Giftig Buchsbaum

(Buxus sempervirens)


  

Buchsbaum In Form von Kugeln oder gar Tieren ist der Buchsbaum den meisten Europäern bekannt, denn er lässt sich besonders gut in Form schneiden, was ihm eine glänzende Karriere in Gärten und Parks beschert hat.

Doch vor allem früher, vor der Zeit der Pharmaindustrie, galt der Buchsbaum als wichtiges Heilmittel, das sogar gegen Malaria und Syphilis eingesetzt wurde. Doch seine starke Wirksamkeit hat den Nachteil, dass der Buchsbaum giftig ist und seine innerliche Anwendung daher nicht mehr empfohlen wird.



Steckbrief

Heilwirkung: Achtung! Giftig!

Äusserliche Anwendung:
chronische Hautleiden,
schweisstreibend,
Rheuma,
Gicht,

Innerlich (geschichtliche Nutzung):
Fieber,
Rheuma,
Gicht,
Malaria,
Syphilis,
wurmtreibend,
beruhigend

Homöopathische Anwendung:D3 gegen Rheuma
wissenschaftlicher Name:Buxus sempervirens
englischer Name:Box
Verwendete Pflanzenteile:Blätter, Rinde
Inhaltsstoffe:Buxin (giftig!), Parabuxin, Buxinidin, Gerbsäure
Sammelzeit:März bis April
Vergiftungserscheinungen:Erbrechen, Durchfall, Krämpfe, Lähmungen
Erste Hilfe bei Vergiftungen:Erbrechen auslösen, Aktivkohle, Krankenhaus


Anwendung

Buchsbaum Da der Buchsbaum giftig ist, kann man ihn nicht einfach so innerlich einnehmen, wie das bei anderen Heilpflanzen möglich ist.

Äusserlich kann man ihn jedoch für Fuss- und Handbäder einsetzen. Auch für Kompressen und Waschungen kann man den Buchsbaum als Absud verwenden.

Er kann in manchen Fällen gegen hartnäckige Hauterkrankungen helfen. Auch bei Rheuma kann man ihn als Umschlag versuchen.

Homöopathisch zubereitet kann man ihn in D3 auf innerlich gegen Rheuma einnehmen.

Früher, als man beim Einsatz von Kräutermedizin noch heroischer war, weil starke chemische Medikamente fehlten, hat man zwei TL Blätter auf einen Liter Wasser als Teeaufguss genommen und zur Fiebersenkung je eine Tasse pro Tag getrunken.

Weil die Blätter des Buchsbaums auch im Winter grün glänzen, ist er auch als Weihnachtsschmuck beliebt.

Auch zur Feier der Wintersonnenwende werden Kränze aus Buchsbaum gewunden und auf den Kopf gesetzt. Diese Kränze sollen Glück bringen.



Pflanzenbeschreibung

Buchsbaum In Nordafrika und Südeuropa wächst der Buchsbaum an kalkhaltigen Stellen wild. In Mitteleuropa bevorzugt er milde Ecken und wird vorwiegend als Zierpflanze in Gärten und Parks kultiviert. Dort ist er sehr beliebt, weil er so langsam wächst, kleine Blätter hat und sich daher sehr gut für den Formschnitt eignet.

Der Buchsbaum wird bis zu 600 Jahre alt und kann acht Meter hoch werden. Bei besonders grossen Exemplaren wird der Stamm bis zu 90 Zentimeter dick. Im Normalfall ist der Buchsbaum jedoch ein eher zierlicher Strauch.

Das Holz des Buchsbaums ist hart und so schwer, dass im Wasser untergeht. Das macht das Buchsbaumholz sehr gut zum Drechseln geeignet.

Die kleinen ovalen Blätter des Buchsbaums sind das ganze Jahr über grün. Sie glänzen wie lackiert, ausser wenn sie ganz jung und noch zart sind.

Ab Ende März blüht der Buchsbaum mit gelblichen Blüten, die eher unscheinbar, aber filigran sind.

Aus den befruchteten Blüten entwickeln sich kapselartige Früchte, die durch ihre drei kleinen Hörner unverwechelbar sind.


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