Eibisch


  

Der Eibisch gehört zur Familie der Malvengewächse und ist daher wie seine Verwandten eine Zierde für jeden Garten.

Schon seit der Antike gehört der Eibisch zu den hoch geschätzten Heilpflanzen.

Sein wichtigster Inhaltsstoff ist der Schleim, der in grossen Mengen vorkommt. Daher darf man den Eibisch auch nicht kochen, sondern nur als Kaltauszug ansetzen, um die Kräfte des Schleimes zu erhalten.

Der Schleim des Eibischs wirkt lindert auf alle Schleimhäute, weshalb man ihn hauptsächlich für Erkrankungen der Atmungsorgane und des Verdauungsapparates einsetzt.

Auch auf Probleme der Haut kann der Eibisch lindernd wirken, wenn man ihn als Umschlag oder Bad verwendet.



Steckbrief

Heilwirkung: beruhigend,
blutstillend,
entzündungshemmend,
erweichend,
harntreibend,
tonisierend,
Bronchitis,
Husten,
Luftröhrenentzündungen,
Halsentzündungen,
Heiserkeit,
Erkältungen,
Mundschleimhautentzündungen,
Magenschleimhautentzündungen,
Darmschleimhautentzündungen,
Magenübersäuerung,
Magengeschwür,
Blähungen,
Durchfall,
Verstopfung,
Mundgeruch,
Blasenentzündung,
Blasensteine,
Epilepsie,
Wunden,
Leichte Verbrennungen,
Rissige Haut,
Trockene Haut,
Feuchte Ekzeme,
Bisse,
Insektenstiche,
Splitter,
Furunkel,
Quetschungen,
Muskelkater,
wissenschaftlicher Name:Althea officinalis
Pflanzenfamilie:Malvengewächse = Malvaceae
englischer Name:Marsh Mallow
volkstümliche Namen:Adewurzel, Allee, Altee, Alter Thee, Alte Eh, Driantenwurzel, Eibsche, Flusskraut, Heilwurz, Heimischwurzel, Hilfwurz, Ibsche, Ipsche, Sammt-Pappel, Samtpappel, Schleimwurzel, Weisse Pappel, Weisswurzel
Verwendete Pflanzenteile:Wurzel, Blätter, Blüten
Inhaltsstoffe:Schleim, ätherisches Öl, Saponine, Asparagin, Ephedrin, Gerbstoff, Gerbsäure, Cumarine, Zink
Sammelzeit:Wurzel: September bis November


Anwendung

Die wichtigste Eigenschaft des Eibischs ist sein Reichtum an Schleimen, vor allem von der Wurzel.

Daher kann man sie überall einsetzen, wo eine einhüllende, schützende Wirkung erwünscht ist.

Der Eibisch hilft in erster Linie gegen Atemwegserkrankungen und gegen Entzündungen und Reizungen der Verdauungsorgane.

Eibisch Tee

Damit der Schleim der Eibisch-Wurzel gut erhalten bleibt, wird Eibisch-Tee als Kaltauszug zubereitet.

Dazu übergiesst man 3 Teelöffel der geschnittenen Eibisch-Wurzel mit einer Tasse kaltem Wasser und lässt den Ansatz mindestens acht Stunden ziehen (über Nacht geht auch).

Dann seiht man den Tee ab und erwärmt ihn leicht auf Trinktemperatur.

Auch Tee aus den Blüten und Blättern des Eibischs wird kalt angesetzt. Von diesen braucht man jedoch nur ein bis zwei Teelöffel pro Tasse.

Vom Eibisch-Tee trinkt man ein bis drei Tassen täglich.

Man kann ihn auch zum Spülen und Gurgeln gegen Entzündungen im Mundraum verwenden.

Äusserlich

Eibisch-Tee kann man auch äusserlich in Form von Waschungen, Bädern oder Umschlägen anwenden. Er hilft gegen leichte Brandwunden, rissige Haut und feuchte Ekzeme.

Furunkel und sogar Karbunkel werden durch Eibisch-Breiumschlägen erweicht. Dazu reibt man die Wurzeln fein und vermischt sie mit Honig. Dieser Brei wird auf ein kleines Tuch gestrichen und auf die zu behandelnde Stelle gelegt. Alle zwei bis drei Stunden durch einen neuen Umschlag ersetzen.

Küche

Der Eibisch eignet sich auch für den Einsatz in der Küche.

Früher wurden Marsh-Mallows aus den Stengeln, Blättern und der Wurzel des Eibischs zubereitet. Heutzutage werden für diese Süssigkeit jedoch synthetische Stoffe verwendet.

Die gekochte Wurzel ist nahrhaft aber fade. In Notzeiten wurde die Eibischwurzel früher gekocht.

Aus Blättern und Blüten kann Salat zubereitet werden.




Pflanzenbeschreibung

Der Eibisch ist in Südeuropa heimisch, wird in Mitteleuropa jedoch gerne in Gärten angebaut.

Die mehrjährige Pflanze wird bis zu 2 Meter hoch.

Im Frühling treibt die Wurzel zunächst rundliche Blätter in Bodennähe, die nicht filzig sind.

Erst später wächst der Stengel zwischen einem und zwei Meter hoch. Die Blätter, die an den Stengeln wachsen, sind dreilappig und haben samtige Haare.

Zwischen Juni und Ende August erscheinen die Blüten, die zahlreich in den Blattachseln spriessen. Die fünf mittelgrossen Blütenblätter sind hellrosa. Die zusammengewachsenen Staubblätter und Stempel sind kräftiger gefärbt und etwa rot-violett.

Aus den Blüten entwickeln sich kastenartige Früchte, ähnlich wie bei der Malve, mit der der Eibisch verwandt ist.


Sammeltipps

Die Wurzel des Eibischs wird im zeitigen Frühjahr oder im Herbst nach der Blütezeit ausgegraben.

Die Blüten sammelt man, wenn sie frisch aufgeblüht sind. Da sich die Blütezeit der Pflanzen über Monate hinzieht, werden die Blüten nach und nach gesammelt.

Die Blätter sammelt man erst nach der Blütezeit, denn erst dann ist der Schleimgehalt in den Blättern am höchsten.


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