Leicht giftig Drüsiges Springkraut


  

Springkraut


Für Kinder ist das Springkraut eine wahre Wonne. Denn wenn man die reifen Schoten mit spitzen Fingerchen berührt, platzen sie auf und schleudern ihre Samen in die Umgebung. Das Aufplatzen kitzelt lustig an den Fingern und man bekommt kaum genug von diesem Vergnügen.

Erwachsene freuen sich wohl eher an den wunderschönen Blüten des Springkrautes.

Doch Botaniker und Naturschützer sind ganz entsetzt von der starken Vermehrung dieses indischen Fremdlings. Denn das Springkraut wuchert mit seiner Wuchskraft Ufer und Waldränder zu und verdrängt die heimische Flora.

Als Heilpflanze wird das Springkraut kaum genutzt. Ob das nur daran liegt, dass es kaum Heilwirkungen hat und in grosser Menge Erbrechen auslösen kann, oder ob es einfach noch nicht gründlich genug untersucht wurde, ist nicht ganz klar, denn als Heilpflanze wird kaum über das Springkraut berichtet.

Als Bachblüte spielt das Springkraut unter dem Namen "Impatiens" jedoch eine wichtige Rolle. Es kommt sogar in den Notfalltropfen vor.



Steckbrief

Heilwirkung:
Nicht innerlich anwenden!
Brechreiz auslösend,
harntreibend,

Äusserlich:
Hämorrhoiden,
Hautirritationen,
Wiesendermatitis

wissenschaftlicher Name:
Impatiens glandulifera
Pflanzenfamilie:
Balsaminengewächse = Balsaminaceae
englischer Name:
Impatiens, Himalayan Balsam
volkstümlicher Name:
Drüsiges Springkraut, Indisches Springkraut, Polizisten-Helm
Verwendete Pflanzenteile:
Blätter, Samen
Inhaltsstoffe:
Öl, Tanin, Säure
Sammelzeit:
April bis Oktober


Anwendung

Springkraut

Das Springkraut wird kaum als Heilpflanze eingesetzt, weil seine Heilwirkungen nur schlecht dokumentiert sind und eine Anwendung im Übermass als leicht giftig zu betrachten ist. In grösserer Menge lösen roh gegessene Blätter Brechreiz aus.

Gekocht kann man die Blätter jedoch in kleinen Mengen essen, z.B. in einer Wildkräutersuppe (man kann es aber auch bleiben lassen).

Die frisch gesammelten Blätter kann man auch in Öl oder Schweineschmalz kochen und eine Salbe daraus zubereiten. Solch eine Salbe hilft möglicherweise bei Hämorrhoiden und Hautausschlägen. Sehr gut ist diese Wirkung aber wohl nicht, sonst wäre sie wahrscheinlich bekannter.

Die Samen kann man knabbern; sie schmecken leicht nussig, sind aber schwer in grösseren Mengen zu ernten.

Aus den Samen kann man ein Öl gewinnen, das man essen oder als Lampenöl verwenden kann.



Pflanzenbeschreibung

Springkraut

Ursprünglich war das drüsentragende Springkraut in Indien und im Himalaya beheimatet.

Erst 1839 wurde es von dort nach England gebracht und dort in den Gärten als Zierpflanze angebaut. Schon bald entkam es aus den Gärten und hat sich sehr erfolgreich verbreitet. Ausser in Britannien ist es inzwischen auch in Mitteleuropa überall an Flussläufen, Gräben und Waldrändern in grossen Beständen anzutreffen. Es kommt so häufig vor, dass es andere heimische Pflanzen verdrängt hat.

Das Springkraut wird bis zu zwei Meter hoch, meistens ist es jedoch nur einen Meter gross.

Sein Stengel ist rötlich überlaufen und hat knubbelige Gelenke.

Die Blätter sind länglich eiförmig mit einer Spitze am Ende.

Die rosafarbenen Blüten sehen sehr hübsch aus, fast wie Orchideen. Daher wird das Springkraut auch manchmal "Orchidee des armen Mannes" genannt.

Aus den Blüten entwickeln sich Schoten, die die Samen beherbergen. Sobald diese Schoten reif sind, platzen sie bei der leichtesten Berührung auf und schleudern die Samen meterweit in alle Richtungen. Dieses Samenschleudern trägt dazu bei, dass sich das Springkraut so rasant vermehrt. Ausserdem hat es der Pflanze den Namen Springkraut gegeben.



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