Wasserminze

(Mentha aquatica)


  

Wasserminze Die Wasserminze ist die milde Schwester der Pfefferminze und wird leichter vertragen als sie.

Sie sieht ähnlich aus, riecht ähnlich aromatisch, jedoch etwas schwächer und ist wegen ihrer Milde eher als Haustee einsetzbar als ihre starkwirkende Schwester.

Die Wasserminze wächst gerne an Ufern und war den Kelten eine wichtige Pflanze.



Steckbrief

Haupt-Anwendungen: Magenbeschwerden,
Heilwirkung: blähungstreibend,
entzündungswidrig,
gallenflußanregend,
galletreibend,
keimtötend,
krampflösend,
schmerzstillend,
verdauungsfördernd,
Anwendungsbereiche: Appetitlosigkeit,
Aromatikum,
Blähungen,
Brechreiz,
Cholagogum,
Durchfall,
Erkältungskrankheiten,
Gallenbeschwerden,
Karminativum,
Kopfschmerzen,
Krämpfe,
Magendarmkatarrh,
Magenschmerzen,
Menstruationsschmerzen,
Schlaflosigkeit,
schmerzhafte Regel,
Übelkeit,
Verdauungsprobleme,
wissenschaftlicher Name: Mentha aquatica
Pflanzenfamilie: Lippenblütler = Lamiaceae
englischer Name: Water Mint
volkstümlicher Name: Bach-Minze, Wasserminze, Wasser-Minze
Verwendete Pflanzenteile: Blätter, Kraut
Inhaltsstoffe: ätherische Öle, Bitterstoffe, Enzyme, Gerbstoffe, Limonen, Menthofuran, Menthol, Pinen
Sammelzeit: vor der Blüte
Nebenwirkungen: Überdosierung: Erbrechen


Anwendung

Wasserminze Die Wasserminze wird bevorzugt als Tee eingesetzt.

Minzöle dürfen bei Kleinkindern nicht im Bereich der Nase und Mund eingesetzt werden, da u.a. ein Atemstillstand ausgelöst werden kann.

Tee

2 Teelöffel getrockneter Wasserminzen-Blätter mit 250 ml kochendem Wasser übergießen, abdecken, 10 Minuten ziehen lassen, abseihen.

Hier hilft der Tee bei Magen- Darmbeschwerden, Kopfschmerzen und den anderen oben aufgelisteten Problemen.

Tee, äusserlich

Für die äußerliche Anwendung kann man den Teeaufguß für Bäder, Waschungen und Kompressen verwenden.

Frischblatt-Umschlag

Der kühlende und lokal betäubende Brei aus frischen zerquetschten saftigen Wasserminze-Blättern hilft gegen Insektenstiche.

Öl-Einreibung

Einreibungen mit dem Öl helfen gegen Neuralgien.

Trocken-Inhalation

Ein paar Tropfen ätherisches Öl auf ein Taschentuch getropft kann man bei Erkältungen inhalieren.

Geschichtliches

Minzen gehören zu den ältesten Heil- und Ritualpflanzen der Menschen.

Heilige Pflanze der Druiden und war bei den Kelten Symbol für Reichtum und Glück.

Medizinisch wurde sie bei den Kelten gegen Verdauungs- und Menstruationsproblemen genutzt.




Pflanzenbeschreibung

Wasserminze Die Wasserminze ist in Europa und Nordafrika heimisch.

In anderen Gebieten wurde sie eingebürgert.

Sie wächst als Sumpfpflanze bevorzugt an feuchten Standorten, z.B. an Ufern.

Die mehrjährige und winterharte Pflanze wird zwischen 15 und 90 Zentimeter hoch.

Im Frühjahr treibt die Wurzel zunächst Blätter aus.

Die haarigen hellgrünen Blätter sind oval und fein gezähnt.

Die Blätter stehen kreuzgegenständig am kantigen Stengel.

Der Stengel ist meistens behaart und rötlich.

Die Wasserminze riecht angenehm nach Pfefferminze, besonders wenn man leicht an den Blättern reibt.

Die violetten Blüten erscheinen zwischen Juli und Oktober.

Aus den Blüten entwickeln sich bis in den Herbst die Samen.


Anbautipps

Wasserminze Die Pflanze wird über Wurzelteilung vermehrt.

Die Wasserminze mag feuchten Boden.

Der Standort sollte halbschattig bis sonnig sein.

Die Pflanze kann einige Zentimeter unter Wasser angepflanzt werden, als Standort ist ein Gartenteichrand gut geeignet.

Die Pflanze vermehrt sich über Wurzelausläufer von selbst.


Sammeltipps

Frische Wasserminze-Blätter können ständig geerntet werden.

Zum Trocknen: Die Stengel mit den Blättern kurz vor der Blüte bei gutem sonnigen Wetter ernten.

Zügig bei maximal 35°C trocknen, anschliessend die getrockneten Wasserminze-Blätter von den Stengeln abstreifen.

Die Blätter in geschlossenen Behältern lagern.


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