Sonnenhut / Echinacea


  

Sonnenhut Der Sonnenhut hat die Fähigkeit das körpereigene Immunsystem anzuregen. Dies erreicht er unter anderem dadurch, dass er die Fresszellen im Blut und Gewebe aktiviert.

Daher wundert es nicht, dass der Sonnenhut eine sehr beliebte Heilpflanze ist, die gegen Infektneigung eingesetzt wird, beispielsweise wenn man zu Erkältungen neigt oder bei schleichenden chronischen Infektionen.

Auch bei schlecht heilenden Wunden wird er oft erfolgreich eingesetzt (äußerlich und innerlich).



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Steckbrief

Haupt-Anwendungen: Abwehrstärkung,
Heilwirkung: antibakteriell,
entzündungshemmend,
immunstimulierend,
schmerzstillend,
Anwendungsbereiche: Abszesse,
Bronchitis,
Erkältung,
Erysipel,
Furunkel,
Gelenkentzündung,
Geschwüre,
Grippale Infekte,
Husten,
Immunabwehr,
Infektanfälligkeit,
Karbunkel,
Schlecht heilende Wunden,
Schuppenflechte,
Unterschenkelgeschwüre,
Verbrennungen,
Vorbeugung gegen Infektionen,
wissenschaftlicher Name:Echinacea purpurea,Echinacea angustifolia,Echinacea pallida
Pflanzenfamilie:Korbblütler = Asteraceae
englischer Name:Echinacea
volkstümlicher Name:Amerikanischer Sonnenhut, Igelkopf, Kegelblume, Kleine Sonnenblume, Rudbeckie
Verwendete Pflanzenteile:Wurzelstock, Kraut
Inhaltsstoffe:Echinacin, Ätherisches Öl, Echinacosid, Harzstoffe, Betain, Laevulose, Glukose, Inulin, Pentosan, Vitamin C, Fermente
Sammelzeit:Kraut: Juli,
Wurzel: März-April, Oktober
Herkunft:Nordamerika
Anbau:Mittlere Breiten
Standort:Trockener Sandboden
Fotos von Sonnenhut


Anwendung

Meistens wird der Sonnenhut als Fertigpräparat in der Apotheke erworben.

Hierbei kann man im Allgemeinen zwischen Tinkturen und Tabletten wählen, die bei der innerlichen Verwendung keine großen Unterschiede in der Nützlichkeit aufweisen.

Für die äußerliche Anwendung eignet sich vor allem die Tinktur.

Wenn man den roten Sonnenhut im eigenen Garten anbaut, kann man das Kraut auch als Tee einsetzen. Oder man setzt selbst eine Tinktur aus Kraut oder Wurzelstock an.

Bei manchen Kräuterhändlern kann man das Sonnenhut-Kraut auch kaufen, aber solche Angebote sind selten.

Tinktur

Um eine Sonnenhut-Tinktur selbst herzustellen, übergießt man Sonnenhut-Wurzeln oder -Kraut in einem Schraubdeckel-Glas mit Doppelkorn oder Weingeist, bis alle Pflanzenteile bedeckt sind, und lässt die Mischung verschlossen für 2 bis 6 Wochen ziehen.

Dann abseihen und in eine dunkle Flasche abfüllen.

Von dieser Tinktur nimmt man ein bis drei mal täglich 10-50 Tropfen ein.

Wenn einem die Tinktur zu konzentriert ist, kann man sie mit Wasser verdünnen.



Wirkung

Die wichtigste Wirkung des Sonnenhutes ist die Vermehrung der weißen Blutkörperchen. Dadurch wird das Immunsystem gestärkt.

Infektionskrankheiten können besser abgewehrt werden. Allerdings ist es ein Irrtum, zu glauben, dass der Sonnenhut eine Erkältung verhindern oder verkürzen kann, wenn die Erkältung schon begonnen hat. Vielmehr sollte man den Sonnenhut schon vorbeuegend vor einer eventuellen Ansteckung einnehmen. Dadurch werden die weißen Blutkörperchen vermehrt und das Immunsystem auch anderweitig gestärkt, unter anderem durch die Stärkung der lymphatischen Organe. Ein solcherart gestärktes Immunsystem kann dann mit einer Ansteckung besser klarkommen und die Erkältung fällt aus oder verläuft sanfter.

