Melonenbaum / Papaya


  

Papaya


Papayas erinnern an die Tropen und ferne Reisen, wenn man sie im Angebot europäischer Supermärkte entdeckt. Hierzulande erhält man meistens nur die kleinen Papayaarten, die bis zu einem Pfund schwer werden und sie reichen meistens auch nicht an das Aroma frisch geernteter Früchte heran.

Aber sie enthalten fast ebenso reichlich Samen, wie ihre grösseren Geschwister. Und obwohl die meisten Geniesser die Samen wegwerfen, sind diese in gesundheitlicher Hinsicht jedoch fast noch wertvoller als die Früchte.

Die Samen fördern nicht nur die Verdauung, was auch die Früchte können, sondern helfen auch gegen Menstruationsbeschwerden und stärken das Immunsystem.



Steckbrief

Heilwirkung:
Wurzel:
Hauterkrankungen,
Blasenschwäche,
Nierenschwäche,

Blätter:
Entgiftung,
Husten (Rauchen der Blätter),
Pilzinfektionen,

Frucht:
Entgiftung,
Fettsucht,
Verdauungsschwäche,

Samen:
Verdauungsschwäche,
Durchfall,
Darmparasiten,
Pilzinfektionen,
Menstruationsbeschwerden,
Wechseljahrsbeschwerden,
Empfängnisverhütend,
Immunsystem stärkend,
Krebs vorbeugend,

wissenschaftlicher Name:
Carica papaya
englischer Name:
Papaw, Papaya
volkstümlicher Name:
Melonenbaum
Verwendete Pflanzenteile:
Früchte, Samen, Wurzel, Blätter
Inhaltsstoffe:
Papain, Campesterol, Cryptoxanthin, Phenylalanin, Stigmasterol, Vitamin C, Myrosin, Violaxanthin
Sammelzeit:
ganzjährig


Anwendung

Papaya

Die häufigste Anwendung der Papaya ist der Genuss der Frucht.

Man kann sie einfach wie eine Melone essen oder in Fruchtsalaten anmachen. Unreife Früchte werden häufig zu Chutneys verkocht. Man kann sie verwenden wie Zucchinis bzw. Sommerkürbisse.

Die Frucht entgiftet den Körper und hilft beim Abnehmen.

Für medizinische Zwecke kann man auch die Wurzel des Papayabaums einsetzen. Sie hilft gegen Hautkrankheiten und Probleme des Harnapparates.

Die Blätter der Papayapflanze kann man zur Entgiftung als Tee trinken. Gegen Husten kann man die getrockneten Blätter rauchen.

Besonders vielfältig ist die Wirkung der Samen. Gegen Durchfall und Darmparsiten kann man sie kauen. Dieser Einsatzzweck ist vor allem bei Tropenreisen sehr nützlich, denn man kann einfach einige der Papayasamen aufheben und trocknen, damit man sie im Falle eines Reisedurchfalls zur Hand hat. Meist helfen sie prompt.

Ausserdem regen die Papayasamen die Verdauungsorgane an und unterstützen so die problemlose Verdauung der tropischen Speisen.

Sie helfen auch gegen Prämenstruelles Syndrom und Wechseljahrsbeschwerden. Sogar eine empfängnisverhütende Wirkung wird ihnen bei regelmässiger Einnahme nachgesagt. Diese Wirkungen hängen mit einem eventuellen Gehalt an progesteronähnlichen Stoffen zusammen.

Auch das Immunsystem sollen die Papayasamen stärken und sogar gegen Krebs vorbeugen.

Mit einer Pfeffermühle gemahlen kann man die Papayasamen auch als Pfefferersatz benutzen.

Der in Samen, Früchten und Blättern enthaltene Stoff Papain unterstützt nicht nur die Verdauung, sondern macht damit eingeriebenes Fleisch zarter.



Pflanzenbeschreibung

Papaya

Ursprünglich heimisch in Mittelamerika, wird der Papayabaum inzwischen in tropischen Ländern rund um den Globus angebaut.

Es gibt viele Arten von Papayas, bei denen vor allem zwei grundsätzliche Sorten unterschieden werden. Papayas aus Hawaii und Brasilien sind etwa doppelt so gross wie Birnen und wiegen maximal 500 gr. In Mexiko und anderen Gegenden wachsen hingegen grosse Papayas, die 3 bis 5 kg schwer werden. In europäischen Supermärkten erhält man vorwiegend die kleineren Papayas aus Hawaii und Brasilien.

Die Papayapflanze ist ein palmenähnlicher Baum, deren kleine Sorten zwischen zwei und drei Meter hoch werden. Die grossen Sorten werden bis zu acht Meter hoch.

Sie haben einen geraden Stamm ohne verzweigende Äste oder Zweige.

Am oberen Ende des Stammes wachsen die grossen, gelappten Blätter, die an Feigenblätter erinnern, aber noch grosser werden, nämlich bis zu 70 Zentimeter im Durchmesser.

In den Blattachseln spriessen die weissen Blüten. Es gibt weibliche, männliche und zweigeschlechtliche Blüten. An machen Bäumen wachsen nur männliche, an anderen nur weibliche und an wieder anderen Pflanzen beide Arten von Blüten. Die Papayapflanzen können ihr Geschlecht sogar wechseln.

Aus den befruchteten weiblichen Blüten entwickeln sich die Papaya-Früchte.

Sie haben birnenartige Form und haben eine gelbe oder gelbgrün gescheckte Farbe.

Ihr Fruchtfleisch ist gelblich bis dunkelorange und erinnert geschmacklich an Melonen, aber mit einen speziellen Papaya-Aroma.

In der Mitte der Früchte befinden sich hunderte von schwarzgrauen, runzligen Samen, die meist von einer Galertschicht umgeben sind. Diese Kerne kann man aus der Frucht löffeln, mit einem Küchentuch abrubbeln und trocknen lassen.

Papayabäume tragen schon im ersten Jahr die ersten Früchte und werden im Normalfall bis zu fünf Jahre alt.


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