Isländisches Moos


  

Isländisches Moos
Zeichnung: Jonathan Stenger
Das isländische Moos ist eigentlich gar kein Moos, sondern eine Flechte, aber der Name hat sich inzwischen so sehr eingebürgert, dass er wohl dauerhaft bestehen bleiben wird. Die niedrig wachsende Pflanze verzweigt sich geweihartig, was ihr auch den Namen Hirschhornflechte eingebracht hat.

Die Pflanze wächst nicht nur auf Island, sondern auch in anderen Mittelgebirgen und sogar im Flachland, bevorzugt in Heidegebieten.

Der wichtigste Inhaltstoff des isländischen Mooses ist der Schleim, der sich als Tee eingenommen schützend um Schleimhäute legt und dadurch Reizhusten und Entzündungen der Atemwege lindern kann. Auch Reizzustände der Verdauungsorgane können durch das isländische Moos Linderung erfahren.

Ausserdem wirkt das isländische Moos stärkend und fördert den Appetit. Daher wurde es früher häufig gegen Tuberkulose eingesetzt.



Steckbrief

Heilwirkung: antibakteriell,
blutbildend,
blutstillend,
schleimlösend,
tonisierend,
Appetitlosigkeit,
Husten,
Bronchitis,
Reizhusten,
Katarrhe der oberen Luftwege,
Lungenentzündung,
Halsentzündung,
Heiserkeit,
Magenschleimhautentzündungen,
Verdauungsschwäche,
Darmentzündung,
Verstopfung,
Blasenentzündung,
Blasensteine,
Nierenschwäche,
Erschöpfungs- und Schwächezustände,
Nervosität,
Muttermilch bildend,
Wunden,
wissenschaftlicher Name:Lichen islandicus
englischer Name:Moss Icelandic
volkstümliche Namen:Berggraupen, Blutlungenmoss, Brockenmoss, Fiebermoss, Hirschhornflechte, Isländische Flechte, Matzegge, Raspel, Reniterflechte, Purgiermoos
Verwendete Pflanzenteile:Moos
Inhaltsstoffe:Cetrarin, Fumarsäure, Eisen, Schleim, Vitamine, ätherische Öle
Sammelzeit:April bis August



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