Goldmelisse


  

Die Goldmelisse ist als Zierpflanze aus Nordamerika in unsere Gärten eingewandert.

Man kann einen wohlschmeckenden Haustee aus dem Kraut der Goldmelisse zubereiten. Auch als Gewürz kann man sie verwenden.

Der Tee der Goldmelisse wirkt leicht beruhigend und hilft gegen Übelkeit und Husten.

Äusserlich angewandt kann man ihn zur Wundbehandlung einsetzen.



Steckbrief

Heilwirkung: anregend,
beruhigend,
harntreibend,
schleimlösend,
schweisstreibend,
Husten,
Bronchitis,
Fieber,
Erkältung,
Magenschwäche,
Blähungen,
Übelkeit,
Würmer,
Kopfschmerzen,
Migräne,
Schlaflosigkeit,
Menstruation regelnd,
Wechseljahrsbeschwerden,
Wunden,
Schlecht heilende Wunden,
Hautreizend,
wissenschaftlicher Name:Monarda didyma
Pflanzenfamilie:Lippenblütler = Lamiaceae
englischer Name:Monarda
volkstümliche Namen:Indianernessel, Monarde, Pferdeminze, Riesenbalsam, Scharlach-Indianernessel
Verwendete Pflanzenteile:Kraut, Blüten
Inhaltsstoffe:Ätherische Öle, Thymol, Carvacrol, Cymen, Geraniol, Linalol, Camphene, Gerbsäure, Gerbstoffe, Bitterstoffe, Beta-Sitosterol, Valeriansäure
Sammelzeit:Juni bis September


Anwendung

Die Goldmelisse kann man für Heilzwecke und zum Genuss anwenden. Da sie ähnliche ätherische Öle enthält wie der Thymian ist auch ihr Wirkungsspektrum ähnlich wie Thymian, wenn auch milder.

Tee

Zur Zubereitung eines Goldmelissen-Tees übergiesst man einen bis zwei Teelöffel des frischen oder getrockneten Krauts oder der Blüten oder Blätter mit einer Tasse kochendem Wasser.

Lass den Tee fünf bis zehn Minuten ziehen und seih ihn dann ab.

Atmungsorgane

Goldmelissen-Tee hilft gegen Husten und Erkältung.

Er löst den Schleim und befreit den Atem.

Da die Goldmelisse schweisstreibend wirkt, hilft sie auch gegen Fieber.

Verdauungsorgane

Die Goldmelisse stärkt die Verdauung und lindert Blähungen.

Man kann auch Übelkeit damit behandeln.

Nervensystem

Tee aus Goldmelisse hilft gegen Kopfschmerzen und Migräne.

Er hilft auch gegen Einschlafstörungen.

Frauenheilkunde

Da die Goldmelisse eine Substanz enthält, die dem Östrogen ähnelt, kann man sie zur Regulierung des Menstruationszyklus und gegen Wechseljahrsbeschwerden einsetzen.

Äusserlich

In hoher Konzentration wirkt die Goldmelisse hautreizend, als normal konzentrierter Tee fördert sie jedoch die Durchblutung der Haut.

Man kann den Goldmelissen-Tee als Waschung, Umschlag oder für Teilbäder nehmen und damit schlecht heilende Wunden behandeln.

Genuss-Tee

Der Goldmelissen-Tee ist wohlschmeckend und wird daher auch gerne als Haustee getrunken.

Küchengewürz

Aufgrund des würzigen Geschmacks der Goldmelisse kann man sie auch als Gewürz in der Küche verwenden.

Man kann sie überall dort einsetzen, wo man auch Thymian oder Minze benutzen kann, beispielsweise in Salat, Gemüsegerichten und Fleischgerichten.


Geschichtliches

Die Oswego-Indianer in Nordamerika tranken Tee aus der Goldmelisse zum Genuss und als Heiltrunk gegen verschiedene Beschwerden.

Als die weissen Kolonialherren nach der Boston-Tea-Party 1773 vorübergehend keinen Schwarztee hatten, begannen auch sie Tee aus der Goldmelisse zu trinken.

In Europa wurde die Goldmelisse später als Zierpflanze eingeführt.




Pflanzenbeschreibung

Die Goldmelisse ist in Nordamerika heimisch, was ihr im deutschsprachigen Raum auch den Namen "Indianernessel" eingebracht hat.

Weil sie sehr attraktive rote Blüten hat, wurde die Goldmelisse in europäischen Gärten eingeführt.

Sie bevorzugt feuchten aber gut drainierten Boden und ist auch mit Halbschatten zufrieden, wenngleich ihr volle Sonne lieber ist.

Die mehrjährige Pflanze wird bis zu 1,50 Meter hoch. Der Stengel hat einen viereckigen Querschnitt.

Die eiförmig, spitzen Blätter der Goldmelisse wachsen gegenständig am Stengel. Am Rand sind die Blätter leicht gezähnt.

Zwischen Juni und September blühen die roten Blüten am oberen Ende der Stengel.

Nach und nach entfalten sich rote Lippenblüten und geben der Indianernessel ein unverwechselbares Aussehen.


Anbautipps

Normalerweise wird die Goldmelisse durch Ausläufer des Wurzelstocks vermehrt.

In der Praxis hat das zur Folge, dass man die Goldmelisse meistens als fertige Pflanze erhält.

Diese Pflanzen kann man ins Freiland pflanzen. Der Boden sollte gut entwässert werden, damit sich keine Staunässe bildet, aber die Goldmelisse braucht dennoch viel Wasser.

Am besten pflanzt man die Goldmelisse an einen sonnigen Standort, aber sie kommt auch mit Halbschatten klar.

Die Goldmelisse ist winterhart und als Staude sehr langlebig.


Sammeltipps

Während der Blütezeit kann man entweder die Blüten oder das ganze oberiridische Kraut abschneiden.

Wenn man das ganze Kraut erntet, dann kann man es zu Sträussen bündeln und kopfüber an einem schattigen, luftigen Ort aufhängen.

Wenn man die Blüten sammelt, legt man sie auf einen mit Gaze bespannten Rahmen oder auf ein Stück Küchentuch und lässt sie an einem schattigen Ort trocknen.


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