Leicht giftig Kreuzdorn


  


Der Kreuzdorn lockt im Herbst mit seinen schwarzen Beeren, die jedoch nicht zum Naschen geeignet sind, sondern eine abführende Wirkung haben.

Schon Dioskurides kannte und empfahl den Kreuzdorn und seine Brüder.

Die Volksheilkunde verwendet den Purgierkreuzdorn, wie er häufig genannt wird, auch für andere Zwecke ausser Verstopfung. Beispielsweise soll er gegen Rheumatismus, niedrigen Blutdruck und Wasseransammlungen hilfreich sein.



Steckbrief

Heilwirkung:
leicht giftig!,
blutreinigend,
harntreibend,
Verstopfung,
Rheuma,
Gicht,
Kreislauf anregend,
Blutdruck steigernd,
Ödeme,
Blutungen,
Ekzeme,
Hautausschläge,
wissenschaftlicher Name:
Rhamnus catharticus, Rhamnus cathartica
englischer Name:
Buckthorn
volkstümlicher Name:
Purgierkreuzdorn, Echter Kreuzdorn, Amselbeere, Chelgerli, Färberbeere, Hexendorn, Hirschdorn, Kreuzbeere, Purgierdorn, Schyssbeeri, Wegdorn
Verwendete Pflanzenteile:
Früchte
Inhaltsstoffe:
Anthrachinon-Verbindungen, Glykoside, Flavonglykoside
Sammelzeit:
September und Oktober


Anwendung

Abführmittel

Aus den getrockneten, reifen Beeren kann man einen Tee zubereiten. Dazu übergiesst man zwei Teelöffel Beeren mit einem Viertelliter kochendem Wasser und lässt den Aufguss 10 Minuten ziehen.

Man kann die Beeren auch als Mus oder unbearbeitet essen.

Als mildes Abführmittel brauchen Erwachsene 10 bis 20 Beeren.

Achtung!

Abführmittel sollte man nicht über einen längeren Zeitraum einnehmen, weil die Stuhlträgheit dadurch chronisch werden kann. Ausserdem kann es zu Wassermangel und Mineralstoffmangel kommen.

Stattdessen besser die Ernährung mit mehr Ballaststoffen anreichern.

Schwangere sollten den Kreuzdorn nicht verwenden!

Andere Einsatzzwecke

Die Volksheilkunde setzt den Kreuzdorn auch gegen Rheumatismus und Gicht ein.

Niedriger Blutdruck soll angeregt werden und Wasseransammlungen ausgeschwemmt.

Auch gegen chronische Hautausschläge und Ekzeme soll der Kreuzdorn helfen, vermutlich aufgrund der erhofften Reinigungswirkung durch die Anregung der Verdauung und die blutreinigende Wirkung.



Pflanzenbeschreibung


Der Purgierkreuzdorn ist in europa, Afrika und Asien heimisch.

Der Strauch wird bis zu drei Meter hoch.

An seinen Zweigspitzen trägt er lange Dornen, die ihm seinen Namen eingebracht haben.

Die Blätter sind sind eiförmig und glänzend. Sie haben vertiefte Blattnerven.

Aus den unscheinbaren Blüten entwickeln sich fast schwarze runde Beeren in Erbsengrösse.


Produkttipps:


Sammeltipps

Ab August bis Oktober kann man die voll ausgereiften Beeren sammeln.

Unreife, grüne Beeren sollte man nicht sammeln und verwenden, denn diese sind giftig und können zu Bauchschmerzen führen.

Die gesammelten, reifen Beeren trocknet man möglichst zügig entweder an der Sonne oder mit künstlicher Wärme, wenn die Sonnentrocknung nicht möglich ist.


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