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| Haupt-Anwendungen: |
Abführmittel, Erkältung, Hautkrankheiten, |
| Heilwirkung: |
abführend, antibiotisch, harntreibend, krampflösend, schweißtreibend, |
| Anwendungsbereiche: |
VolksheilkundeAkne,Bronchialkatarrh, Dermatosen, Ekzem, Erkältung, Fieber, Gastritis, Geschwüre, Harnverhaltung, Hautkrankheiten, Hexenschuss, Mundkrebs, Pest, Prostataerkrankungen, Verdauungsbeschwerden, Verstopfung, Wassersucht, Wunden, Würmer, |
| wissenschaftlicher Name: | Carlina acaulis, Carlina alpina, Carlina grandiflora |
| Pflanzenfamilie: | Korbblütengewächse = Asteraceae |
| englischer Name: | Dwarf carline thistle, Silver thistle |
| volkstümlicher Name: | Eberwurzel, Heustecher, Jägerbrot, Jägerdistel, Juradistel, Karlsblume, Karlsdistel, Nebelpflanze, Regenwurzel, Röhndistel, Silberdistel, Silbersonne, Stengellose Eberwurz, Tschöggli, Wetterdistel |
| Verwendete Pflanzenteile: | Wurzel, Blüte |
| Inhaltsstoffe: | ätherische Öle, Bitterstoffe, Carlinaoxid, Carlinen, Enzyme, Flavonoide, Gerbstoffe, Harze, Inulin, |
| Sammelzeit: | Spätherbst (Pflanze ist geschützt) |
| Nebenwirkungen: | allergische Reaktionen, Durchfall, Erbrechen, Übelkeit |
| Kontraindikation: | Korbblütlerallergie, Schwangerschaft, Stillzeit |
Das in den Wurzeln enthaltene Carlinaoxid ist giftig. Vorsicht bei der inneren Anwendung.
Die frischen jungen Blätter wurde seit der Steinzeit zu einem Gemüse gekocht,
die Blütenböden wie Artischockenböden zubereitet oder roh verzehrt (Jägerbrot)
und die Wurzeln als gekochtes Wintergemüse gegessen.Ein Teil der Heilwirkungen, die der Pflanze in der Volksheilkunde zugeschrieben werden, dürften auf eine Verwechslung mit der Mastixdistel aus dem Mittelmeerraum zurückgehen, die in der Antike geschätzt und beschrieben wurde.
Im Mittelalter als Gegengift und Zaubermittel.
Karl dem Großen soll in einem Traum die Silberdistel als Mittel gegen Pest von einem Engel mitgeteilt worden sein, daher auch der Name Karlsblume oder Karlsdistel. Die Wirkung gegen Pest ist eher sehr gering.
In der Volkstierheilkunde als Mast- und Brunstpulver und in der Käserei zur Milchgerinnung.
Die Silberdistel war Pflanze des Jahres 1997 und wird immer seltener, da die Kalkmagerwiesen verschwinden.
Die Silberdistel ist in großen Teilen von Europa heimisch.
Sie wächst bevorzugt auf Kalk-Magerrasen.
Die ausdauernde Pflanze wird zwischen 10 und 50 Zentimeter hoch.
Die Pfahlwurzeln reichen etwa 1 Meter tief in den Boden.
Im Frühjahr treibt die Wurzel zunächst Blätter aus.
In Bodennähe wächst dann eine Blattrosette.
Die tief spaltigen Blätter sind stachelig gezähnt.
Die Blätter haben eine Länge zwischen 5 und 15 cm.
Die Blüten erscheinen zwischen Juli und September und haben einen Durchmesser von 5 bis 14 cm.
Die Blüten haben silbrige Hüllblätter und weißliche bis rötliche Röhrenblüten.
Wird das Wetter feuchter und damit schlecht, so schliesst sich die Blüte (Wetterdistel).
Aus den Silberdistel-Blüten entwickeln sich bis in den Herbst die Samen.
Samen direkt an den gewünschten Standort aussäen oder im Topf vorziehen.
Ideal für den Steingarten auf kalkigem Boden in voller Sonne.
Wächst in höheren Lagen deutlich besser als in der Ebene, in der Ebene bekommt die sonst stenglose Silberdistel einen langen Stengel.
Die rötliche Wurzel im Herbst ausgraben, reinigen, von Seitenwurzeln befreien, in Stücke schneiden und zügig aber schonend trocknen (Sonne oder Backofen).
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