Eukalyptus


  

Eukalyptus


Der kräftig riechende Eukalyptus ist geradezu der Inbegriff der Erkältungsdüfte.

Daher ist er auch die bekannteste Heilpflanze Australiens. Dabei stammt der medizinische Eukalyptus-Baum eigentlich von der Insel Tasmanien und ist heutzutage in den meisten warmen Ländern verbreitet.

Das ätherische Öl des Eukalyptus findet man in zahlreichen Erkältungsmitteln, seien es Bäder, Inhalationsmittel oder Einreibemittel.

Man kann die Eukalyptus-Blätter auch als Tee trinken oder äußerlich anwenden.



Steckbrief

Heilwirkung:
Achtung!
Das ätherische Öl nicht überdosieren!
Nicht bei Kindern im Gesicht anwenden!
Haupt-Anwendungen:
Bronchitis,
Erkältungen,
Husten,
Heilwirkung:
anregend,
antibakteriell,
antiviral,
auswurffördernd,
blutzuckersenkend,
bronchienerweiternd,
desinfizierend,
desodorierend,
durchblutungsfördernd,
entzündungshemmend,
erfrischend,
fiebersenkend,
fungizid,
harntreibend,
krampflösend,
pilzhemmend,
regenerierend,
schleimbildungshemmend,
schleimlösend,
Anwendungsbereiche:
Akne,
Angina,
Arthrose,
Asthma,
Blasenentzündung,
Diabetes,
Fieber,
Gelenkschmerzen,
Geschwüre,
Gicht,
Grippe,
Gürtelrose,
Herpes,
Insektenstiche,
Rachenentzündung,
Mandelentzündung,
Migräne,
Muskelkater,
Muskelschmerzen,
Nebenhöhlenentzündung,
Nervenschmerzen,
Neuralgien,
Nierenentzündung,
Rheumatismus,
Schlecht heilende Wunden,
Schnupfen,
Seitenstrangangina,
Sinusitis,
Tuberkulose (unterstützend),
Verdauungsschwäche (nicht bei Entzündungen im Magen-Darm-Trakt),
Zahnfleischentzündung,
Homöopathische Anwendung:

D2 bis D12:

Atemwegserkrankungen,
Blasenentzündungen,
Nierenentzündungen,
wissenschaftlicher Name:
Eucalyptus globulus
Pflanzenfamilie:
Myrtengewächse = Myrtaceae
englischer Name:
Eucalyptus
volkstümliche Namen:
Fieberbaum, Fieberheilbaum, Blaugummibaum
Verwendete Pflanzenteile:
Blätter, ätherisches Öl
Inhaltsstoffe:
Ätherisches Öl: u.a. Cineol, Pinen, Cymen, Limonen, Geraniol; Gerbstoffe, Bitterstoffe, Euglobale, Flavonoide, Harze, Triterpene, Proanthocyanidine, Phenolcarbonsäuren,
Sammelzeit:
Sommer bis Herbst




Anwendung

Eukalyptus

Von den über 600 Eukalyptus-Arten wird hauptsächlich die Art "Eucalyptus globulus" als Heilpflanze eingesetzt.

Die Eukalyptus-Art "Eucalyptus citriodora" wird wegen seines frischen, zitronigen Duftes gerne für die Behandlung von Kindern verwendet, weil es milder als der klassische Eukalyputs ist.

Meistens wird das ätherische Öl des Eukalyptus für die Behandlung verwendet, vor allem in zahlreichen Fertigpräparaten wie Einreibemittel, Bäderzusätze und dergleichen.

Man kann den Eukalyptus aber auch als Tee einsetzen.

Tee

Als Tee wird der Eukalyptus eher selten eingesetzt.

Der Tee hat jedoch gegenüber dem ätherischen Öl mehrere Vorteile. Zum Einen ist er milder als das ätherische Öl und kann daher auch innerlich eingesetzt werden. Außerdem kommt man nur beim Tee in den Genuss der zusätzlichen Wirkstoffe des Eukalyptus, die nicht im ätherischen Öl enthalten sind, beispielsweise Gerbstoffe, Bitterstoffe usw.

Für den Eukalyptus-Tee werden die getrockneten, älteren Blätter des Eukalyptus-Baumes verwendet.

Anleitung:

  1. Brühen Sie einen Tee auf mit einem Teelöffel Eukalyptus-Blätter pro Tasse.
  2. Lassen Sie den Tee 10-15 Minuten ziehen.
  3. Filtern Sie den Tee anschließend ab.
  4. Trinken Sie den Tee in kleinen Schlucken.
  5. Bei aktuen Erkrankungen sollte man 3 bis 5 Tassen täglich trinken, sofern man den Tee verträgt.

