Stark giftig Bilsenkraut

(Hyoscyamus niger)


  

Bilsenkraut
Zeichnung: Jonathan Stenger


Das Bilsenkraut ist eine klassische Nachtschattenpflanze, verwandt mit Tollirsche und Stechapfel, die früher vielfach für magische Zwecke verwendet wurde, weil ihre Giftwirkung halluzinatorische Effekte beinhaltet.

In homöopathischer Verdünnung kann das Bilsenkraut jedoch gegen Asthma, Schmerzen und etliche andere Beschwerden verwendet werden.

Früher hat die Volksheilkunde auch ein Öl aus dem Bilsenkraut zubereit, das als Einreibemittel gegen Schmerzen eingesetzt wurde.



Steckbrief

Heilwirkung:
Achtung! Stark giftig. Nur in verschriebenen Fertigpräparaten oder homöopathisch anwenden.

Homöopathisch ab D4!,
beruhigend,
blutreinigend,
harntreibend,
krampflösend,
schmerzstillend,
Asthma,
Kitzelhusten,
Fieber,
Magenkrämpfe,
Durchfall,
Seekrankheit,
Rheuma,
Krämpfe,
Nervosität,
Schlaflosigkeit,
Schmerzen (Einreibung),

wissenschaftlicher Name:
Hyoscyamus niger
Pflanzenfamilie:
Nachtschattengewächse = Solanaceae
englischer Name:
Henbane
volkstümliche Namen:
Appolonienkraut, Becherkraut, Hexenkraut, Hühnertot, Rasewurzel, Schlafkraut, Teufelsauge, Zahnwehkraut, Zigeunerkraut
Verwendete Pflanzenteile:
Blätter, Samen
Inhaltsstoffe:
Alkaloide, Hyoscyamin, Scopolamin, Atropin, Gerbstoff, Gerbsäure, Cumarine,


Anwendung

Achtung! Stark giftig.

Bilsenkraut nur in verschriebenen Fertigpräparaten oder homöopathisch anwenden.

Bilsenkraut

Das Bilsenkraut war früher eine wichtige Heilpflanze, um starke Schmerzen zu lindern und schwere Entzündungen zu bekämpfen.

Da das Bilsenkraut stark giftig ist, wird es heutzutage überhaupt nicht mehr als normale Heilpflanze eingesetzt.

Nur in homöopathischer Zubereitung ab D3 wird Bilsenkraut noch verwendet. In dieser Form st Bilsenkraut ungiftig.

Als homöopathisches Mittel nimmt man Bilsenkraut gegen Schlafstörungen, Reizhusten, Durchfall und Krämpfe.

In niedrigen Potenzen (D3 bis D6) kann man das homöopathische Bilsenkraut folgendermaßen dosieren: 3 mal täglich 5-20 Globuli oder Tropfen.



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Geschichtliches

Bilsenkraut

Im Mittelalter war das Bilsenkraut eine der wichtigsten Pflanzen der Hexen und Kräuterheilkundigen.

Es wurde für Heilzwecke bei schweren Erkrankungen und als magische Pflanze verwendet.

Wegen seiner berauschenden Wirkung soll Bilsenkraut sogar dem Bier beigegeben worden sein, um es stärker zu machen. Das Pils und die Stadt Pilsen sollen nach dem Bilsenkraut benannt worden sein.




Pflanzenbeschreibung

Bilsenkraut

Das Bilsenkraut ist in Europa, Asien und in Afrika heimisch.

Man findet es heutzutage jedoch nur noch selten.

Am liebsten wächst das Bilsenkraut auf Schutthalden, an Mauern oder Unkrautfluren, also dort, wo der Boden gestört wurde. Der Boden sollte bevorzugt nährstoffreich sein.

Das Bilsenkraut ist ein- oder zweijährig und wird bis zu 60 cm hoch.

Die Blätter sind länglich und eiförmig und haben gezähnte Buchten. Sie sind fein behaart mit wenigen weißen Haaren.

Zwischen Juni und Oktober erscheinen im oberen Bereich der Pflanze die Blüten.

Die Blüten sind trichterförmig und weiß mit dunkelroter Maserung. Manchmal fehlt diese Maserung auch, vor allem bei einjährigen Pflanzen.

Aus den Blüten entwickeln sich zwischen August und Oktober Kapseln, die zahlreiche kleine Samen enthalten



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