Ehrenpreis


  

Ehrenpreis Der Ehrenpreis sieht aus wie ein harmloses kleines Unkraut, doch mit seinen leuchtend blauen Blüten verlockt er zu einem zweiten Blick, wenn man ihm beim Spaziergang in lichten Wäldern begegnet.

Dieser zweite Blick lohnt, denn beim Ehrenpreis handelt es sich um eine sehr vielseitige Heilpflanze.

Schon im Mittelalter stand er im hohen Ansehen, was man auch an Namen wie "Allerweltsheil" erkennen kann. Sogar eine Heilwirkung gegen Pest und Aussatz wurde ihm nachgesagt, aber heutzutage sind wir schon froh, dass er juckende Hautprobleme lindert und den Stoffwechsel anregt und uns somit im Kampf gegen das Übergewicht unterstützt.



Steckbrief

Haupt-Anwendungen: Juckreiz,
Heilwirkung: beruhigend,
blutreinigend,
harntreibend,
schleimlösend,
schweisstreibend,
tonisierend,
Anwendungsbereiche: Erkältung,
Husten,
Bronchitis,
Asthma,
Schnupfen,
Halsentzündung,
Heiserkeit,
Appetitlosigkeit,
Magenschwäche,
Verdauungsschwäche,
Durchfall,
Leberschwäche,
Übergewicht,
Stoffwechsel anregend,
Müdigkeit,
Kopfschmerzen,
Nierenprobleme,
Blasenentzündung,
Blasenstein,
Rheuma,
Gicht,
Menstruationsstörungen,
Abszesse,
Altersjucken,
Ekzeme,
Hautprobleme,
Juckreiz,
Neurodermitis,
Akne,
Furunkel,
Verbrennung,
Wunden,
Augenentzündung,
Afterjucken,
wissenschaftlicher Name:Veronica officinalis
Pflanzenfamilie:Braunwurzgewächse = Scropholariaceae oder Wegerichgewächse = Plantaginaceae
englischer Name:Bird's Eye
volkstümliche Namen:Allerweltsheil, Bunger, Frauenlist, Grindheil, Grindkräutl, Grundheil, Heil aller Schäden, Hühnerraute, Köhlerkraut, Männertreu, Veronika, Steh auf und geh weg, Sta-up un ga darvon, Viehkraut, Wald-Ehrenpreis, Wundheilkraut, Wundkraut, Zittli
Verwendete Pflanzenteile:blühendes Kraut
Inhaltsstoffe:Aucubin, Aucubinglykoside, Bitterstoff, Gerbstoff, Gerbsäure, Harz, Iridoide, Kaffeesäurerverbindungen, Milchsäure, Saponine, ätherische Öle
Sammelzeit:Mai und Juni
Fotos vom Ehrenpreis


Anwendung

Ehrenpreis Die Anwendungsmöglichkeiten des Ehrenpreises sind vielfältig, denn auch seine Heilkräfte betreffen nahezu alle Organsysteme.

Innerliche Anwendung

Besonders geeignet ist der Ehrenpreis in Mischtees, beispielsweise gegegen Atemwegserkrankungen, Verdauungsbeschwerden oder zur Anregung des Stoffwechsels. Als alleinstehender Tee ist er weniger gut geeignet, weil er dazu neigt, bitter zu schmecken, wenn man den Tee zu stark macht.

Dank der blutreinigenden Wirkung des Ehrenpreises wirkt er besonders gut gegen chronische Hauterkrankungen. Das er den Juckreiz lindert, hat er sich vor allem bei Altersjucken und anderen juckenden Hauterkrankungen, wie beispielsweise Neurodermitis bewährt.

Teemischung gegen Hautjucken/Ekzeme

Mische zu einer Teemischung:

Anwendung:

  • Brüh einen Tee auf mit einem Esslöffel Teemischung pro Tasse.
  • Lass den Tee 10-15 Minuten ziehen.
  • Filter den Tee anschliessend ab.
  • Wenn du willst, kannst du den Tee mit Honig süssen.
  • Trink von dem Tee drei Tassen pro Tag.