Tee, innerlich

Einen solchen Eukalyptus-Tee kann man natürlich gegen Erkältung trinken, insbesondere, wenn man auch unter Husten leidet. Auch bei Halsschmerzen oder Nebenhöhlenentzündung kann Eukalyptus-Tee helfen.

Mit dem Tee kann man auch gurgeln, um Halsschmerzen, Mandelentzündung oder auch Seitenstrangangina zu behandeln.

Als Tee kann man die Heilkräfte des Eukalyptus auch für völlig andere Krankheiten nutzen, beispielsweise für Verdauungsschwäche.

Auch gegen Blasenentzündung kann man Eukalyptus-Tee trinken, denn der Eukalyptus desinfiziert die Harnwege. Sogar bei Nierenbeckenentzündung kann man daher den Eukalyptus-Tee einsetzen.

Weil Eukalyptus leicht blutzuckersenkend wirkt, kann man ihn auch unterstützend bei Diabetes trinken. Bei schweren Diabetes-Fällen kann er natürlich die blutzuckersenkenden Medikamente oder gar Insulin nicht ersetzen. In Kombination mit regelmäßiger Bewegung kann man aber eventuell die Dosis der Medikamente herabsetzen, natürlich in Absprache mit dem behandelnden Arzt.

Tee, äußerlich

Den Eukalyptus-Tee kann man nicht nur trinken, sondern auch äußerlich für Waschungen, Umschläge, Inhalationen oder Bäder einsetzen.

Hierbei werden die desinfizierenden, entzündungshemmenden, antibakteriellen und regenerierenden Eigenschaften des Eukalyptus genutzt.

Als Umschlag oder Waschung kann man den Eukalytus für schlecht heilende Wunden, Akne, Geschwüre, Gürtelrose, Gelenkschmerzen und ähnliche Beschwerden anwenden.

Bäder kann man für großflächige Hautprobleme durchführen. Auch bei Gelenkerkrankungen, wie beispielsweise Rheuma, können Eukalyptus-Bäder helfen.

Ein Vollbad mit Eukalyptus wirkt belebend und anregend. Dafür braucht man natürlich eine größere Menge Eukalyptus-Tee. Etwa ein bis zwei Liter starker Tee reichen aus.

Mehr Informationen über die verschiedenen äußerlichen Anwendungen finden Sie weiter unten.

Ätherisches Öl

Eukalyptus

Meistens wird der Eukalyptus als ätherisches Öl eingesetzt.

Das ätherische Eukalyptus-Öl ist ausgesprochen intensiv und die Eukalyptus-Blätter halten sehr viel davon.

Aus 100 kg Eukalyptusblättern kann man etwa 2 Liter ätherisches Öl herstellen.

Das ätherische Eukalyptus-Öl ist zu intensiv, um es innerlich anzuwenden. Aber es gibt zahlreiche Möglichkeiten, es äußerlich zu nutzen.

Inhalation / Dampfbad

Inhalationen mit Eukalyptus eignen sich zur Behandlung von normalen Erkältungen, Nebenhöhlenentzündungen, Husten und Bronchitis.

Für die Atemwegsbehandlungen kann man einen Inhalator verwenden, mit Eukalyptus-Öl oder einer Ölmischung aus verschiedenen ätherischen Ölen.

Oder man macht ein einfaches Dampfbad. Dazu braucht man, außer Eukalyptus, nur eine hitzefeste Schüssel und ein großes Handtuch.

So funktioniert das Dampfbad:

  • Legen Sie ein großes Handtuch, eine hitzefeste Schüssel und Eukalyptus-Blätter oder ätherisches Eukalyptus-Öl bereit.
  • Geben Sie eine kleine Handvoll Eukalyptus-Blätter in die Schüssel oder halten Sie das ätherische Öl bereit.
  • Bringen Sie Wasser zum kochen.
  • Stellen Sie die Schüssel auf einen Tisch auf eine hitzefeste Unterlage, z.B. ein Holzbrett.
  • Gießen Sie das kochende Wasser über die Kräuter in die Schüssel.
  • Oder geben Sie 3 bis 5 Tropfen ätherisches Öl in das heiße Wasser.
  • Setzen Sie sich an den Tisch und beugen Sie sich über die Schüssel.
  • Bedecken Sie Kopf und Oberkörper mit dem Handtuch, damit der Dampf sich darunter sammeln kann.
  • Nähern Sie sich dem heißen Wasser so dicht, wie Sie die Temperatur gerade noch aushalten.
  • Atmen Sie ruhig und tief. Der Dampf und die Kräuter-Wirkstoffe dringen in die Atemwege vor und helfen dort gegen Entzündungen und Infektionen.
  • Die Atemwege werden befreit. Auch Entzündungen der Haut, z.B. Akne, werden gelindert.

