Leicht giftig Waldrebe


  

Manch ein europäischer Wald wird durch die Waldrebe in einen exotsich wirkenden Dschungel verwandelt. Denn die Waldrebe ist eine echte Liane.

Ihre Früchte werden von weisser Wolle umgeben, sodass die von der Rebe umwucherten Bäume aussehen, wie in Wattebällchen gehüllt.

In der Heilkunde spielt die Waldrebe keine sehr grosse Rolle, denn sie ist im rohen Zustand leicht gifitg und ihre Heilwirkungen sind nicht besonders ausgeprägt.

Die Waldrebe wird jedoch in der Homöopathie eingesetzt und spielt als Bachblüte Clematis eine wichtige Rolle und ist sogar Bestandteil der Notfalltropfen.



Steckbrief

Heilwirkung: Achtung hautreizend!
Scheidenentzündung,
Schmerzen,
Juckreiz,

Homöopathisch (ab D2):
Hautausschlag,
Hautjucken,
Drüsenschwellung,
Nervenschmerzen,
Rheuma,
Lymphgefässentzündung,
Prostataentzündung,
Brustentzündung,

wissenschaftlicher Name:Clematis vitalba
Pflanzenfamilie:Hahnenfussgewächse = Ranunculaceae
englischer Name:Clematis
volkstümlicher Name:Clematis, Klematis, Echte Waldrebe, Gemeine Waldrebe, Weisse Waldrebe, Greisenbart, Niele, Lian, Liasch, Lüln, Lün, Ulischwidn
Verwendete Pflanzenteile:Blätter, Wurzel, Stengel
Inhaltsstoffe:Campesterol, Anemonin, Kaffeesäure, Protoanemonin, Trimethylamin
Sammelzeit:Blätter: Sommer, Wurzeln: Herbst


Anwendung

Die frische Pflanze ist roh leicht giftig und hautreizend. Gekocht oder getrocknet verliert sich die Giftigkeit. Dennoch sollte man die Pflanze sicherheitshalber nur äusserlich oder in homöopathischer Verdünnung anwenden.

Äusserlich als Waschung oder Einreibung hilft eine Abkochung der Wurzeln und Stengel gegen Juckreiz und Hautausschläge.

Die Hauptanwendung der Waldrebe ist jedoch in der Homöopathie. Dort wird sie bei Hautproblemen, rheumatischen und neuralgischen Schmerzen eingesetzt. Auch bei Problemen der männlichen Harnorgane kann man sie verwenden. Gebräuchlich sind vor allem niedrige Potenzen.

Als Bachblüte Clematis unterstützt die Waldrebe bei Verträumtheit und geistiger Abwesenheit.



Pflanzenbeschreibung

Die gemeine Waldrebe ist eine Lianenart, die in mitteleuropäischen Wäldern heimisch ist. In manchen Gegenden ist sie sogar recht verbreitet und kann lokal fast zur Plage werden.

In Gärten wird liebevoll die Klematis kultivert, eine grossblütige Verwandte. Die gemeine Waldrebe wächst jedoch wild und die Blüten erinnern nicht sehr stark an ihre botanische Schwester.

Die Pflanze wird bis zu 15 m lang und rankt sich an Bäumen und anderen Rankmöglichkeiten hoch.

Die Blätter sind eiförmig-lanzettlich.

Die weissen Blüten blühen von Juli bis September. Sie haben nach hinten rund gebogene Blütenblätter und ein ganzes Büschel kugelförmig abstehende Fäden.

Zur Zeit der Samenreife im Herbst bis Winter bilden sich aus den Blüten wollige Buschel. Die Pflanzen sehen dann über und über wollig aus.

Die Ranken kann man zum Körbeflechten verwenden.


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