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| Heilwirkung: |
Achtung! Nur niedrig dosieren oder in homöopathischer Verdünnung anwenden!
narkotisierend, |
| wissenschaftlicher Name: | Paris quadrifolia |
| Pflanzenfamilie: | Liliengewächse = Liliaceae |
| englischer Name: | Herb Paris |
| volkstümlicher Name: | Augenkraut, Blatternblat, Fuchsauge, Fuchstrauben, Krähenauge, Kreuzkraut, Moosbeere, Sauauge, Schlangenbeere, Schwarzblattlkraut, Sternkraut, Teufelsauge, Teufelsbeere, Wolfsbeere |
| Verwendete Pflanzenteile: | Kraut |
| Inhaltsstoffe: | Glykosid Paridin, Glykosid Paristyphnin, Pennogenin, Asparagin, Saponine, |
| Sammelzeit: | Mai und Juni |
| Fotos von der Einbeere |
Die Schulmedizin verwendet die Einbeere nicht, weil sie sie für giftig hält.
In hoher Dosierung muss man auch Übelkeit und Erbrechen befürchten,
doch niedrig dosiert, bzw. stark verdünnt, kann man das Kraut der Einbeere durchaus verwenden.
Diese Anwendung soll gegen rheumatische Schmerzen helfen. Die Volksheilkunde benutzt niedrig dosierte Einbeeren-Tees auch gegen Migräne, Nervenschmerzen und nervöse Herzbeschwerden.
Auch krampfhafte Bronchitis und verschiedene Entzündungen können laut Volksheilkunde mithilfe der Einbeere gelindert werden.
Auch in homöopathischer Verdünnung (D3 bis D6) wird die Einbeere gerne gegen diese Probleme eingesetzt.
Da sie nicht gut schmecken, werden sie meistens nicht in grosser Anzahl genascht, obwohl sie manchmal mit Heidelbeeren verwechselt werden.
Der Genuss einer einzelnen Beere führt aber meist nicht zu grossen Problemen, höchsten zu etwas Übelkeit und Durchfall.
Die Beeren gelten als narkotisch wirksam.
Man glaubte, dass die Beere, in die Kleider eingenäht vor Pest bewahrt. Dazu musste die Beere aber zwischen 15. August ud 8. September geerntet werden.
Auch hoffte man, dass die Einbeere Menschen entzaubern könne, die von Dämonen verzaubert worden waren.
Man sagte der Einbeere auch aphrodisierende Wirkungen nach und manch einer mutmasst sogar, dass sie als psychoaktives Mittel verwendet wurde.
Die Einbeere ist in Europa und Asien heimisch.
Sie wächst bevorzugt in Buchenwäldern und kommt an ihren Standorten gehäuft vor.
Obwohl man es der Einbeere nicht ansieht, ist sie eine Verwandte der Maiglöckchen und gehört zu den Liliengewächsen. Anders als die anderen Mitglieder der Familie hat sie vierzählige Blüten und netzartig geäderte Blätter, wo die anderen Blätter mit parallel verlaufenden Nerven haben.
Der ausdauernde waagrecht verlaufende Wurzelstock treibt im Frühjahr bis zu 35 cm hohe Pflanzen aus.
Die Pflanzen tragen meist vier eiförmige, grosse Blätter, die wie ein Quirl um den Stengel stehen. Die Erscheinung dieser vier Blätter allein an einem Stengel sieht ungewöhnlich aus, und prägt die Einbeere ins Gedächtnis ein. Manchmal tragen die Einbeeren auch drei, fünf oder sechs Blätter, das sind Sonderformen der Pflanze.
Im April blüht die Einbeere mit einer einzelnen grün-schwarzen Blüte, die später gelben Pollen sehen lässt. Die Blüte steht einige Zentimeter über dem Blätter-Quirl auf dem Stengel.
Aus der Blüte entwickelt sich nach und nach eine blauschwarze Beere, die etwa die Grösse einer dicken Heidelbeere hat. Zwischen Juli und September ist die Beere reif. Die Beere ist der giftigste Teil der Einbeere. Da sie mit ihrem fad-süsslichen Geschmack nicht besonders verlockend schmeckt, kommt es nur selten zu schweren Vergiftungen.
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