Feigenkaktus(Opuntia ficus-indica)
Aus den gelben Blüten enstehen aromatische Früchte, deren körniges Fruchfleisch geschmacklich an Birnen erinnern. Diese balaststoffreichen Früchte stärken und fördern die Verdauung. Die frischen oder getrockneten Blüten sind stärkend.
Steckbrief
Anwendung
ObstDa die Frucht aussen Dornen hat, sollte man die Frucht z.B. mit einem Papierküchentuch anfassen.Die einfachste Zubereitung ist die Frucht der Länge nach zu halbieren um sie mit einem Löffel auszulöffeln. Die Kerne werden mitgegessen. Fördert und stärkt die Verdauung
TeeAus den frischen oder getrockneten Blüten kann man einen Tee herstellen, der blasenstärkend und prostatastärkend ist.BlütenFrische Blüten sind stärkend.HomöopathieAus des frischen Blättern und Blüten wird ein Mittel gegen Darmstörungen wie Darmkoliken und Blähungen gewonnen.
GeschichtlichesIn Mexiko wird die Kaktusfeige schon seit etwa 9000 Jahren angebaut und noch länger geerntet.Die Blüten dienten den Indianern zur Stärkung und zu mythisch-religiösen Zwecken. Die Cochenille-Laus lebt auf der Kaktusfeige und liefert einen roten Farbstoff. Kakteen wurden in Europa als magischer Schutz gegen Eindringlinge in Häusern aufgestellt. Mittlerweile wird die Kaktusfeige auf allen heißen Kontinenten und im Mittelmeerraum angebaut. In einigen geeigneten Regionen verbreiten sich die Kaktusfeigen wie Unkraut. Zeitweise kann man die Früchte im Supermarkt kaufen. Auch als Topfpflanze kann man den Feigenkaktus kaufen.
Pflanzenbeschreibung
Der Feigenkaktus ist in Nordamerika heimisch.
Er wächst bevorzugt in tropischen und subtropischen Klima. Die mehrjährige Pflanze wird bis zu 5 Meter hoch. Der Feigenkaktus kann zu niedrigen Büschen, aber auch baumförmig wachsen. Die kurzlebigen gelben-orangen Blüten sind etwa 6 bis 10 cm groß. Aus den Blüten entwickeln sich die kugelförmigen bis ovalen runden Früchte, die zwischen 5 und 10 cm groß werden. Die gelben bis braunen Früchte enthalten kleine Samenkörner.
AnbautippsDer Feigenkaktus verträgt keine Fröste, daher sollte er in Töpfen kultiviert werden.Im Winter kaum gießen im Sommer mehr. Der Feigenkaktus verträgt keine Staunässe.
SammeltippsSind die Früchte bei der Ernte noch nicht richtig reif, die Früchte nachreifen lassen.Je nach Sorte werden die Früchte mit der Zeit dunkelgelb, rot-orange oder braun. Die Früchte gibt es zeitweise in der Obstabteilung von Supermärkten unter dem Namen Kaktusbirne, Kaktusfeige, Kaktusfrucht oder Roßfeige. Da die Blüten empfindlich sind, müssen diese vorsichtig aber zügig getrocknet werden.
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