Leicht giftig Sumpfdotterblume


  

Sumpfdotter-Blume


Die leuchtend gelben Blüten der Sumpfdotterblume eifern mit mehreren gelben Frühlingsblühern geradezu um die Wette.

Dabei hat die Sumpfdotterblume einen gewissen Vorteil, denn ihre Blütenblätter sind besonders gross und daher ist die Leuchtkraft besonders ausgeprägt.

Mit ihren sonnigen Tupfern erhellt die Sumpfdotterblume feuchte Stellen, wie Sümpfe oder die Ufer von Flüssen und Seen. Man muss also aufpassen, dass man keine nassen Füsse bekommt, wenn man die Sumpfdotterblume näher kennenlernen will.

Als Heilpflanze wurde die Sumpfdotterblume im Mittelalter häufig gegen Leberbeschwerden eingesetzt und die Volksheilunde benutzt sie auch gegen Husten.

Da die Blätter der Sumpfdotterblume jedoch das scharfe Anemonin enthalten, wird sie nur recht selten als Heilkraut angewendet.



Steckbrief

Hinweis:
Achtung! Leicht giftig. Nur niedrig dosiert, in Teemischungen, homöopathisch oder äusserlich anwenden.
Getrocknet verliert sich der Giftstoff.

Haupt-Anwendungen:
Husten,
Heilwirkung:
harntreibend,
hautreizend,
krampflösend,
schleimlösend,
Anwendungsbereiche:
Bronchitis,
Grippe,
Appetitlosigkeit,
Gallenschwäche,
Leberschwäche,
Rheuma,
Nervenschwäche,
Migräne,
Menstruationsbeschwerden,
Warzen,
wissenschaftlicher Name:
Caltha palustris
Pflanzenfamilie:
Hahnenfussgewächse = Ranunculaceae
englischer Name:
Kingcup, Marsh Marigold
volkstümliche Namen:
Dotterblume, Butterblume, Eierblume, Goldrose, Kuhblume, Schmalzblume, Wiesengold
Verwendete Pflanzenteile:
Kraut
Inhaltsstoffe:
Saponine, Cholin, Flavonoide, Anemonin, Protoanemonin, Carotin
Sammelzeit:
März bis Mai


Anwendung

Sumpfdotter-Blume

Achtung! Leicht giftig.

Sumpfdotterblume nur niedrig dosiert, in Teemischungen, homöopathisch oder äusserlich anwenden.

In wieweit die Sumpfdotterblume tatsächlich giftig ist, ist leider nicht eindeutig klar.

Manch einer empfiehlt die jungen, grünen Blätter als Wildsalat und andere raten von der Verwendung der Sumpfdotterblume gänzlich ab.

Wie so oft, wird die Wahrheit vermutlich in der Mitte liegen und ausserdem hängt der Giftgehalt bestimmt auch vom Standort und vom Sammelzeitpunkt ab, wie bei den meisten Pflanzen.

Der Giftstoff, um den es bei der Sumpfdotterblume geht, ist das scharfe Anemonin. Dieses Anemonin verliert sich beim Trocknen. Getrocknete Sumpfdotterblumen sind also ungiftig.

Man kann das getrocknete Kraut der Sumpfdotterblume in Teemischungen anwenden.

Die Anwendung der Sumpfdotterblume ist jedoch nur in der Volksheilkunde üblich und selbst hier wird die Sumpfdotterblume eher selten verwendet.

Leberwirkung entsprechend der Signaturenlehre

Im Mittelalter wurde der Wirkungsbereich einer Heilpflanze meistens durch die Signaturenlehre festgelegt.

So erstaunt es nicht, dass die Sumpfdotterblume aufgrund ihrer gelben Blüten für Erkrankungen von Leber und Galle verwendet wurden. Leber und Galle werden nämlich als gelb betrachtet, weil Lebererkrankungen zu Gelbsucht führen können.

Husten und Erkältungen

Die Anwendung gegen Husten basiert hingegen auf der Tatsache, dass die Sumpfdotterblume Saponine enthält und schleimlösend und krampfstillend wirkt.

Dadurch können Husten und Bronchitis gelindert werden.

Homöopathische Anwendung

In der Homöopathie wird die Sumpfdotterblume in den Potenzen D3 bis D6 gegen Husten, entzündliche Hauterkrankungen und Menstruationsbeschwerden bei jungen Mädchen verwendet.

Küche

Früher wurden die Knospen der Sumpfdotterblume gerne in Essig eingelegt und als Kapern gegessen.

Wegen der möglichen Giftwirkung, die Magenbeschwerden verursachen kann, sollte man auf diese Art der Zubereitung besser verzichten.

Ein guter Kapernersatz sind auch die Knospen des Löwenzahns in Essig eingelegt.




Pflanzenbeschreibung

Sumpfdotter-Blume

Die Sumpfdotterblume ist in Mitteleuropa heimisch.

Sie wächst bevorzugt an sehr feuchten Stellen, beispielsweise an Flussufern und in Sümpfen, worauf der Name schon hinweist.

Die mehrjährige Pflanze wird bis zu 30 cm hoch, bleibt aber an manchen Stellen auch nur 5 cm gross, wenn die Stengel am Boden verlaufen anstatt sich aufzurichten.

Aus dem kurzen Wurzelstock treiben im zeitigen Frühjahr saftig grüne Blätter und Stengel aus. Auch an den Stengeln wachsen Blätter.

Die Blätter sind rund herzförmig und glänzen leuchtend grün. Am Rand sind die Blätter eingekerbt.

Zwischen März und Mai erscheinen die sonnengelben Blüten, die einem schon von Weitem ins Auge fallen.

Die Blüten erinnern stark an die Blüten des Hahnenfusses, mit dem sie verwandt sind. Die Sumpfdotterblume hat jedoch deutlich grössere Blüten.


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