Ölmischung

Um ätherisches Eukalyptus-Öl direkt auf die Haut aufzutragen, kann man es mit einem guten Pflanzenöl vermischen.

Dazu vermischt man 10 ml gutes Pflanzenöl mit 10-20 Tropfen ätherischem Eukalyptus-Öl.

Mit dieser Mischung kann man die Haut einreiben, wenn man unter Gürtelrose leidet. Das Eukalyptus-Öl wirkt schmerzlindernd und bekämpft die Viren.

Salbe

Zahlreiche verschiedene Eukalyptus-Salben kann man im Handel kaufen.

Es gibt stark riechende Fett-Salben zum Einreiben von Brust und Rücken. Es gibt auch mildere Nasensalben, die bei Schnupfen die Atmung erleichtern. Auch viele Rheuma-Salben enthalten Eukalyptus.

Man kann eine Eukalyptus-Salbe auch selbst herstellen.

Dazu braucht man ätherisches Eukalyptus-Öl, Bienenwachs und ein gutes Pflanzenöl.

So stellen Sie eine Eukalyptus-Salbe her:

Zutaten

  • 30 ml gutes Pflanzenöl
  • 2 gr Bienenwachs
  • 20-50 Tr ätherisches Eukalyptus-Öl

Anleitung

  1. Stellen Sie die Zutaten bereit.
  2. Geben Sie die Zutaten außer dem ätherischen Öl in ein hitzefestes Glas.
  3. Stellen das Glas in ein heisses Wasserbad.
  4. Warten Sie bis das Bienenwachs geschmolzen sind.
  5. Nehmen Sie das Glas dann aus dem Wasserbad.
  6. Dann wird es Zeit für das ätherischen Öl.
  7. Tropfen Sie die ätherischen Öle in die Salbe und schwenke sie, damit sich das ätherische Öl damit vermischt.
  8. Gießen Sie die Salbe in einen Salbentiegel.
  9. Nach ein paar Stunden wird die Salbe fest.
  10. Beschriften Sie den Salbentiegel mit Inhalt und Datum.

Mehr Informationen über die Herstellung einer Salbe finden Sie hier:

Die Eukalyptus-Salbe kann man benutzen, um damit Brust und Rücken einzureiben, wenn man unter starkem Husten leidet.

Sie eignet sich auch für Einreibungen gegen Rheuma, Arthrose und Muskelkater.

Wenn man die Salbe mild zubereitet, also nur mit etwa 5 Tropfen Eukalyptus-Öl, dann kann man sie auch als Nasensalbe einsetzen. Man sollte aber nur den äußeren Rand der Nase damit einreiben. Dadurch kann die Atmung wieder freier werden.

Zusammen mit Melissen-Öl kann man die Eukalyptus-Salbe auch bei Herpes verwenden.

Umschläge

Für einen Umschlag taucht man ein Tuch in starken Eukalyptus-Tee, wringt es aus, legt es auf die zu behandelnde Hautstelle.

Man kann auch ein feuchtes Tuch mit wenigen Tropfen Eukalyptus-Öl beträufeln und auf die Haut legen.

Der Vorteil eines Eukalyptus-Tees gegenüber dem ätherischen Öl ist, dass der Tee auch noch Gerbstoffe, Bitterstoffe, Harze usw. enthält, die die heilsame Wirkung unterstützen.

Um die Kleidung zu schützen, kann man den feuchten Umschlag mit einem Wolltuch oder einer Plastikfolie bedecken.

Lassen Sie den Umschlag mindestens eine Stunde bis 12 Stunden einwirken.

Bäder

Bäder mit Eukalyptus helfen gegen Erkältungen, wirken anregend, lindern Gelenkbeschwerden und wirken gegen großflächige, entzündliche Hautprobleme.

Eukalyptus-Bäder kann man mit starkem Eukalyptus-Tee, ätherischem Eukalyptus-Öl oder fertigen Bademischungen zubereiten.

Für ein Eukalyptus-Vollbad nimmt man ein bis zwei Liter starken Eukalyptus-Tee, etwa 5-10 Tropfen ätherisches Öl oder die vom Hersteller empfohlene Menge fertige Bademischung.

Für Teilbäder braucht man entsprechend weniger Eukalyptus.

Ein Vollbad sollte nicht länger als 20 Minuten dauern, weil es sonst den Kreislauf zu sehr belastet.

