Fenchel
Schon seit Jahrtausenden ist die Anwendung des Fenchels in der Heilkunde in vielen Teilen der Welt verbreitet.
Selbst in der altchinesischen Heilkunde wurde der Fenchel bereits sehr geschätzt.
Der Fenchel bietet uns gleich drei seiner Teile zum Benutzen an. Seine samenähnlichen Früchte und die Wurzel werden in der Heilkunde vor allem bei Husten und Blähungen eingesetzt. Die fleischige Knolle kann man als Gemüse essen. Beide haben diesen typischen Fenchelgeruch bzw. Geschmack, durch den der Fenchel bei einigen beliebt und bei anderen sehr unbeliebt ist.
Steckbrief
Anwendung
Die Samen und auch die Wurzel vom Fenchel wird besonders gern in Tees gegen Blähungen und Husten eingesetzt.
Durch seinen aromatischen Wohlgeschmack wirkt er nicht nur gegen die Beschwerden, sondern bereichert den Tee auch geschmacklich. Blähungs-TeemischungZutaten: Anleitung:
MilchbildendWie der Anis fördert der Fenchel die Milchbildung bei stillenden Müttern.Einreibung gegen BlähungenGegen Blähungen, vor allem bei Säuglingen, kann man das ätherische Fenchelöl mit fettem Öl verdünnen und im Uhrzeigersinn auf dem Bauch einmassieren. Ergänzend kann man den Kleinen handwarmen Fencheltee zu trinken geben.Siehe: HustenwirksamGegen Husten bei Kindern eignet sich mit ätherischem Fenchelöl verdünnter Honig.FrauenDer Fenchel wirkt leicht menstruations fördernd und lindernd bei Perioden-Krämpfen.Auch in den Wechseljahren kann er Linderung bringen. Siehe: Pflanzenbeschreibung
Ursprünglich kommt der Fenchel aus Südeuropa, kommt bei uns aber in vielen Gärten vor.
Manchmal wächst er auch verwildert.
Der Fenchel ist eine zweijährige Pflanze. Aus dem Wurzelstock wächst ein bis zu zwei Meter hoher glatter Stengel, der bläulich und gestreift ist. Die bläulichen Blätter sind sehr dünn, wie Fäden, und gefiedert. Ab Juli blüht die gelbliche Doldenblüte. Aus den Blüten wachsen Samen, die ab September reif sind. Ausser den Fenchelsorten, die vorwiegend für die Samenproduktion angebaut werden, gibt es auch noch Sorten, bei denen sich in Erdnähe eine Knolle verdickt, die man als Gemüse essen kann.
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