Außerdem hat der Sonnenhut eine antibakterielle Wirkung. Dadurch wirkt der Sonnenhut direkt auf bakterielle Infektionen, wie beispielsweise Hautinfektionen, Furunkel und dergleichen. Man kann den Sonnenhut dann wahlweise als Salbe oder als Umschlag mithilfe einer Tinktur oder eines Tees anwenden. Bei solchen äußerlichen Anwendungen wirkt der Sonnenhut auch leicht schmerzstillend.

Vor allem, wenn eine Wunde schlecht heilt oder eitert, kann der Sonnenhut Abhilfe schaffen.

Nebenwirkung

Normalerweise kommt es nicht zu Nebenwirkungen durch die Anwendung des Sonnenhutes.

Aber wie bei allen Korbblütlern kann es zu allergischen Reaktionen kommen.



Magische Anwendung

Sonnenhut - Echinacea

Von den Einwohnern Nordamerikas wurde der Sonnenhut vor allem zur Verstärkung von magischen Ritualen eingesetzt.

Dazu wurde der Sonnenhut den Göttern geopfert.

Geburten fanden häufig an Plätzen statt, wo der Sonnenhut gedeiht.

Bei Beerdigungen wurde der Sonnenhut als Grabbeigabe mitgegeben.



Geschichtliches

Sonnenhut - Echinacea

Im europäischen Altertum ist der Sonnenhut nicht bekannt, weil er eine Pflanze Nordamerikas ist.

Dort wurde der Sonnenhut aber schon sehr lange als Heilpflanze angewendet.

Traditionell wurde der Sonnenhut von den Einwohnern Nordamerikas vor allem gegen Wunden eingesetzt. Sie benutzten den Sonnenhut aber auch für zahlreiche andere Zwecke, insbesondere gegen alle Krankheiten, die mit Infektionen einhergehen.


Sonnenhut

Pflanzenbeschreibung

Den Sonnenhut findet man in Mitteleuropa normalerweise nicht wildwachsend, denn er ist in Nordamerika heimisch. Weil er wegen seiner schönen Blüten gerne als Zierpflanze angepflanzt wird, und das schon seit Jahrhunderten, kommt er hin und wieder verwildert auch in Europa vor.

Die Sonnenhutpflanze hat eine lange Pfahlwurzel, die tief in den Boden hineinreicht. Aus dieser Wurzel sprießt jedes Jahr aufs Neue die Sonnenhutpflanze, denn der Sonnenhut ist eine mehrjährige Staude.

Der dünne Stengel wird zwischen 25 und 120 cm hoch. Er hat kurze Borstenhaare.

Die Blätter sind oval bis oval-lanzettlich, teilweise rauh gesägt. Sie stehen zerstreut am Stengel.

Die großen Blüten stehen einzeln oben auf dem Stengel. Sie blühen den ganzen Sommer über.


Sonnenhut Die Blüten sehen zuerst gar nicht wie richtige Blütenblätter aus, sondern eher wie Stacheln.

Erst nach einer Weile sehen die Blüten wie richtige Blumen aus.

Aus den Blüten entwickeln sich stachelige Samenstände, die an Disteln oder Karden erinnnern.

Weitere Fotos von Sonnenhut...



Anbautipps

Sonnenhut - Echinacea

Der Sonnenhut lässt sich gut im Garten anbauen. Vor allem auf trockenen, sandigen Böden gedeiht er gut.

Da er mehrjährig ist, hat man jedes Jahr wieder Freude an ihm, es sei denn, man erntet die kompletten Wurzelstöcke.

Die Anzucht aus Samen ist nicht ganz einfach, denn der Sonnenhut ist ein Kaltkeimer. Das heißt, dass man die befeuchteten Samen entweder einem Winter oder einer Phase im Kühlschrank aussetzen muss, bevor sie anfangen zu keimen.

Im ersten Anbaujahr ist der Sonnenhut noch recht zaghaft, doch schon im zweiten Jahr schießt er kräftig aus dem Boden und bildet viele Blüten.

Wenn die Pflanzen gut gedeihen, kann man im Herbst die Wurzelstöcke teilen, und den Sonnenhut dadurch vermehren.



Sammeltipps

Sonnenhut - Echinacea

Die Wurzeln des Sonnenhutes werden im Frühjahr oder Herbst geerntet.

Dazu gräbt man sie aus und befreit sie sorgfältig von Erde. Dann werden sie im Schatten an luftiger Stelle getrocknet.

Wenn man das Kraut ernten will, nimmt man die frisch aufgeblühten Pflanzen. Man schneidet die ganzen Pflanzen dicht über dem Boden ab und trocknet sie im Schatten an luftiger Stelle.



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