Kirschbaum


  

Leckere Kirschen kennt fast jeder, sind sie doch ein süsses Symbol des Hochsommers.

Die schönste Zeit des Frühlings wird durch die zauberhaften Kirschblüten eingeläutet, die in Japan ganze Volksscharen in die Parks locken.

Kirschen sind nicht nur wohlschmeckend, sondern auch gesund und regen den Stoffwechsel an.

Dass aber auch die Stiele der Kirschen eine Heilwirkung haben, denn sie können Husten lindern, weiss kaum jemand. Wenn man das zum ersten Mal erfährt, muss man unwillkürlich an die zahlreichen Kirschstiele denken, die man im Laufe seines Lebens achtlos fortgeworfen hat.



Steckbrief

Heilwirkung: adstringierend,
blutbildend,
harntreibend,
Husten,
Fieber,
Durchfall,
Ödeme,
Nervosität,
wissenschaftlicher Name:Cerasus vulgaris, Prunus cerasus, Cerasus avium, Prunus avium
Pflanzenfamilie:Rosengewächse = Rosaceae
englischer Name:Cherry
volkstümliche Namen:Vogelkirsche, Süsskirsche, Sauerkirsche, Weichselkirsche, Morellen
Verwendete Pflanzenteile:Früchte, Kerne, Stiele
Inhaltsstoffe:Alantoin, Amygdalin, Asparagin, Vitamin C, Cyanidin, Methylsalicylat,
Sammelzeit:Juni und Juli


Anwendung

Kirschen

Die häufigste Anwendung der Teile des Kirschbaums ist natürlich das Essen der Früchte.

Sie enthalten Vitamine und sekundäre Pflanzenwirkstoffe, aber nur wenig Fett und Eiweiss, was sie als Diätfrucht geeignet macht.

Der Genuss der Früchte regt Verdauung und Harnorgane an und stärkt den Stoffwechel.

Herz- oder Magenkranke können die Kirschen als Kompott essen, dann sind sie leichter verdaulich und es kommt auch nicht zu Blähungen, die das Zwerchfell nach oben drücken könnten.

Kirschstiele

Die Stiele der Kirschen helfen, als Tee zubereitet, gegen hartnäckigen Husten. Der Schleim in den Atmungsorganen wird gelöst und kann leichtert abgehustet werden.

Ausserdem kann man Kirschstiel-Tee gegen Blutarmut verwenden.

Kirschkerne

Die getrockneten Kerne der Kirschen kann man mahlen und zusammen mit Wein einnehmen.

Sie stehen in dem Ruf, Nieren- und Blasengries lösen zu können.

Harz

Das Harz, das nach dem Beschneiden von Kirschbäumen ausfliesst, kann man in Wein einlegen oder als Tinktur zubereiten.

Man kann diese Zubereitungen gegen chronischen Husten einnehmen.



Pflanzenbeschreibung

Es gibt mehrere Arten von Kirschbäumen, die Sauerkirsche, die fast nur kultiviert vorkommt, die Süss- oder Vogelkirsche, deren wilde Form mit kleinen Früchten es immer noch in lichten Wäldern gibt und die als kultivierte Form in Gärten dicke, süsse Früchte trägt.

Kirschbäume werden bis zu 20 m hoch.

Je nach Gegend erscheinen die weissen Blüten im April oder Mai. Die Blüten haben fünf Blütenblätter und umhüllen oft die ganzen Zweige des Baumes mit duftigem Weiss.

In Japan ist die Zeit der Kirschblüte ein wichtiges Volksfest und auch andernorts gilt die Kirschblüte als Beginn des Frühlings.

Gegen Ende der Blütezeit entfalten sich auch immer mehr Blätter, die spitz-oval sind.

Die Kirschen sind im Juni oder Juli reif und hängen hell- oder dunkelrot meist in Zweiergruppen von den Zweigen.


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