Leicht giftig Saatwucherblume

(Chrysanthemum segetum, Glebionis segetum)


  

Saatwucherblume


Die Saatwucherblume ist eine gelb blühende Pflanze, die einer Margerite ähnelt. Sie war einmal eine weit verbreitete Pflanze, die überall auf den Äckern und in den Getreidefeldern zu finden war.

Weil die Saatwucherblume überall im Mitbewerb zu den Nutzpflanzen stand, wurde im Laufe der Jahrhunderte die Pflanze bekämpft. Erst mit der modernen Landwirtschaft wurde die Pflanze selten und findet sich heute öfters in Ziergärten.

Der Einsatz als Heilpflanze war und ist kaum gebräuchlich, da es wirksamere Pflanzen gibt.



Steckbrief

Haupt-Anwendungen:
Antiseptikum,
Wurmmittel,
Heilwirkung:
antiseptisch,
gerinnungshemmend,
harntreibend,
magenstärkend,
wurmabtreibend
Anwendungsbereiche:
Infektionen,
Magen,
Gelbsucht,
Würmer,
wissenschaftlicher Name:
Chrysanthemum segetum, Glebionis segetum
Pflanzenfamilie:
Korblütler = Asteraceae
englischer Name:
Corn Marigold, Corn Daisy
volkstümlicher Name:
Goldblume, Saat-Margerite, Saatwucherblume, Twölfgrotenblume, Wucherblume
Verwendete Pflanzenteile:
Blätter, frische Triebe, Samen
Inhaltsstoffe:
ätherische Öle, Cumarine
Sammelzeit:
Mai bis Oktober


Anwendung

Saatwucherblume

Es gibt fast keine Aufzeichnungen zur genauen Anwendung.

Samen und getrocknete Blätter wurden in Tees genutzt.

Zeitweise die frischen Triebe als einigendes Gemüse (gegen Würmer?).

Wegen des möglichen Cumarin-Gehalts ist die Pflanze leicht giftig, daher sollte die Pflanze nicht als Gemüse gegessen werden.



Geschichtliches

Vermutlich hat die Saatwucherblume ihren Ursprung im Mittelmeerraum, durch den Getreideanbau und die Dreifelderwirtschaft verbreitete sie sich mit dem Ackerbau in ganz Europa und später in Nordamerika.

Problematisch ist, dass die Saatwucherblume das Getreide und andere Nutzpflanzen überwuchert und erstickt.

Im Mittelalter verbreitete sich die Saatwucherblume so stark, dass lokale Gesetze gegen das gefürchtete Unkraut erlassen wurden um die Ausbreitung zu verhindern. Der Name Twölfgrotenblume enstand aus der Strafe von zwölf Groten, wenn man auf dem Acker die Saatwucherblume gefunden wurde.

Zeitweise wurde die Saatwucherblume auch als Gewürz und Färbemittel genutzt.

Durch modernen Ackerbau und Unkrautvernichtungsmittel findet man die Saatwucherblume im normalen Acker nicht mehr. Sie ist mittlerweile eine der seltenen Pflanzen geworden. Ab- und zu werden kleiner Bestände durch Begrünungs-Ansaaten eingeschleppt.




Pflanzenbeschreibung

Saatwucherblume

Die Saatwucherblume ist in Europa heimisch.

Sie wächst bevorzugt auf kalkarmen Boden.

Die einjährige Pflanze wird bis 20 bis 80 cm hoch.

Die Blätter sind etwas dickfleischig.

Die Saatwucherblume blüht von Mai bis August.

Die gelben Blüten haben einen Durchmesser von 30-55 mm.



Anbautipps

Die Saatwucherblume stellt keine besonderen Ansprüche

Die Aussaat erfolgt im Frühling (April bis Ende Mai).

Der Boden und Gießwasser müssen kalkarm sein, ein feinkrümeliges Saatbett ist von Vorteil und die Bedeckung darf maximal ein halber Zentimeter stark sein.

Man sollte aber darauf achten, dass die Pflanze im Garten sich nicht zu stark ausbreitet und ihrem Namen alle Ehre macht.

Das Saatgut bekommt man im Online-Samenhandel oder ist in einigen Sommerblumen- und Bauerngartenmischungen enthalten.



Sammeltipps

Im Frühjahr die frischen Triebe für Gemüse

Im Frühsommer die Blüten als Färbemittel

Im Herbst die Samen


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