Leicht giftig Rainfarn


  


Im Spätsommer fällt der Rainfarn mit seinen dunkelgelben, knopfartigen Blüten auf.

An Wegrändern ist er häufig die letzte Blütenzierde des Sommerhalbjahrs.

Der Duft des Rainfarns ist kräftig würzig, aber an ihm scheiden sich die Geister, denn manche Menschen riechen ihn gern und andere meiden diesen Geruch.

Da manche Rainfarne giftig sind, wird er heutzutage kaum noch als Heilpflanze verwendet. Früher war er ein beliebtes Wurmmittel und wurde auch zur Stärkung der Verdauung eingesetzt.



Steckbrief

Heilwirkung:
Achtung! aufgrund der möglichen Giftigkeit nur verdünnt, in Fertigpräparaten oder äusserlich anwenden!

anregend,
harntreibend,
krampflösend,
tonisierend,
Appetitlosigkeit,
Verdauungsstörungen,
Blähungen,
Verdauungs fördernd,
Magenkrämpfe,
Eingeweidewürmer,
Hämorrhoiden,
Rheuma,
Gicht,
Menstruations fördernd,
Quetschungen,
Verstauchung,
Rheuma (äusserlich),
Krampfadern,
Furunkel,
Hautreizungen,
Insekten abwehrend,

wissenschaftlicher Name:
Tanacetum vulgare, Chrysanthemum vulgare
englischer Name:
Tansy
andere Namen:
Gülden Knöpfle, Michelkraut, Rehfarn, Revierblume, Tannkraut, Westenknöpf, Wurmkraut, Wurmsamen
falsche Schreibweisen:
Reinfarn
Verwendete Pflanzenteile:
Blüten, Kraut
Inhaltsstoffe:
Pyrethrin, Thujon, Bitterstoff, Gerbstoff, Kampfer, Bittere Glykoside, Phytosterole, Parthenolid
Sammelzeit:
Juli und August


Anwendung


Achtung!

Da der Rainfarn manchmal giftig ist, sollte man ihn besser nicht oder nur in geringer Dosis innerlich einsetzen.

Vom Rainfarn gibt es offenbar verschiedene Unterarten, von denen einige stark giftig sind. Sogar Todesfälle sind bekannt geworden.

Es ist also Glücksache, ob man an einen ungiftigen oder einen giftigen Rainfarn gerät. Daher ist Vorsicht angeraten.

Auch die Haut kann gereizt und allergisch auf den Rainfarn reagieren.

Früher: Wurmmittel

Früher wurde der Rainfarn vor allem als Mittel gegen Würmer verwendet.

Er treibt angeblich Madenwürmer und Spulwürmer aus.

Da es heutzutage aber zuverlässigere und vor allem ungefährlichere Mittel gegen Würmer gibt, sollte man den Rainfarn nicht für diesen Zweck einsetzen.


Produkttipps:


Äusserlich

Äusserlich kann man den Rainfarn gegen stumpfe Verletzungen, wie Verzerrungen oder Quetschungen anwenden. Auch gegen Gelenkschmerzen soll der Rainfarn helfen.

Dazu wendet man die Blüten oder das blühende Kraut des Rainfarns als Breiumschlag an.

Lausbekämpfung

Früher wurden lausbefallene Haare mehrmals mit einen Tee aus dem Rainfarn gewaschen, um die Läuse zu töten.

Man kann wohl nicht davon ausgehen, dass diese Behandlungsform die Läuse zuverlässig bekämpft, obwohl der Rainfarn bestimmt eine gewisse Wirkung gegen Läuse und Flöhe hat. Bei Lausbefall reicht eine gewisse Wirkung jedoch nicht aus, denn man braucht eine zuverlässige und absolute Wirkung.

Daher sollte man bei Lausbefall die vom Arzt verschriebenen Mittel verwenden.

Insekten-Abwehr

Insekten mögen offenbar den Geruch des Rainfarn nicht und halten sich daher von ihm fern.

Man kann getrocknete Blätter und Blüten des Rainfarns ausstreuen, um Insekten zu vertreiben.



Pflanzenbeschreibung


Der Rainfarn ist in Europa heimisch.

Er wächst bevorzugt an Wegrändern, Wiesen, Waldrändern, Schuttplätzen und lichten Gebüschen.

Häufig kommt er zusammen mit Beifuss vor, denn beide lieben ähnliche Bedinungen.

Der mehrjährige Rainfarn wird bis zu 1,50 Meter hoch, meistens ist er jedoch zwischen 50 Zentimetern und einem Meter gross.

Aus dem Wurzelstock spriessen im Frühjahr meist mehrere Stengel. Diese Stengel verzweigen sich im Allgemeinen erst im oberen Bereich.

Die Blätter stehen wechselständig am Stengel. Sie sind einfach- bis doppelt fiederschnittig und am Rand gezähnt.

Die Blattwedel erinnern ein wenig an die Blätter vom Wurmfarn, was bestimmt ein Grund für den Namen des Rainfarns ist.

Zwischen Juni und September blüht der Rainfarn.

Seine gelben Blüten wachsen in Rispen in Doldenform. Sie sehen aus wie kleine, gelbe Knöpfe, denn sie bestehen ausschliesslich aus Röhrenblüten. Die strahlenartigen Zungenblüten fehlen dem Rainfarn.

Der Rainfarn hat einen kräftigen Geruch, den manche Menschen mögen und andere als abstossend empfinden.


Disclaimer: Frage Deinen Arzt oder Apotheker
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