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| Heilwirkung: |
Nicht innerlich anwenden! Brechreiz auslösend, harntreibend,
Äusserlich: |
| wissenschaftlicher Name: | Impatiens glandulifera |
| Pflanzenfamilie: | Balsaminengewächse = Balsaminaceae |
| englischer Name: | Impatiens, Himalayan Balsam |
| volkstümlicher Name: | Drüsiges Springkraut, Indisches Springkraut, Polizisten-Helm |
| Verwendete Pflanzenteile: | Blätter, Samen |
| Inhaltsstoffe: | Öl, Tanin, Säure |
| Sammelzeit: | April bis Oktober |
Das Springkraut wird kaum als Heilpflanze eingesetzt,
weil seine Heilwirkungen nur schlecht dokumentiert sind
und eine Anwendung im Übermass als leicht giftig zu betrachten ist.
In grösserer Menge lösen roh gegessene Blätter Brechreiz aus.
Gekocht kann man die Blätter jedoch in kleinen Mengen essen, z.B. in einer Wildkräutersuppe (man kann es aber auch bleiben lassen).
Die frisch gesammelten Blätter kann man auch in Öl oder Schweineschmalz kochen und eine Salbe daraus zubereiten. Solch eine Salbe hilft möglicherweise bei Hämorrhoiden und Hautausschlägen. Sehr gut ist diese Wirkung aber wohl nicht, sonst wäre sie wahrscheinlich bekannter.
Die Samen kann man knabbern; sie schmecken leicht nussig, sind aber schwer in grösseren Mengen zu ernten.
Aus den Samen kann man ein Öl gewinnen, das man essen oder als Lampenöl verwenden kann.
Ursprünglich war das drüsentragende Springkraut in Indien und im Himalaya beheimatet.
Erst 1839 wurde es von dort nach England gebracht und dort in den Gärten als Zierpflanze angebaut. Schon bald entkam es aus den Gärten und hat sich sehr erfolgreich verbreitet. Ausser in Britannien ist es inzwischen auch in Mitteleuropa überall an Flussläufen, Gräben und Waldrändern in grossen Beständen anzutreffen. Es kommt so häufig vor, dass es andere heimische Pflanzen verdrängt hat.
Das Springkraut wird bis zu zwei Meter hoch, meistens ist es jedoch nur einen Meter gross.
Sein Stengel ist rötlich überlaufen und hat knubbelige Gelenke.
Die Blätter sind länglich eiförmig mit einer Spitze am Ende.
Die rosafarbenen Blüten sehen sehr hübsch aus, fast wie Orchideen. Daher wird das Springkraut auch manchmal "Orchidee des armen Mannes" genannt.
Aus den Blüten entwickeln sich Schoten, die die Samen beherbergen. Sobald diese Schoten reif sind, platzen sie bei der leichtesten Berührung auf und schleudern die Samen meterweit in alle Richtungen. Dieses Samenschleudern trägt dazu bei, dass sich das Springkraut so rasant vermehrt. Ausserdem hat es der Pflanze den Namen Springkraut gegeben.
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