Geissraute


  

Geißraute


In Auwäldern und an Flussufern findet man die rosane Geissraute oft verwildert. In Gärten und auf Feldern wird sie heutzutage seltener angebaut als früher.

Die Geissraute ist eine alte Heil- und Futterpflanze.

Sie wurde früher häufig zur Steigerung der Milchproduktion bei stillenden Frauen eingesetzt.

Heutzutage wird die Geissraute vorwiegend wegen ihrer blutzuckersenkenden Wirkung geschätzt, aber diese Wirkung ist bislang nicht gesichert und daher mit Vorsicht zu geniessen.



Steckbrief

Haupt-Anwendungen:
Fördert die Milchbildung,
Heilwirkung:
antibiotisch,
harntreibend,
schweisstreibend,
Anwendungsbereiche:
Fieber,
Blasenentzündung,
Blutzucker senkend,
Diabetes,
wissenschaftlicher Name:
Galega officinalis, Accoromba tricolor, Callotropis tricolor, Galega bicolor
Pflanzenfamilie:
Hülsenfrüchtler = Fabaceae
englischer Name:
Goats Rue
volkstümliche Namen:
Bockskraut, Fleckenkraut, Geissklee, Pockenraute, Suchtkraut, Ziegenraute
Verwendete Pflanzenteile:
Blühendes Kraut
Inhaltsstoffe:
Galegin, Galuteolin, Bitterstoffe, Phytosterole, Flavonoide, Gerbstoffe, Saponine, Allantoin, Kaempferol
Sammelzeit:


Anwendung

Geißraute

Die häufigste Art, Geissraute anzuwenden ist der Tee.

Tee

Für einen Geissraute-Tee übergiesst man ein bis zwei Teelöffel Geissraute mit einer Tasse kochendem Wasser und lässt ihn zehn Minuten ziehen.

Anschliessend abseihen und in kleinen Schlucken trinken.

Von diesem Tee trinkt man ein bis drei Tassen täglich.

Wie bei allen stark wirksamen Heilkräutern sollte man nach sechs Wochen Daueranwendung eine Pause einlegen und vorübergehend einen anderen Tee mit ähnlicher Wirkung trinken. Anschliessend kann man wieder sechs Wochen lang Geissraute-Tee trinken. Durch die Pause werden eventuelle unerwünschte Langzeitwirkungen verhindert und die erwünschte Geissraute-Wirksamkeit bleibt erhalten und lässt nicht durch Gewöhnung nach.

Milchbildungs-Tee

Die milchfördernde Wirkung der Geissraute ist schon seit langer Zeit bekannt und wurde auch in letzter Zeit durch medizinische Studien bestätigt.

Sogar der Gattungsname der Geissraute deutet auf die Förderung der Milchbildung hin. Das griechische "gala" kommt von "Milch" und "agein" von "treiben".

Die Erhöhung der Milchmenge macht sich vor allem in den ersten Tagen nach der Geburt bemerkbar.

Die Geissraute hilft also in Fällen, in denen die Milchbildung nur schwer in Gang kommt.

Geißraute


Blutzucker Senkung

Die blutzucker senkende Wirkung der Geissraute wird erst in letzter Zeit aufmerksamer wahrgenommen.

Daher ist die Geissraute in manchen Tees für die begleitende Diabetiker-Behandlung enthalten.

Die senkende Wirkung auf den Blutzucker ist jedoch noch nicht medizinisch untersucht. Daher sollte man sich keinesfalls auf die blutzuckersenkende Wirkung der Geissraute verlassen.

Bei der Diabetes-Behandlung sollte man sowieso seinen Blutzuckerspiegel im Auge behalten und pflanzliche Mittel nur als Ergänzung verwenden. Zur Senkung des Insulin-Bedarfs oder des Bedarfs an blutzuckersenkenden Medikamente kann man Heilpflanzen jedoch einsetzen, vor allem auch in Kombination mit körperlicher Bewegung und einer ausgewogenen Ernährung.

Futterpflanze

Früher wurde die Geissraute gerne als Futterpflanze für Weidetiere angebaut.

Die Geissraute kann als Futter jedoch giftig wirken, im Extremfall sogar tödlich, sodass sie heutzutage nicht mehr als Futterpflanze verwendet wird.



Pflanzenbeschreibung

Geißraute

Die Geissraute ist in Europa und Asien heimisch.

Früher wurde die Geissraute häufig als Heil-, Futter- und Zierpflanze angebaut. Aus den Gärten entkam die Geissraute oft und ist daher auch häufig verwildert zu finden.

Die Geissraute wächst bevorzugt in Auwäldern, auf Wiesen und an den Ufern von Bächen und Flüssen. Sie liebt feuchten und lehmhaltigen Boden.

Die mehrjährige Pflanze wird bis zu einen Meter hoch.

Sie hat dicke Wurzeln, die einer Rübe ähneln. Aus dieser Wurzel treiben im Frühjahr Stengel mit Riefen aus.

Die unpaarig gefiederten Blätter stehen wechselständig an den Stengeln. Die Einzelblätter sind schmal und zwei bis vier Zentimeter lang.

Die rosaweissen Blüten blühen im Sommer und stehen in kerzenartigen Trauben. Wie bei vielen Hülsenfrüchtlern sind die Blüten asymetrisch geformt.

Aus den Blüten entwickeln sich schotenartige Hülsen, die bräunliche, bohnenförmige Samen enthalten.


Produkttipps:


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