Außerdem sollte man berücksichtigen, dass Eukalyptus zunächst eine kühlende Wirkung hat. Wer vorher schon friert, könnte auf ein Eukalyptusbad schlecht reagieren.

Duftlampe

Eukalyptus-Öl in der Duftlampe kann die Raumluft desinfizieren und erfrischen.

Bakterien werden durch Eukalyptus-Öl in der Luft abgetötet.

Für die Anwendung in der Duftlampe gibt man 2 bis 3 Tropfen ätherisches Eukalyptus-Öl in eine mit Wasser gefüllte Duftlampe.

Dann erhitzt man die Duftlampe und lässt das Eukalyptus-Öl verdampfen.

Eukalyptus in der Duftlampe vertreibt auch Insekten und hilft somit bei der Verhinderung von Mückenstichen.

Haushalt

Wegen der desinfizierenden Wirkung kann man Eukalyptus-Öl auch im Haushalt einsetzen.

Man kann eine Emulsion mit Eukalyptus-Öl und Wasser zur Entfernung von Staubmilben aus Textilien verwenden.



Produkttipps:


Nebenwirkungen - Gegenanzeigen

Eukalyptus

Weil der Eukalyptus, und insbesondere sein ätherisches Öl, sehr intensiv wirkt, hat er naturgemäß auch einige Nebenwirkungen und Kontraindikationen.

Nicht bei Säuglingen und Kleinkindern verwenden! Die ätherischen Öle des Eukalyptus reizen die zarten Schleimhäute zu stark.

In schlimmen Fällen kann es zum Glottiskrampf mit Erstickungsgefahr kommen!

Manche Menschen reagieren auch allergisch auf Eukalyptus. Solch eine Allergie kann auch infolge einer intensiven Eukalyptusbehandlung entstehen.

Innerlich darf man Eukalyptus nicht anwenden bei entzündlichen Magen-Darm-Erkrankungen, Gallebeschwerden oder Leber-Erkrankungen.

Eukalyptus-Öl ist zudem sehr leicht brennbar, wie alle ätherischen Öle. Auch die Blätter brennen leicht, wegen ihres hohen Gehaltes an ätherischen Ölen.

Nebenwirkungen

Bei der innerlichen Anwendung von Eukalyptus kann es bei hoher Dosierung oder empfindlichen Menschen zu einigen Nebenwirkungen kommen:

  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Durchfall

Äußerlich angewendet kann es bei intensiver Eukalyptus-Anwendung zu Hautreizungen kommen.

Wechselwirkung

Eukalyptus kann die Wirkung von manchen anderen Arzneimitteln abschwächen oder verkürzen, wobei mir nicht bekannt ist, welche Arzneimittel davon betroffen sind. Daher im Zweifelsfall Beipackzettel der verwendeten Medikamente genau lesen.

Behandlungen mit klassischer Homöopathie in Hochpotenzen kann durch intensive ätherische Öle gestört werden, z.B. Minze. Diese störende Wirkung kann prinzipiell auch durch Eukalyptuspräparate hervorgerufen werden.



Magische Anwendung

Eukalyptus

Viele magische Anwendungen des Eukalyptus bedienen sich der Heilwirkung des ätherischen Eukalyptus-Öles und sind somit eher volkstümliche Anwendungen der Heilpflanze als klassische Magie.

Man kann sich beispielsweise Heilpuppen herstellen und mit Eukalyptusblättern ausstopfen und mit sich herumtragen, um die Gesundheit zu erhalten. Das ätherische Eukalyptus-Öl in den Blättern kann tatsächlich gegen Erkältungen helfen und wirkt in Form einer Duft-Puppe (ähnlich wie Duftkissen) möglicherweise vorbeugend.

Ähnlich wirken andere volkstümliche Anwendungen des Eukalyptus:

Ein Eukalyptuszweig wird über dem Krankenbett aufgehängt.

Unters Kopfkissen gelegt, sollen Eukalyptusfrüchte gegen Erkältungen vorbeugen.

Aus den grünen, also unreifen, Früchten des Eukalyptus kann man eine Kette auffädeln. Diese Kette kann man gegen Halsschmerzen einsetzen.

Volksglauben in der Heimat des Eukalyptus

Da der Eukalyptus in Australien und Ozeanien heimisch ist, haben sich dort auch die meisten Gebräuche rund um den Eukalyptus entwickelt.

Dort glauben viele Menschen, dass Eukalyptus-Zweige vor Blitzschlag schützen können. Auch das Vieh soll durch Eukalyptus von Krankheit und Schadzauber geschützt werden.

Wer sich einen Eukalyptuszweig an den Hut steckt, hofft, dass er dadurch Glück hat.



