Hopfen


  


Der Hopfen ist den meisten wohlvertraut vom Biertrinken. Er ist derjenige, der das Bier so herb macht.

Außerdem ist er teilweise für die beruhigende Wirkung des Biers verantwortlich.

Er ist eine Kletterpflanze mit zackigen Blättern und hübschen grüngelben Zapfen, die das Typische am Hopfen sind. Diese Zapfen werden auch in der Heilkunde verwendet.

Wo der Hopfen angebaut wird, rankt er sich an bis zu sieben Meter hohen Rankgestellen hoch, die der Landschaft, beispielsweise der Holledau ein typisches Aussehen verleihen.



Heilkräuter Hausapotheke


Heilkräuter Hausapotheke als Kindle-Ebook.

Die wichtigsten Heilpflanzen für die Anwendung zu Hause.
Ein Kindle-Ebook von Eva Marbach, der Autorin dieser Heilkräuter-Webseite.



Steckbrief

Heilwirkung:
antibakteriell,
beruhigend,
blutreinigend,
entzündungshemmend,
schmerzstillend,
tonisierend,
Fieber,
Nervöse Magenbeschwerden,
Magenkrämpfe,
Darmkrämpfe,
Verstopfung,
Blasenentzündung,
Blasensteine,
Nervöse Herzbeschwerden,
Herzklopfen,
Nervöse Unruhe,
Schlafstörungen,
Migräne,
Angstzustände,
Wechseljahrsbeschwerden,
Menstruationsstörungen,
Muttermilch fördernd,
Haarausfall,
Wunden,
Furunkel,
wissenschaftlicher Name:
Humulus lupulus
Pflanzenfamilie:
Hanfgewächse = Cannabaceae
englischer Name:
Hops
volkstümliche Namen:
Hoppen, Hopf, Hecken-Hopfen, Weiden-Hopfen
Verwendete Pflanzenteile:
Fruchtzapfen bzw. Ähren
Inhaltsstoffe:
Hopfenbitter (stickstoffrei), Humulon, Humulen, Lupulon, Lupulin, ätherisches Öl, Gerbsäure, Harze, Campesterol, Stigmasterol, Beta-Sitosterol, Eugenol, Farnesol, Isovalerinsäure,
Sammelzeit:
Spätsommer
Fotos vom Hopfen


Anwendung


Vom Hopfen werden ausschliesslich die Ähren (Zapfen) der weiblichen Pflanzen verwendet.

Sie wirken beruhigend und aufgrund ihrer speziellen Bitterstoffe bakterientötend.

Man kann den Hopfen als Tee oder Tinktur einnehmen. Auch als Dragess wird er im Handel oft angeboten.

Tee

Für einen Hopfentee übergiesst man einen Teelöffel Hopfenzapfen mit kochendem Wasser und lässt den Tee fünf bis zehn Minuten ziehen.

Danach abseihen und in ruhiger Umgebung in kleinen Schlucken trinken.

Beruhigende Wirkung

Hopfen ist ein wichtiger Bestandteil der meisten Beruhigungstees.

Er schmeckt etwas bitter, entspannt und hilft beim Einschlafen.

Siehe:

Verdauungsystem

Aufgrund seiner entspannenden Eigenschaften und der Bitterstoffe ist der Hopfen geeignet, nervöse Verdauungsbeschwerden zu lindern.

Ausserdem wird die Verdauung angeregt.

Phyto-Östrogene gegen Wechseljahrsbeschwerden

Da Hopfen Phytohormone enthält, die dem Östrogen ähneln, kann man Hopfen gegen Wechseljahrsbeschwerden verwenden, denn sie gleichen das schwindende Östrogen etwas aus.

In der Anfangsphase der Wechseljahre besteht jedoch eher ein Progesteron-Mangel und dadurch ein relativer Östrogen-Überschuss. Daher ist in dieser Phase der Hopfen eher ungeeignet, um die anfänglichen Wechseljahrsbeschwerden zu lindern. Stattdessen kann man Mönchspfeffer, Schafgarbe oder Frauenmantel einsetzen.

Auch wenn man ausserhalb der Wechseljahre unter Östrogenmangel leidet, kann man Hopfen-Tee trinken.

Die östrogenähnlichen Stoffe des Hopfens sorgen im Übermass genossen jedoch für eine Zunahme des Bauchumfangs (Bierbauch). Daher sollte man den Hopfen bei Neigung zum dicken Bauch eher sparsam einsetzen.


Produkttipps:





Pflanzenbeschreibung


Der Hopfen ist in Europa heimisch.

Als Wildpflanze wächst er bevorzugt an stickstoffreichen Standorten mit ausreichend Feuchtigkeit. Man findet ihn vor allem an Waldrändern, Lichtungen und Gebüschen.

Der wilde Hopfen kommt nicht sehr häufig vor, aber dort wo er wächst, steht er meist in kleinen Gruppen.

In einigen Gegenden Deutschlands wird Hopfen im grossen Stil angebaut, beispielsweise in der Hallertau in Bayern. Dort wird er an sieben Meter hochen Gestellen gezogen.

Hopfen ist zweihäusig, das heisst, es gibt unterschiedliche weibliche und männliche Pflanzen. Zum Bierbrauen und als Heilpflanze werden nur die unbefruchteten Ähren, auch Dolden oder Zapfen genannt, der weiblichen Pflanzen verwendet.

Das Blattwerk und die Stengel wachsen jedes Jahr neu, nur die Wurzeln überwintern.

Im Frühling treibt der Stengel aus und rankt sich im Laufe des Sommers bis zu sieben Meter lang an Pflanzen oder Gestellen hoch.

Die Form der Blätter erinnert ein wenig an Weinblätter, aber die Ränder sind zackiger als die der meisten Weinreben. Die Blätter sind gelappt und etwa handgross.

Im Juli und August blüht der Hopfen. Die männlichen Blüten sind klein, zahlreich und hängen in Trauben. Die weiblichen Blüten sind grösser und entwickeln sich zu Ähren, die von den Hopfenbauern "Dolden" und vom Volksmund "Zapfen" genannt werden.

Mehr Fotos vom Hopfen...


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