Siehe auch:

Äusserliche Anwendung

Bei Hauterkrankungen kann man den Ehrenpreis innerlich als Tee oder Tinktur einnehmen und zusätzlich äusserlich in Form von Waschungen, Umschlägen und Cremes.

Siehe auch:

Siehe auch:

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Pflanzenbeschreibung

Ehrenpreis Der Ehrenpreis ist eine echte Pflanze Mitteleuropas. Er liebt lichte Wälder und Heiden, und ganz besonders haben es ihm abgebrannte Stellen angetan.

Weil der echte Ehrenpreis gerne im Wald lebt, wird er auch Wald-Ehrenpreis genannt.

Der mehrjährige Wurzelstock des Ehrenpreises treibt im Frühjahr harte, haarige Stengel aus, die nur etwa dreissig Zentimeter hoch werden.

Die Blätter stehen gegenständig und sind verkehrt eiförmig und gesägt geformt. Sie haben weiche Haare.

Im Mai und Juni erscheinen die leuchtenden, hellblauen Blüten mit einem weisslichen Fleck in der Mitte. Jede Blüte hat vier Blütenblätter. Anders als das Vergissmeinnicht, deren Blüten trotz seiner fünf Blütenblätter auf den ersten Blick mit dem Ehrenpreis verwechselt werden könnten.

Weitere Fotos vom Ehrenpreis ...

Andere Arten

In der Gattung Ehrenpreis gibt es zahlreiche Arten.

Einige dieser Ehrenpreis-Arten sind in Mitteleuropa wesentlich häufiger anzutreffen als der echte Wald-Ehrenpreis.

Gamander-Ehrenpreis

Ehrenpreis Der Gamander-Ehrenpreis (Veronica chamaedrys) mag sonnigere Standorte als der Wald-Ehrenpreis. Man findet ihn also in lichten Wäldern, aber auch an Wegrändern und Wiesen.

Sein Blütenstengel ist wesentlich dünner ausgebildet.

In der Pflanzenheilkunde kann man ihn genau so einsetzen, wie den echten Ehrenpreis. Seine Heilkräfte sind jedoch im Allgemeinen schwächer ausgeprägt.

Persischer Ehrenpreis

Ehrenpreis Der persische Ehrenpreis (Veronica persica) stammt ursprünglich aus dem Kaukasus und wurde in Mitteleuropa in Gärten als Zierpflanze angepflanzt. Aus diesen Gärten entkam der persische Ehrenpreis und hat sich inzwischen in ganz Mitteleuropa verbreitet.

Man findet ihn fast überall, wo der Mensch die Erde bearbeitet hat, beispielsweise in Weingärten, an Wegrändern, als Unkraut im Garten oder auf anderen Ruderalflächen. Er schätzt nährstoffreiche Böden.

Dort gehört er im Frühjahr zu den ersten Blühern und im Herbst zu den letzten Pflanzen mit Blüten. Mitunter findet man sogar im Winter blühende persische Ehrenpreise.

Im Unterschied zum echten Ehrenpreis hat der persische Ehrenpreis keinen traubigen Blütenstand, sondern seine Blüten wachsen einzeln am oberen Ende der Pflanzen.

Die Blätter sind gekerbt und haben einen herzförmigen Grund. Sie erinnern an Gundermann-Blätter.

Der persische Ehrenpreis wird als Heilpflanze gegen Husten verwendet.

Außerdem wirkt er schweißtreibend, harntreibend und entzündungshemmend, ähnlich wie der Wald-Ehrenpreis.

Man kann ihn zudem gegen Alterserscheinungen, Arthritis, Arteriosklerose einsetzen.

Japanische Wissenschaftler haben Stoffe im persischen Ehrenpreis entdeckt, denen sie eine potentielle Wirkung gegen Krebs zuschreiben.




Disclaimer: Frage Deinen Arzt oder Apotheker
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