Rettich


  

Rettich


Schon im alten Ägypten wurde der Rettich als heilkräftige Nahrungspflanze geehrt. Die Erbauer der Pyramiden erhielten Rettich, Zwiebeln und Knoblauch als Nahrung, um gesund genug für die harte Arbeit zu sein.

Heute wird der Rettich vorwiegend als Frühlingsgemüse und zusammen mit Bier und Brezeln angeboten.

Hier sollte man zugreifen, denn mit dem Verzehr von Rettich stärkt man seine Gesundheit. Der Stoffwechsel wird angeregt, die Verdauung kommt in Gang und ausserdem wird der Körper mit Vitamin C versorgt.

Bei Husten wirkt der Rettich schleim- und krampflösend.



Steckbrief

Heilwirkung:
antibakteriell,
adstringierend,
blutreinigend,
fungizid,
harntreibend,
krampflösend,
schleimlösend,
Appetitlosigkeit,
Blähungen,
Husten,
Keuchhusten,
Krampfhusten,
Heiserkeit,
Leberschwäche,
Gallenschwäche,
Gallensteine,
Gicht,
Rheuma,
Verstopfung,
Verdauungsschwäche,
Magenschwäche,
Nierensteine,
Vitamin-C Mangel (Skorbut),
Frühjahrsmüdigkeit,
Ischias,
Ödeme,
Wassersucht,
Arteriosklerose,
Krebs (unterstützend, vorbeugend),
wissenschaftlicher Name:
Raphanus sativus
Pflanzenfamilie:
Kreuzblütler = Brassicaceae
englischer Name:
Radish
volkstümliche Namen:
Radi, Bierwurz, Bierrettich, Furzwurzel, Retwurzel
Verwendete Pflanzenteile:
Wurzel, Samen, Blätter
Inhaltsstoffe:
Raphanol, Senföle, Mineralstoffe, Magnesium, Vitamine, Enzyme, Glykobrassicin, Senfölglykoside, Linolensäure, Linolsäure, Bor, Brom, Fluor, Phosphor, Kobalt, Mangan, Schwefel, Zink
Sammelzeit:
Frühling bis Herbst


Anwendung

Rettich

Man kann den Rettich einfach essen. Das ist die einfachste Möglichkeit, den Rettich einzunehmen.

Dazu schneidet man ihn beispielsweise in dünne Scheiben.

Diese Scheiben kann man einfach so essen, dem Salat beifügen oder auf Brot, beispielsweise Quarkbrot legen.

Wenn man die Rettichscheiben salzt, wird der Rettichsaft aus den Scheiben gezogen und die Rettichscheiben schmecken milder. Bei der Salzuzugabe sollte man es jedoch nicht übertreiben und die gesamte Salzmenge berücksichtigen, die man an dem Tag zu sich nimmt.

Der Rettich stärkt zwar die Verdauung, aber da er recht schwer verdaulich ist, ist er bei empfindlichem Magen oder Magenschleimhautentzündung nicht geeignet.

Aus den Blättern kann man einen Tee zubereiten und über den Tag verteilt zwei bis drei Tassen trinken.

Die Samen kann man als Senfsamen-Ersatz nehmen, mahlen, befeuchten und als Senfpflaster auftragen.

Gegen Husten, aber auch bei Nierensteinen kann man Rettich-Sirup löffelweise einnehmen.


Video

In einem Video zeige ich, wie man einen Hustensirup aus schwarzem Rettich herstellt.

Dauer: 1 Min 41 Sek


Bei Youtube anschauen

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Rettichkur

Rettich

Den Rettichsaft kann man als Kur einnehmen.

Dazu reibt man den Rettich fein und presst ihn aus.

Am Anfang trinkt man 100 ml Rettichsaft morgens auf nüchternen Magen. Diese Menge steigert man von Tag zu Tag bis man nach etwa drei Wochen auf 400 ml pro Tag kommt. Anschliessend reduziert man die Menge allmählich wieder, bis man bei 100 ml angekommen ist.

Solch eine Kur kann bei Gicht, Rheuma, Frühjahrsmüdigkeit, Verdauungsschwäche und chronischem Husten oder Keuchhusten helfen. Bei Krebs kann man sie unterstützend zur medizinischen Behandlung versuchen, sofern der Arzt diese Behandlung erlaubt.


Produkttipps:


Siehe auch:

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Pflanzenbeschreibung

Rettich

Der Rettich ist eine Kulturpflanze, die vermutlich aus dem Hederich gezüchtet wurde. Er ist verwandt mit dem Senf, Rüben und den Kohlarten.

Es gibt viele Unterarten des Rettichs, mit roten, rosafarbenen, weissen oder schwarzen Wurzeln. Selbst das Radieschen gehört im weiteren Sinne zu den Rettichen.

Je nach Sorte wird der Rettich im zeitigen Frühjahr gesät. Recht schnell spriessen die ersten Blätter, die sehr rauh sind.

Die Wurzel verdickt sich und wird zum eigentlichen Rettich. Wenn man früh genug gesät hat und das Wetter mild ist, kann man schon zu Ostern die ersten roten Rettiche ernten. Andere Sorten sind erst im Herbst erntereif.

Meist erst nach der Reife der Wurzeln blüht der Rettich mit geblichen, weissen oder violetten Blüten. Die weissen Blüten sind häufig violett gemasert.

In den anschliessend erscheinenden Schoten wachsen Samen heran. Diese Samen kann man als Ersatz für Senfkörner verwenden.


Disclaimer: Frage Deinen Arzt oder Apotheker
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