Ulme


  

Die Ulme ist ein immer seltener werdender Baum, der vom Ulmensterben bedroht wird. Daher trifft man die Ulmen immer seltener an, was einen ernsten botanischen Verlust darstellt.

Die Rinde der Ulme ist ein traditionelles Heilmittel, dass entzündungshemmend auf Schleimhäute wirkt. Daher kann man die Rinde gegen Entzündungen im Mund und in den Verdauungsorganen einsetzen und auch Wunden damit behandeln.

Aufgrund der Gefährdung der Ulme, sollte man aber nicht die Rinde von wilden Ulmen verwenden, sondern Ulmenrinde käuflich erwerben oder darauf verzichten.

Die Ulme wird auch als Bachblüte Elm eingesetzt.



Steckbrief

Heilwirkung:
adstringierend,
entzündungshemmend,
harntreibend,
Mundschleimhautentzündung,
Rachenentzündungen,
Gastritis,
Durchfall,
Hämorrhoiden,
Gicht,
Langsam heilende Wunden,
Ekzeme,
wissenschaftlicher Name:
Ulmus campestris, Ulmus carpinifolia, Ulmus glabra, Ulmus minor
englischer Name:
Elm
volkstümliche Namen:
Berg-Ulme, Feldulme, Parkulme, Rüster, Ruster
Verwendete Pflanzenteile:
Rinde
Inhaltsstoffe:
Gerbsäure, Schleim, Bitterstoffe, Gerbstoffe, Phlobaphene
Sammelzeit:
Ende März bis April


Anwendung

Achtung!

Weil die Ulme stark gefährdet ist, sollte man nicht die Rinde von wilden Ulmen entfernen.

Wenn man Ulmenrinde verwenden will, sollte man sich diese kaufen.

Ulme kann man wahlweise als Tee oder als Tinktur anwenden.

Die traditionell häufigste Art, Ulme anzuwenden ist Ulmenrinden-Tee.

Tee

Für einen Ulme-Tee, der eine sanfte Form der Abkochung ist, übergiesst man ein bis zwei Teelöffel Ulmenrinde in einem Topf mit einer Tasse kalten Wasser und bringt beides zusammen zum Kochen.

Anschliessend abseihen und in kleinen Schlucken trinken oder zum Gurgeln oder Spülen verwenden.

Von diesem Tee verwendet man ein bis zwei Tassen täglich.

Tinktur

Um eine Ulme-Tinktur selbst herzustellen, übergiesst man Ulme in einem Schraubdeckel-Glas mit Doppelkorn oder Weingeist, bis alle Pflanzenteile bedeckt sind, und lässt die Mischung verschlossen für 2 bis 6 Wochen ziehen.

Dann abseihen und in eine dunkle Flasche abfüllen.

Von dieser Tinktur nimmt man ein bis drei mal täglich 10-50 Tropfen ein.

Wenn einem die Tinktur zu konzentriert ist, kann man sie mit Wasser verdünnen.

Innerlich

Ulme kann man innerlich als Tee gegen Durchfall oder Magenschleimhautentzündung einsetzen.

Ausserdem hilft Ulmenrinde als Tee oder verdünnte Tinktur gegen Entzündungen im Mundraum, wenn man damit spült oder gurgelt.

Äusserlich

Äusserlich kann man Ulme-Tee oder verdünnte Tinktur in Form von Umschlägen, Bädern oder Waschungen anwenden.

Mit dieser Art der Anwendung kann man Wunden, auch schlecht heilende, behandeln.

Ulme hilft äusserlich eingesetzt auch gegen Hämorrhoiden und Ekzeme.

Bachblüte

Als Bachblüte Elm wird die Ulme verwendet, wenn an sich starke Persönlichkeiten sich ihren Aufgaben plötzlich nicht mehr gewachsen fühlen.


Pflanzenbeschreibung

Die Ulme ist auf der ganzen Nordhalbkugel in gemässigten Breiten heimisch.

Sie wächst bevorzugt in Auwäldern, an sonnigen Waldrändern, an Hängen, Flussufern und in Parks.

Der Baum, der sehr alt werden kann, wird bis zu 40 Meter hoch.

Die dunkelgraue Rinde ist in jungen Jahren glatt und wird später rissig.

Die Blätter sind spitz eiförmig und am Rand gesägt. Typisch ist, dass eine Hälfte der Blätter grösser ist als die andere.

Die in Büscheln stehenden Blüten erscheinen zwischen März und April. und

Aus den Ulme-Blüten entwickeln sich geflügelte, weisshäutige Früchte.



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