Blutwurz / Tormentill

(Potentilla tormentilla)


  

Blutwurz


Die Blutwurz ist eine mittelgrosse, verästelte Pflanze mit leuchtend gelben Blüten.

Wie der Name schon andeutet, enthält der Wurzelstock einen roten Farbstoff, der schon früher im Rahmen der Signaturlehre dafür sorgte, dass die Wurzel als Mittel gegen Blutungen verwendet wurde.

Durch ihren Gerbstoffgehalt kann die Blutwurz jedoch auch Entzündungen im Mund- und Rachenraum lindern, und gegen Durchfall wirken.

Dank ihrer wundheilenden und blutstillenden Eigenschaften kann man sie auch äusserlich gegen Wunden einsetzen.



Steckbrief

Haupt-Anwendungen:
Mundschleimhautentzündung,
Heilwirkung:
adstringierend,
antibakteriell,
blutstillend,
entgiftend,
immunstimulierend,
krampflösend,
Anwendungsbereiche:
Rachenentzündungen,
Halsentzündung,
Fieber,
Abwehrschwäche,
Appetitlosigkeit,
Durchfall,
Magenbeschwerden,
Mundschleimhautentzündung,
Zahnfleischentzündung,
Hämorrhoiden,
Blutzucker senkend,
Diabetes,
Gicht,
Rheuma,
Menstruationsfördernd,
Wunden,
Verbrennungen,
Zahnfleischentzündungen,
Quetschung,
Afterjucken,
wissenschaftlicher Name:
Potentilla tormentilla
Pflanzenfamilie:
Rosengewächse = Rosaceae
englischer Name:
Tormentil
volkstümliche Namen:
Aufrechtes Fingerkraut, Dilledapp, Heideckern, Natternwurz, Rotwurz, Ruhrwurz, Siebenfinger, Tormentill,
Verwendete Pflanzenteile:
Wurzelstock
Inhaltsstoffe:
Gerbstoff, Gerbsäure, roter Farbstoff, Harz, Tormentillin, ätherisches Öl
Sammelzeit:
Spätherbst und zeitiges Frühjahr


Anwendung

Blutwurz

Blutwurz kann man wahlweise als Tee oder als Tinktur anwenden.

Tee

Für einen Blutwurz-Tee übergiesst man ein bis zwei Teelöffel Blutwurz mit einer Tasse kochendem Wasser und lässt ihn zehn Minuten ziehen.

Anschliessend abseihen und in kleinen Schlucken trinken.

Von diesem Tee trinkt man ein bis drei Tassen täglich.

Wie bei allen stark wirksamen Heilkräutern sollte man nach sechs Wochen Daueranwendung eine Pause einlegen und vorübergehend einen anderen Tee mit ähnlicher Wirkung trinken. Anschliessend kann man wieder sechs Wochen lang Blutwurz-Tee trinken. Durch die Pause werden eventuelle unerwünschte Langzeitwirkungen verhindert und die erwünschte Blutwurz-Wirksamkeit bleibt erhalten und lässt nicht durch Gewöhnung nach.

Tinktur

Um eine Blutwurz-Tinktur selbst herzustellen, übergiesst man Blutwurz in einem Schraubdeckel-Glas mit Doppelkorn oder Weingeist, bis alle Pflanzenteile bedeckt sind, und lässt die Mischung verschlossen für 2 bis 6 Wochen ziehen.

Dann abseihen und in eine dunkle Flasche abfüllen.

Von dieser Tinktur nimmt man ein bis drei mal täglich 10-50 Tropfen ein.

Wenn einem die Tinktur zu konzentriert ist, kann man sie mit Wasser verdünnen.

Innerlich

Blutwurz kann man innerlich, als Tee oder Tinktur gegen Verdauungsbeschwerden einsetzen.

Ausserdem hilft Blutwurz gegen Menstruationsbeschwerden.

Man kann ihn auch gegen rheumatische Erkrankungen und Gicht einsetzen.

Blutwurz steht im Ruf, den Blutzuckerspiegel zu senken, daher kann man ihn zur begleitenden Therapie von Diabetes anwenden.

Äusserlich

Äusserlich kann man Blutwurz-Tee oder verdünnte Tinktur in Form von Spülungen, Umschlägen, Bädern oder Waschungen anwenden.

Mit dieser Art der Anwendung kann man in erster Linie Entzündungen im Mundraum lindern.

Blutwurz hilft äusserlich eingesetzt auch gegen Wunden und juckende Hautentzündungen.



Pflanzenbeschreibung

Blutwurz

Die Blutwurz ist in Europa heimisch.

Sie wächst bevorzugt auf mageren Wiesen und in Mischwäldern. Auch in Niedermooren kann man sie finden.

Die mehrjährige Pflanze wird bis zu 30 Zentimeter hoch.

Im Frühjahr treibt aus dem Rhizom gefingerte Blätter aus.

Die Blätter haben einen gezacktem Rand.

Die gelben Blüten erscheinen zwischen Mai und Oktober.

Sie haben meistens vier Blütenblätter. Manchmal besitzen die Blüten auch fünf oder sechs Blütenblätter.



Produkttipps:



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