Schwarzkümmel

(Nigella sativa)


  


Der Schwarzkümmel ist Allheilmittel und eine alte Kulturpflanze, die ihren Ursprung in Ägypten und Westasien hat.

Die kleinen braunschwarzen Samen enthalten viele wertvolle ätherische Öle. Diese Samen werden zu Heilzwecken (Verdauung) und als Gewürz genutzt. Die Samen schmecken scharf und aromatisch.

Aus den Samen wird ein hochwertiges und würziges Öl zu Speisezwecken kaltgepresst, das gut verdaut werden kann, Hormonhaushalt und Immunsystem reguliert. Diese heilsame Öl wird nicht als Heilmittel verkauft, sondern als Nahrungsmittel.



Steckbrief

Haupt-Anwendungen:
Asthma,
Blähungen,
Keuchusten,
Verdauung
Heilwirkung:
anregend,
antibakteriell,
antimykotisch,
antiseptisch,
blutdrucksenkend,
blutzuckersenkend,
entzündungshemmend,
galletreibend,
harntreibend,
menstruationsfördernd,
muttermilchsekretionsfördernd,
schweißtreibend,
verdauungsfördernd,
wurmtötend,
Anwendungsbereiche:
Afterjucken,
Akne,
Allergien,
Asthma,
Blähungen,
Bronchitis,
Diarrhöe,
Durchfall,
Ekzeme,
Frauenleiden,
Gallensteine,
Gallenschwäche,
Gelbsucht,
Immunschwäche,
Insekten,
Keuchhusten,
Koliken,
Krämpfe,
Leberleiden,
Lungenerkrankungen,
Magenbeschwerden,
Magenschmerzen,
Neurodermitis,
Parasiten,
Pilzinfektionen,
Hautpilz,
Psoriasis vulgaris,
Säuremangel,
Schuppenflechte,
Tumore,
Übersäuerung,
Verdauungsbeschwerden,
Würmer,
wissenschaftlicher Name:
Nigella sativa
Pflanzenfamilie:
Hahnenfußgewächse = Ranunculaceae
englischer Name:
Black Caraway, Black cumi
volkstümlicher Name:
Echter Schwarzkümmel, Römischer Kümmel, Schwarzer Coriander, Schwarzkümmel
Verwendete Pflanzenteile:
Samen
Inhaltsstoffe:
Alpha-Pinen, Asparagin, Ätherische Öle, Bitterstoffe, Beta-Amyrin, Campesterol, Cycloartenol, Dithymoquionon, fettes Öl, Gerbsäuren, Harz, Isochinolinalkaloide, Linolensäure, Linolsäure, Myristinsäure, Nigellidin, p-Cymen, Palmitolsäure, Saponine, Sterole, Thymochinon, Triterpensaponine
Sammelzeit:
Juli - September
Nebenwirkungen:
Magen-Darm-Reizungen, lebertoxisch, (bei zu großer Menge)
Kontaktallergie


Anwendung


Tee

1 Esslöffel gemörserte oder gequetschte Samen mit 250 ml kochendem Wasser übergiessen.

15 Minuten ziehen lassen und abseihen. 2x täglich trinken.

Hilft gegen "Jede Krankheit ausser dem Tod"

Kaffee-Zusatz

Etwas gemahlener Schwarzkümmel kann nach orientalischer sitte dem Kaffee zugegeben werden.

Der Kaffee gewinnt an Geschmack und wird heilkräftig.

Öl

Das Öl wird sowohl innerlich als auch als Hautpflegemittel eingesetzt.

Das Öl hilft sowohl bei trockener als auch bei zu fetter Haut.

Da das Öl durch Kaltpressung hergestellt wird, die schwierig ist, sollte man das Öl fertig kaufen.

Insektenschutz

Samen zwischen die Kleidung gelegt vertreibt Motten.

Das Schwarzkümmelöl soll Zecken abschrecken.


Geschichtliches


Der Schwarzkümmel wird im Orient seit tausenden von Jahren genutzt:
  • Universalheilmittel
  • Steigerung der Milchleistung bei Menschen und Kühen.
  • Als Gewürz in Brot, Saucen und zu Fisch und Fleisch.
  • Insektenbekämpfungsmittel z.B. gegen Motten.
  • Asthma-Mittel bei Pferden.
Man sagt: "Schwarzkümmel heilt jede Krankheit ausser dem Tod."


Pflanzenbeschreibung


Die Schwarzkümmel ist in Ägypten und angrenzenden Ländern heimisch.

Kultiviert wird der Schwarzkümmel in Südeuropa, Nordafrika und Westasien.

Er wächst bevorzugt auf durchlässigen und humosen Böden, aber auch auf steinigen Plätzen und Ackern.

Die einjährige Pflanze wird zwischen 5 und 60 Zentimeter hoch.

Die Pflanze wächst aufrecht und hat verzweigte Stengel.

Die Blätter sind 3fach fiederteilig.

Die weißen bis blau-grauen Blüten erscheinen zwischen Juni und August.

Aus den Schwarzkümmel-Blüten entwickeln sich bis zum frühen Herbst die Samen in Balgfrüchten.

Die braunschwarzen Samen sind etwa 2-3 mm groß.


Anbautipps


Saatgut gibt im Baumarkt und Gartencenter, der Anbau im eigenen Garten ist eher schwierig.

Bei dem Kauf des Saatgutes sollte man darauf achten, dass man den echten Schwarzkümmel kauft und nicht die sehr ähnliche Zierpflanze "Jungfer im Grünen" (Nigella damascena).

Aussaat im Frühling aber zunächst nicht düngen.

Der Boden sollte sonnig, durchlässig und humos sein.

Bis zur Samenernte gleichmässig giessen und vorsichtig düngen.



Sammeltipps

Ab- und zu eines der reifen Balgfrüchte öffnen und die enthaltenen Samen kontrollieren.

Die Samen werden geerntet, wenn diese schwarzbraun sind. Die Samen müssen nachgetrocknet werden.

Die Samen werden in Dosen aufbewahrt und erst kurz vor dem Gebrauch zerkleinert, z.B. im Mörser.


Disclaimer: Frage Deinen Arzt oder Apotheker
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