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| Haupt-Anwendungen: |
Entzündungen, Pilze, Tumore, Viren, |
| Heilwirkung: |
adstringierend, antibakteriell, antikarzinogen, antiviral, blutstillend, fiebersenkend, immunstärkend, |
| Anwendungsbereiche: |
Abzesse, Blutstillung, Entgiftung, Fieber, Hautentzündungen, Geschwüre, Halsschmerzen, Hepatitis, Hirnhautentzündung, Krämpfe, Mumps, Pilze, Schuppenflechte, Schwellungen, Tumore, Viren, |
| wissenschaftlicher Name: | Isatis tinctoria L. |
| Pflanzenfamilie: | Kreuzblütengewächse = Brassicaceae |
| englischer Name: | Glastum, Woad |
| volkstümlicher Name: | Deutscher Indigo, Falscher Indigo, Färberwaid, Waid |
| Verwendete Pflanzenteile: | Blätter, Samen, Wurzel |
| Inhaltsstoffe: | Farbstoffe, Gerbstoffe, Indican |
| Sammelzeit: | Frühling: Blätter Herbst: Wurzel |
Der Aufguss hilf äusserlich gegen Hautkrankheiten, Schwellungen und stoppt Blutungen bei kleineren Wunden.
Innerlich hilft der Aufguss gegen Krebs und Virenerkrankungen, ist aber wegen der schwierigen Dosierung und der Giftwirkung gefährlich.
Gefürchtet war der Gestank, der durch die Vergärung enstand, die nötig war um den Farbstoff Indigo zu gewinnen.
Der Färberwaid wurde in England, Thüringen, Elsass und Südfrankreich angebaut. Im 17. Jahrhundert löste Indigo aus dem Indigostrauch den aus Färberwaid ab.
Auch als Heilpflanze hat er eine lange Tradition, sowohl in Europa als auch in Asien.
Innerlich wurde Färberwaid in Europa selten eingesetzt, er wurde meist in Salben verarbeitet.
Nachdem der Färberwaid sowohl als Farbstoff als auch als Heilpflanze fast vergessen war, wird der Färberwaid heute wieder verstärkt genutzt.
Zum einen eignet sich der Färberwaid für die Behandlung (gegen Pilze) und Färben von Holz und es wird die Wirkung auf Viren und Tumore untersucht.
Der Färberwaid ist in Südosteuropa und Westasien heimisch.
Er wächst bevorzugt als verwilderte Kulturpflanze auf trockenen und warmen Unkrautfluren und Weinbergen.
Die zweijährige Pflanze wird zwischen 50 und 150 Zentimeter hoch.
Die blaugrünen Blätter haben eine Lanzettenform.
Die gelben Blüten erscheinen zwischen Juli und August im zweiten Jahr.
Die Blüten haben einen Durchmesser von 3-6 mm und sitzen an einer Blütentraube.
Aus den Waid-Blüten entwickeln sich bis in den Herbst die Samen in schwarzbraunen geflügelten Schötchen.
Die herabhängenden flachen Schötchen haben einen Durchmesser von etwa 10-25 mm.
Der Färberwaid liebt einen warmen kalkreichen, stickstoffreichen und lockeren Boden.
Die Pflanze sollte nicht ständig am gleichen Standort kultiviert werden.
Im Herbst die Wurzeln ausgraben, reinigen und im Backofen trocknen.
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