Berg-Flockenblume(Centaurea montana L.)
Die Berg-Flockenblume ist selten geworden daher in vielen Gegenden geschützt und darf nicht gepflückt werden. Die schön und lang blühende Berg-Flockenblume kann in den meisten Gärten problemlos kultiviert werden. In der europäischen Volksheilunde ist sie ein beliebtes Heilkraut, in der modernen Pflanzenheilkunde spielt sie jedoch keine Rolle als Heilpflanze.
Steckbrief
Anwendung
Tee1 Esslöffel Blüten mit 250 ml heißem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen und abseihen.Fördert den Appetit, stärkt die Verdauung, Galle und Leber. Getrunken wird eine Tasse vor den Mahlzeiten. Berg-Flockenblumen-Blüten werden aber meistens nur anderen Teemischungen (z.B. Hustentees) beigegeben. UmschlägeKompressen mit dem Tee helfen bei geschwollenen Augen und Augenkrankheiten.Nach dem Volksglauben soll die Berg-Flockenblume besonders bei Menschen mit blauen Augen wirken. GurgelnGurgeln mit dem Tee hilft bei Entzündungen im Mundraum.GeschichtlichesEine alte Pflanze in der Volksheilkunde, im Mittealter wurden mit ihr Salben zur Wundheilung hergestellt.Zeitweise auch als Haarwasser und Haarpflegemittel genutzt. Wird praktisch nicht in der Pflanzenheilkunde genutzt, dafür beliebte Pflanze in Bauerngärten, da lange blühend.
Pflanzenbeschreibung
Die Berg-Flockenblume ist in Europa heimisch.
Sie wächst bevorzugt in Mittelgebirgen und Gebirgen zwischen 500 und 2100 Metern an Waldrändern und Bergwiesen. Die mehrjährige Pflanze wird zwischen 15 und 70 Zentimeter hoch. Die Blätter sind schmal und eiformig, meist mit spitzem Blattende. Die tiefblauen und innen violetten Blüten erscheinen zwischen Mai und August.
Aus den Berg-Flockenblumen-Blüten entwickeln sich im Herbst die Samen.
AnbautippsIm Frühling aussäen, oder über den Winter in Töpfen vorziehen.Die Berg-Flockenblume liebt humosen und kalkhaltigen Boden. Der Standort sollte halbschattig bis sonnig sein. Fühlt sich die Berg-Flockenblume an dem Standort wohl, so verbreitet sie sich über Ausläufer und Samen.
Mit der Zeit bilden sich kleine Gruppen der Pflanze.
SammeltippsIn vielen Gegenden geschützt und darf nicht in der Natur gesammelt werden.Geerntet werden Blüten, die sich gerade erst geöffnet haben. Blüten kann man zupfen, diese müssen schnell aber schonend getrocknet werden, damit die blaue Farbe erhalten bleibt. Gelingt nicht immer. Man kann auch das Kraut mit den Blüten ernten und als Bündel an einem schattigen und luftigen Ort trocknen, so bleibt die blaue Farbe am sichersten erhalten. Nach dem Trocknen werden die Blüten gezupft oder Blütenkelch und Blütenboden entfernt. Die getrockneten Blüten müssen dunkel gelagert werden, da Licht die getrockneten Blüten schnell ausbleicht.
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