Basilikum

(Ocimum basilicum)


  

Basilikum Der Basilikum ist uns vor allem als Gewürzpflanze bekannt. Besonders zusammen mit Tomaten entfaltet er sein unvergleichliches Aroma.

Doch Basilikum ist auch eine Heilpflanze.

Er stärkt nicht nur die Verdauungsorgane, sondern beruhigt auch die Nerven, lindert Migräne und leistet gute Dienste in der Frauenheilkunde.



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Die wichtigsten Heilpflanzen für die Anwendung zu Hause.
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Steckbrief

Heilwirkung: antibakteriell,
beruhigend,
harntreibend,
krampflösend,
schleimlösend,
schmerzstillend,
schweisstreibend,
tonisierend,
Fieber,
Magenschwäche,
Blähungen,
darmreinigend,
Darminfektionen,
Magenkrämpfe,
Verstopfung,
Gicht,
Blasenentzündung,
Nervenschwäche,
Schwindelanfälle,
Migräne,
Wechseljahrsbeschwerden,
Menstruations fördernd,
Muttermilch fördernd,
Libido steigernd,
Hautabschürfungen,
Hautrisse,
Schlecht heilende Wunden,
Insektenstiche,
wissenschaftlicher Name:Ocimum basilicum
Pflanzenfamilie:Lippenblütler = Lamiaceae
englischer Name:Basil
volkstümlicher Name:Basilge, Basilienkraut, Braunsilge, Josefskräutlein, Hirnkraut, Königskraut, Königsbalsam, Krampfkräutel, Nelkenbasilie, Suppenbasil
Verwendete Pflanzenteile:Blätter, Blütenspitzen, ätherisches Öl
Inhaltsstoffe:Ätherisches Öl, Basilischer Kampfer, Cineol, Menthol, Thymol, Methylcavicol, Anethol, Kampfer, Gerbstoff, Saponine, Flavonoide, Farnesol, Stigmasterol, Beta-Sitosterol,
Sammelzeit:Juni bis August
Fotos vom Basilikum


Anwendung

Zitronen-Basilikum

Tee

Eine Tasse nach jeder Mahlzeit wirkt verdauungsfördernd.

Auch das Nervensystem wird durch Basilikum gestärkt und Migräne gelindert.

In der Frauenheilkunde kann Basilkum Periodenkrämpfe lindern und unregelmässige Menstruationsblutungen regeln. Auch gegen Wechseljahrsbeschwerden kann man Basilikum verwenden, denn sein Inhaltsstoff Beta-Sitosterol ist dem Hormon Östrogen ähnlich und wirkt daher dem Hormonmangel entgegen. Stigmasterol, ein weiterer Inhaltsstoff, fördert den Eisprung, was auch zur Regulierung der Zyklen beiträgt.

Achtung!
In der Schwangerschaft sollte man Basilikum nicht in grösseren Mengen zu sich nehmen.

Niespulver

Getrocknet und zerstossen kann man Basilikum als Unterstützung für den Geruchssin nach chronischem Schnupfen einsetzen.

Zerriebene frische Blätter

Frische Blätter helfen zerrieben gegen Insektenstiche.

Ätherisches Öl

Das ätherische Öl hilft gegen Insektenstiche, nervöse Schlaflosigkeit und Migräne.
Entweder äusserlich aufgetragen oder in der Duftlampe.

Siehe:

Äusserlich

Äusserlich als Waschung, Bad oder Umschlag angewandt kann Basilikum-Tee gegen schwer heilende Wunden und Hautabschürfungen helfen.

Gewürz

Zusammen mit Tomaten schmeckt frischer Basilikum extrem lecker. Man kann im Prinzip fast jeden Salat mit frischem Basilikum würzen.

Getrocknet kann man ihn wie Pfeffer verwenden, auch in gekochten Gerichten.

Da dem Basilkum Libido-steigernde Wirkung nachgesagt wird, könnte es sich lohnen, in in der Küche zu verwenden.



