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| Heilwirkung: |
Achtung! Stark giftig. Nur in verschriebenen Fertigpräparaten oder homöopathisch anwenden.
Herzschwäche, |
| wissenschaftlicher Name: | Digitalis purpurea |
| Pflanzenfamilie: | Braunwurzgewächse = Scropholariaceae |
| englischer Name: | Foxglove |
| volkstümliche Namen: | Fingerpiepen, Handschuhkraut, Potschen, Waldglocke, Waldschelle |
| Verwendete Pflanzenteile: | Blätter |
| Inhaltsstoffe: | Digitalis-Glykoside, Digitoxin, Herzaktivierende Glykoside, Acetylcholin, Cholin, Gallussäure, Gitaloxigenin, Gitoxin, Inositol, Saponine, Schleim |
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Achtung! Stark giftig.
Fingerhut nur in verschriebenen Fertigpräparaten oder homöopathisch anwenden. |
Bei Herzschwäche sind Produkte aus dem Fingerhut, die sogenannten Digitalispräparate, die Mittel der Wahl, auch in der Schulmedizin.
Die Pflanze ist jedoch so giftig, dass sie auf keinen Fall im Rahmen einer Selbstmedikation angewendet werden sollte. Schon der Verzehr von zwei Blättern kann zum Tode führen!
Selbst bei bestimmungsmässiger Einnahme von Fertigpräparaten kann es häufig zu Vergiftungserscheinungen kommen, weil die therapeutische Breite des Fingerhutes sehr schmal ist. Die "therapeutische Breite" ist die Dosierungshöhe, in der ein Mittel heilkräftig wirkt, aber noch nicht schädlich ist. Die herzwirksamen Digitalisglykoside fangen erst bei einer relativ hohen Dosis an zu wirken, die ziemlich dicht an einer giftigen Dosis ist.
Vergiftungen durch die offizielle Einnahme von Digitalispräparaten kommen daher auch relativ oft vor, im Gegensatz zu Vergiftungen durch den Genuss der wilden Pflanze, denn die Blätter schmecken bitter und nicht gerade verlockend.
Leichte Vergiftungszeichen durch Digitalisglykoside sind das Gelbsehen und andere Sehstörungen. Bei schwereren Vergiftungen kommt es zu Herzrhythmusstörungen, Durchfall, Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, blaue Lippen, Atemnot und schliesslich Herzstillstand.
Im Fall einer Vergiftung durch Verzehr von Pflanzenteilen müssen sofort Magen und Darm entleert werden, am besten in einer Klinik durch Magen auspumpen. Falls eine Klinik nicht so schnell erreichbar ist, kann es helfen, reichlich medizinische Kohle zu geben, damit die giftigen Stoffe aufgesaugt werden. Auch ein starker Kaffee kann hilfreich wirken.
Abkochungen der Fingerhutblätter können als Umschlag angewandt die Heilung von Wunden fördern.
Der Fingerhut ist in Europa heimisch.
Er bevorzugt kalkfreie Böden wächst vor allem auf Waldlichtungen, an Waldrändern und auf Kahlschlägen. Auch in Gärten wird er oft als Zierpflanze angebaut.
Die zweijährige Pflanze bildet im ersten Jahr eine Blattrosette mit grossen spitzovalen Blättern aus.
Im zweiten Jahr treibt ein bis zu zwei Meter hoher Stengel aus der Pfahlwurzel, der kleine wechselständige Blätter trägt.
Die purpurroten Blüten hängen an einer Seite des Stengels und bilden eine Art Kerze.
Die einzelnen Blüten haben die Form eines Fingerhutes, was der Pflanze auch den Namen gab.
Sie kommen auch in weiss vor.
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