Meisterwurz
Sie war hochverehrt und wurde nicht nur für medizinische Zwecke, sondern auch als Zauberwurzel eingesetzt. Später geriet die Meisterwurz in Vergessenheit, möglicherweise, weil man sie so leicht mit anderen Doldenblütlern verwechseln kann. Erst als Hildegard von Bingen und ihre Kräutermedizin wiederentdeckt wurde, stieg auch wieder das Interesse an der Meisterwurz, die von Hildegard sehr geschätzt wurde. Steckbrief
AnwendungDie Meisterwurz kann man ähnlich einsetzen wie die Angelika.Man kann einen Tee kochen oder sie als Tinktur verwenden. Auch einen Wein kann man mit der Meisterwurz aufkochen und ihn dann gegen verdorbenen Magen einnehmen. PflanzenbeschreibungDie Meisterwurz wächst in den Alpen, Pyrenäen und anderen Gebirgen Mitteleuropas.Sie gehört zur Familie der Doldenblütler und ähnelt der Engelwurz. In der Antike am Mittelmeer war die Meisterwurz gänzlich unbekannt, das deutet darauf hin, dass sie dort nie wuchs. In Mitteleuropa hat sie sich hingegen stark verbreitet, wohl weil sie im Mittelalter in vielen Gärten angebaut wurde und dann verwildert ist. Sie bevorzugt Bachufer und feuchte Wiesen, um zu wachsen. Auch an Stellen, wo der Schnee im Frühling noch lange liegen bleibt, gedeiht die Meisterwurz gut. Die Meisterwurz wird bis zu 90 cm hoch. Sie hat eirunde, dreilappige Blätter, die an der Spitze eingekerbt sind. Ihre Blüten sind platte, weisse oder zartrosa Dolden, die im Juli wachsen.
Achtung! Bei Menschen mit empfindlicher Haut,
kann der Kontakt mit der Meisterwurz Wiesendermatitis auslösen.
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