Mispel

(Mespilus germanica)


  

Mispel


Die Mispel ist ein mittelkleiner Baum, der schon von den Römern nach Mitteleuropa und in die Klöstergärten gebracht wurde.

Die Früchte sind unbehandelt nicht gerade wohlschmeckend, aber wenn man bis nach dem Frost mit der Ernte wartet, die Früchte einige Wochen lagern lässt und sie dann zu Marmelade verkocht oder Getränke damit zubereitet, entfaltet die Mispel ihre wahren Fähigkeiten.

Der Genuss der Mispel fördert die Verdauung und lindert Entzündungen des Darms. Auch Arteriosklerose kann mit Mispelfrüchten behandelt werden.



Steckbrief

Haupt-Anwendungen:
Darmentzündungen,
Heilwirkung:
entzündungshemmend,
harntreibend,
Anwendungsbereiche:
Verdauungsschwäche,
Gastritis,
Morbus Crohn,
Arteriosklerose,
wissenschaftlicher Name:
Mespilus germanica
Pflanzenfamilie:
Rosengewächse
englischer Name:
Medlar
volkstümlicher Name:
Nispel, Nespoli, Asperl, Aschperln, Dörrlitzen, Dürgen, Dürrlitzen, Hespelein, Hundsärsch, Mispelche
Verwendete Pflanzenteile:
Frücte, Blätter
Inhaltsstoffe:
Pektin, Gerbsäure, Vitamine
Sammelzeit:
Oktober, November


Anwendung

Mispel

Von Mispeln werden in erster Linie die Früchte verwendet.

Diese werden zu Marmeladen verkocht oder zu Säften und Getränken verarbeitet.

Die Mispelfrüchte können zur Förderung der Verdauung genossen werden.

Ausserdem verlangsamen sie Verkalkungsprozesse und können deshalb gegen Arterienverkalkung verwendet werden.

In Russland werden Mispelfrüchte sogar gegen Morbus Crohn eingesetzt.

Die Mispelfrüchte sind bis zum ersten Frost nahezu ungeniessbar. Erst nach Frosteinwirkung und einer mehrwöchigen Lagerung werden die Früchte wohlschmeckend.

Im Rahmen einer Ito-Thermie (Japanische Kräuterwärme) werden die Blätter des Mispelbaums verglüht und in einer Metallhülse am Körper entlang geführt.

Diese Behandlungsart kann man gegen Schmerzen und zur Stärkung der Selbstheilungskräfte anwenden.

Siehe:




Pflanzenbeschreibung


Die Mispel ist in Südeuropa und Kleinasien heimisch. In Mitteleuropa wurde sie schon von den Römern eingebürgert. Später wurde sie häufig in Klostergärten angebaut, aus denen sie entkam und verwilderte.

Der strauchartige Baum wird über vier Meter hoch.

Die dunkelgrünen Blätter sind filzig und länglich geformt. Die Unterseite ist heller als die Oberseite.

Die dekorativen, weissen Blüten erscheinen zwischen Mai und Juni. und

Aus den Mispel-Blüten entwickeln sich bis zum Herbst die Früchte, die etwa fünf Zentimeter gross werden.

Die Früchte ähneln rauhschaligen Äpfeln, aber sie haben am unteren Ende eine Öffnung und mindestens vier abstehende Fasern.

Dieses Ende ist charakteristisch für die Mispel und man kann sie daran gut erkennen.

Wegen dieses Auges wird die Mispel im Saarland auch "Hundsärsch" genannt.



Produkttipps:


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