Stark giftig Oleander


  

Der Oleander ist eine beliebte Zierpflanze, die in Kübeln auf Terassen, vor Geschäften und Cafés stehen, denn seine zahlreichen Blüten sind betörend schön.

Die ganze Pflanze ist jedoch tödlich giftig, weil sie stark wirksame Herzglykoside enthält.

In der Hand des Arztes wird aus dem Gift ein wirksames Herzmittel, das Menschen mit einem schwachen Herzen zu neuer Kraft verhelfen kann.



Steckbrief

Heilwirkung: Achtung! Stark giftig. Nur in verschriebenen Fertigpräparaten oder homöopathisch anwenden.

harntreibend,
schleimlösend,
schweisstreibend,
Herzschwäche,
Herzmuskelentzündung,
Angina Pectoris,
Darmbeschwerden,
Blähungen,
Ekzem,
Parasiten,

wissenschaftlicher Name:Nerium oleander
Pflanzenfamilie:Hundsgiftgewächse = Apocynaceae
englischer Name:Oleander
volkstümliche Namen:Rosenlorbeer
Verwendete Pflanzenteile:Blätter
Inhaltsstoffe:Herz-Glykoside, Oleandrin, Oleanolsäure, Alkaloid, Betulin, Cholin, Flavonglykoside, Rutin, Stigmasterol, Beta-Sitosterol
Sammelzeit:


Anwendung

Achtung! Stark giftig.

Oleander nur in verschriebenen Fertigpräparaten oder homöopathisch anwenden.

Da der Oleander tödlich giftig ist, darf man ihn keinesfalls einfach als Kräutertee anwenden.

In standartisierter Zubereitung kann der Oleander jedoch ein gutes Heilmittel gegen Herzinsuffizienz sein, ähnlich wie der Fingerhut oder das Maiglöckchen.

In homöopathischer Verdünnung

Der Oleander wird auch gerne als homöopathisches Mittel eingesetzt.

Gegen Herzbeschwerden wird er als Urtinktur oder in D1 verwendet. Dreimal täglich kann man 3 bis 15 Tropfen einnehmen.

Hierbei handelt es sich jedoch um eine hochdosierte Anwendung, die vom Arzt zu kontrollieren ist. Eigentlich ist diese Nutzung des Oleanders keine Homöopathie im üblichen Sinne.

Gegen Verdauungsbeschwerden und Hautprobleme kann man den Oleander in D3 bis D12 einsetzen. Dazu nimmt man mindestens dreimal täglich 5 bis 15 Tropfen.


Giftwirkung

Innerliche Vergiftungen mit Oleander kommen selten vor, weil die Oleanderblätter bitter schmecken und daher nicht verlockend auf Kinder wirken.

Wenn es aber doch mal geschehen ist, dass man zuviel Oleander zu sich genommen hat, kommt es zu Übelkeit, Kopfschmerzen und Krämpfen. Zusätzlich kann es zu Herzrhythmusstörungen kommen, die bis zum Herzstillstand führen können.

In einem Vergiftungs-Fall mit Oleander muss sofort ein Arzt gerufen werden. In der Wartezeit sollte man, nach vorheriger absprache mit dem Arzt, den Magen entleeren, beispielsweise durch Trinken von reichlich Salzwasser und Kitzeln im Gaumen, aber natürlich nur, wenn der Vergiftete bei Bewusstsein ist. Nach dem Erbrechen kann man Aktivkohle geben.

Problematisch kann es auch sein, wenn man bei der Pflege des Oleanders Pflanzenteile mit offenen Wunden in Verbindung bringt. Es kann dann zu Reizungen kommen.



Pflanzenbeschreibung

Der Oleander ist Mittelmeerraum und in Asien in wärmeren Gegenden heimisch.

In Mitteleuropa wird Oleander gerne in Kübeln als Zierpflanze angebaut.

In seiner Heimat wird der immergrüne Oleander bis zu fünf Meter hoch. Der Stamm verholzt im Laufe der Zeit.

Die lanzettförmigen Blätter sind ledrig und werden bis zu 15 cm lang. In der Mitte der Blätter verläuft ein ausgeprägter Nerv. Sie wachsen meist in Dreiergruppen quirlförmig um den Stamm herum.

Die attraktiven Blüten erscheinen ab Mitte Juni bis September. Sie wachsen in einer Rispe in Trugdolden-Form.

Die Blüten haben fünf Blütenblätter und sind rot, rosa, weiss oder sogar gelb.

Aus den Blüten entwickeln sich Samenkapseln, die bis zu 15 cm lang werden und die viele Samen enthalten.


Disclaimer: Frage Deinen Arzt oder Apotheker
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