schalen, die beim Reifwerden der Früchte von selbst aufplatzen.

Die grünen Schalen enthalten einen Farbstoff, mit dem man unter anderem auch Haare färben kann.

Der Walnussbaum scheidet mit seinen grünen Anteilen ein Glykosid aus, dass sich in die Substanz Juglon verwandelt, sobald sie freigesetzt wird.

Dieses Juglon verhindert das Pflanzenwachstum in unmittelbarer Umgebung des Walnussbaums. Es wirkt für den Walnussbaum also wie eine Art Unkrautbekämpfungsmittel und verhindert auch, dass sich andere Bäume in der Nähe breit machen können.



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