Leicht giftig Stechpalme


  

Stechpalme Als Weihnachtsschmuck ist die Stechpalme sehr bekannt. Mit ihren leuchtend roten Beeren bringt sie natürliche Farbe in Weihnachtssträusse und -kränze.

Früher wurde die Stechpalme auch als Heilmittel, vor allem gegen Fieber, eingesetzt, aber da die Beeren eine umstrittene Giftwirkung aufweisen, wird sie nur noch wenig verwendet.

Stattdessen hat die Stechpalme als Bachblüte "Holly" Karriere gemacht.



Steckbrief

Heilwirkung: Geschichtliche Nutzung:
harntreibend,
Gicht,
Rheumatismus,
Durchfall,
Fieber,
Grippe,
Bronchitis,
Epilepsie,
wissenschaftlicher Name:Ilex aquifolium
englischer Name:Holly
volkstümlicher Name:Hülse, Hulste
Verwendete Pflanzenteile:Blätter
Inhaltsstoffe:Bitterstoff Ilicin, Farbstoff Illixanthin, Gerbstoffe, Wachs, Gummi, Kalisalze, Ilexsäure, Glykosid
Sammelzeit:Juni bis August
Bachblüte:Infos über die Bachblüte Holly


Anwendung

Stechpalme Da die Giftwirkung der Stechpalme umstritten ist, wird sie in der gängigen Naturheilkunde kaum eingesetzt.

Nur in der Schweiz und als homöopathische Zubereitung findet sie Verwendung.

Die Giftwirkung bezieht sich aber vorwiegend auf die Beeren. Manche Quellen besagen, die Beeren seien in grösseren Mengen ungeniessbar, andere warnen vor gefährlichen Vergiftungen, vor allem bei Kindern. Auf alle Fälle sollte man seinen Kindern wohl verbieten, die Beeren zu essen.

Die Blätter enthalten jedoch sehr viel weniger der Stoffe, denen eine Giftwirkung nachgesagt wird.

In der Volksheilkunde werden sie als Abkochung bei fieberhaften Erkältungen und Grippe eingesetzt. Ausserdem sollen sie eine ausgeprägte harntreibende Wirkung haben, was auch ihre Wirkung bei Rheuma und Gicht erklären würde.

Als Bachblüte "Holly" steht die Stechpalme für die Liebe.




Pflanzenbeschreibung

Stechpalme Die Stechpalme wächst in Gegenden, wo die Winter mild sind und die Sommer feucht. So wächst sie in einigen Landstrichen Europas, in anderen ist es ihr zu kalt.

Sie ist der nahezu einzige Vertreter einer grossen Pflanzenfamilie in gemässigten Breiten. Ihre Brüder wachsen in den Tropen, beispielsweise der Matebaum in Paraguay.

Häufig wird sie in Gärten und Parks kultiviert. Selten wächst sie jedoch auch wild oder verwildert. Die Wildform ist streng geschützt, weil sie so selten ist.

Die Stechpalme ist ein strauchartiger Baum und wird bis zu 15 m hoch.

Sie hat glänzende Blätter mit dornigen Zacken an den Rändern. Die Blätter bleiben das ganze Jahr über grün, weshalb sie auch gerne als Winterschmuck verwendet werden. Ältere Stechpalmen haben häufig auch Blätter ohne Dornen, vor allem an den Zweigspitzen, wo die unscheinbaren weissen Blüten im Mai spriessen.

Da die Stechpalme zweihäusig ist, gibt es zwei unterschiedliche Ausprägungen. Nur an den weiblichen Pflanzen wachsen leuchtend rote Beeren. In seltenen Fällen kommt es zum Geschlechtswandel.

Die immergrünen Blätter werden in der Weihnachtszeit und am Palmsonntag als Schmuck verwendet. Dem Einsatz am Palmsonntag verdankt die Stechpalme auch ihren Namen.

Die Namen "Hülse" und "Hulste" stammt wohl aus dem Altdeutschen. "Ilex" stammt aus dem Lateinischen und erinnert an die Eiche. "Aquifolium" deutet auf die Stacheln an den Blättern hin.


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