Geschichte

Eukalyptus

Erst als Australien von den Europäern entdeckt wurde, etwa um 1770, lernte die Welt den Eukalyptusbaum kennen.

Weil der schnellwachsende Eukalyptusbaum sehr viel Wasser braucht, wurde er in vielen warmen Ländern bevorzugt in Sumpfgebieten angepflanzt. So wurden zahlreiche Sümpfe trockengelegt. Das hatte zur Folge, dass sich die Malaria-übertragende Anopholes-Mücke nicht mehr vermehren konnte. Die Krankheit Malaria wurde zurückgedrängt. Deshalb wird der Eukalyptus auch vielerorts als "Fieberbaum" bezeichnet.

Heutzutage findet man den Eukalyptus-Baum in den meisten Ländern, deren Klima warm genug für ihn ist, beispielsweise im Mittelmeerraum, auf kanarischen Inseln, in den Tropen und Subtropen.




Pflanzenbeschreibung

Eukalyptus

Von der Gattung Eucalyptus gibt es mindestens 600 Arten.

Als Heilpflanze wird vor allem die Art Eucalyptus globulus verwendet.

Diese Eukalyptus-Art stammt ursprünglich aus Tasmanien und dem südlichen Australien.

Heutzutage findet man ihn auch in den Mittelmeerländern und vielen anderen subtropischen Gegenden.

Der Eukalyptusbaum wird bis zu 70 Meter hoch, in Einzelfällen sogar noch höher.

Er hat eine glatte, grauweiße Rinde, die stellenweise abschilfert.

Das Holz des Eukalyptusbaums ist ausgesprochen hart. Daher wird es auch gerne für besonders belastete Aufgaben eingesetzt, wie beispielsweise Schiffsmasten, Eisenbahnschwellen, Strommasten.


Eukalyptus

Der Eukalyptusbaum hat zwei verschiedene Arten von Blättern.

Junge Blätter sind eiförmig oder breit-lanzettlich und stehen gegenständig an jungen Zweigen. Dabei umfassen sie den Stengel.

Die folgenden Blätter sind bläulich, länglich und sichelförmig. Sie stehen wechselständig an den Stengeln und hängen an kurzen Stielen.

Diese älteren Blätter sind dick und lederartig und voller ätherischer Öle. Daher werden auch diese älteren Blätter für die Heilanwendung und Gewinnung des ätherischen Öls geerntet.

Die Blüten bestehen aus zahlreichen weißlichen Fäden, die kreisförmig bis kugelförmig angeordnet sind.

Aus diesen Blüten entwickeln sich kegelförmige Kapseln, die blaugrün sind und von einer silbergrauen Schicht überzogen werden. Diese Kapseln sehen hübsch aus und werden daher gerne für Trockengestecke verwendet.

Zitroneneukalyptus

Eine weitere als Heilpflanze verwendete Art ist der Zitroneneukalyptus (Eucalyptus citriodora).

Der Zitroneneukalyptus-Baum wird mit maximal 50 Metern Höhe etwas kleiner als der normale Eukalyptusbaum. Er stammt ursprünglich aus Nord-West-Australien.

Sein ätherisches Öl ist sanfter als das normale Eukalyptus-Öl und riecht zitronig. Aufgrund seiner Milde kann man es eher für Kinder einsetzen als das normale Eukalyptus-Öl.

Verwechslungsmöglichkeiten

Corymbia

Wegen der zahlreichen Eukalyptus-Arten gibt es jede Menge Verwechslungsmöglichkeiten.

Außerhalb von Australien ist jedoch vor allem der normale Eukalyptus-Baum verbreitet.

Als Zierpflanze in Gärten findet man jedoch auch entferntere Verwandte des Eukalyptus-Baums, beispielsweise Bäume der Gattung Corymbia. Diese Zierbäume haben sehr hübsche rote Blüten, deren Form an die Blüten des Eukalyptus erinnert.



Sammeltipps

Eukalyptus

In Mitteleuropa wird man kaum wild wachsende Eukalyptusbäume finden.

Wer jedoch ein kräftig gedeihendes Exemplar in seinem Wintergarten besitzt, kann die älteren Blätter im Sommer bis Herbst sammeln und trocknen lassen.

Auch die Blätter von Eukalyptus-Bäumen im Mittelmeerraum und anderen warmen Ländern werden im Sommer bis Herbst geerntet.

Wichtig ist, dass man nicht die stengelumfassenden jüngeren Blätter erntet, denn diese haben noch nicht genug Wirkstoffe angesammelt.



Disclaimer: Frage Deinen Arzt oder Apotheker
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