Taubenkropf-Leimkraut

(Silene vulgaris)


  

Taubenkropf-Leimkraut


Das Taubenkropf-Leimkraut wächst auf Magerrasen und Böschungen und hat einige Unterarten.

Auffallend sind die aufgeblasenen kugeligen weißen Blüten, die man schon von weitem erkennen kann.

Aus den Wurzeln wurde früher eine Seifenlauge gekocht und die stoffwechselanregenden jungen Triebe wie Gemüse gegessen.

Als Heilpflanze ist das Taubenkropf-Leimkraut heute von geringer Bedeutung, aber es ist eine wertvolle Pflanze für den Wildpflanzengarten und Futterquelle für die Nachtfalter.



Steckbrief

Haupt-Anwendungen:
erweichende und pflegende Seifenlauge,
Heilwirkung:
erweichend,
stoffwechselanregend,
Anwendungsbereiche:
Augenentzündung,
Hautkrankheiten,
Stoffwechsel,
wissenschaftlicher Name:
Silene vulgaris, Silene cucubalus
Pflanzenfamilie:
Nelkengewächse = Caryophyllaceae
englischer Name:
Bladder Campion
volkstümlicher Name:
Aufgeblasenes Leimkraut, Knirrkohl, Taubenkropf-Leimkraut
Verwendete Pflanzenteile:
frische Triebe, Kraut, Wurzel
Inhaltsstoffe:
Bitterstoffe, Mineralstoffe, Saponine, Vitamine
Sammelzeit:
Wurzel: jederzeit
junge Triebe: Frühling


Anwendung

Taubenkropf-Leimkraut

Frühjahrskur

junge Triebe als Gemüse oder Suppeneinlage regen den Stoffwechsel an.

Waschung

Die Wurzel-Abkochung kann zu Waschungen oder Bäder von spröder, trockener und leicht entzündeter Haut eingesetzt werden.

Frischsaft

Der frische Saft der Pflanze diente früher als Augentropfen gegen Bindehautentzündung. (Nicht anwenden!)

Geschichtliches

Die Abkochung der Wurzel diente als Seife und Waschlauge.

Die jungen Triebe dienten als Gemüse.

Heute im Wildpflanzengarten eine wichtige Futterquelle für die Nachtfalter.



Pflanzenbeschreibung

Taubenkropf-Leimkraut

Das Taubenkropf-Leimkraut ist in Europa heimisch.

Sie wächst bevorzugt auf Magerrasen und Böschungen

Die mehrjährige Pflanze wird 20 und 60 Zentimeter hoch.

Die blaugrünen Blätter sind eiförmig bis lanzettlich.

Die aufgeblasenen kugeligen Blüten erscheinen zwischen Mai und September.

Die Kronblätter sind 2teilig und weiß, selten rosa.

Aus den Blüten entwickeln sich zwischen Juli und Oktober die hellbraunen 2 mm großen Samen.


Anbautipps

Die Samen im frühen Frühling direkt an den gewünschten Standort aussäen.

Die Pflanze ist ein Wärmekeimer (20°C) und braucht zum Keimen eine feuchte Erde.

Der Standort sollte trocken und sonnig sein. Der Boden sollte kalkig und lehmig sein.



Sammeltipps

Für das Früjahrsgemüse werden die jungen Triebe geerntet, solang diese kleiner als 5 cm sind.

Für die Seifenlauge wird die Wurzel ausgegraben, gereinigt und an einem warmen, luftigen Ort getrocknet. Dicke Wurzeln sollten in Stücke geschnitten werden.


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