Pflanzenbeschreibung

Basilikum Das Basilikum liebt die Wärme und das Sonnenlicht. Darum gedeiht es in Mittelmeerländern besonders gut.

Basilikum gehört zu den Lippenblütern, ist aber in Mitteleuropa nur einjährig. Kälte bekommt ihm gar nicht, es wird dann schnell braun und verfällt.

Die Blätter des Basilikums sind spitz-oval, glänzend und grün. Sie duften wunderbar würzig. Beim normalen Basilikum sind die Blätter in der Mitte rundlich nach oben gewölbt. Sie wachsen gegenständig am Stengel.

Wenn man die oberen Blattpaare kappt, verdoppeln sich die Triebe und die Pflanze wird üppiger.

Ab Juli fängt das Basilikum an zu blühen.

Es bildet dann einen verlängerten Stengel, an dem weisse Blüten aufblühen.

Mehr Fotos vom Basilikum ...



Anbautipps

Vermehrung durch Ansaat

Da der Basilikum in Mitteleuropa einjährig ist, wird er am besten durch Aussaat kultiviert.

Er eignet sich sehr gut für den Anbau in Töpfen.

Da Schnecken ganz wild auf Basilikum sind, ist der Anbau in Töpfen auch sicherer als der Freilandanbau, denn man kann Blumentöpfe besser schützen.

Als Erde eignet sich gute Blumenerde, am besten mit etwas Sand.

Der Basilikum ist ein Lichtkeimer, er wird bei der Aussaat also nicht mit Erde bedeckt.

Der Samen hält sich sieben Jahre, man muss also nicht jedes Jahr neuen Samen kaufen.

Während der Keimdauer sollte man die Samen feucht halten. Dazu bietet es sich an, den Topf mit einer Plastikfolie abzudecken oder ihn in ein Zimmergewächshaus zu stellen, denn dann muss man nicht so oft nachfeuchten.

Ausserdem essen Vögel gerne die Samen. Eine lichtdurchlässige Abdeckung schützt vor den gierigen Vögeln.

Zum Befeuchten wird die Oberfläche der Erde samt Samen am besten mit einem Sprüher besprüht.

Die Samen quellen sichtbar auf, wenn es ihnen gut geht.

Sie keimen dann relativ bald innerhalb von einer Woche.

Der Basilikum möchte warm stehen und braucht viel Sonne. Dann gedeiht er gut und ist bald gross genug, um davon zu ernten.

Gekaufte Pflanzen

Basilikum-Pflanzen kann man inzwischen schon sehr billig in Supermärkten kaufen, denn Basilikum ist immer beliebter geworden, kann aber nicht gut bundweise verkauft zu werden, denn die Blätter welken sehr schnell.

Die gekauften Basilikum-Töpfe eignen sich jedoch kaum, um sie längere Zeit zu kultivieren und wachsen zu lassen, denn die Töpfe sind zu klein.

Selbst wenn man die Pflanzen in einen grösseren Topf setzt, funktioniert das meistens nicht, denn die Pflanzen wachsen zu dicht.

Wenn man aus einer gekauften Pflanze jedoch vier üppige Pflanzen für den ganzen Sommer haben will, dann macht man am besten die wundersame Basilikum-Vermehrung.

Siehe auch:



Sammeltipps

Frisch

Am besten isst man Basilikum frisch, weil er dann ein herrliches Aroma hat.

Dazu zupft man nicht einzelne Blätter ab, sondern man kappt die Triebspitzen.

In der darunterliegenden Blattebene können sich dann nämlich die Seitentriebe entwickeln und zu zwei neuen Triebspitzen heranwachsen.

Wenn man auf diese Weise konsequent erntet, werden die Pflanzen immer buschiger und entwickeln sich zu ungeahnter Üppigkeit.

Trocknen

Für den Wintervorrat kann man den Basilikum auch trocknen.

Dazu schneidet man die Pflanzen dicht über der Erde ab.

Die ganzen Pflanzen werden dann zu kleinen Bündeln zusammengebunden und an einem schattigen, aber warmen und trockenen Ort getrocknet.

Wenn die Pflanzen vollständig getrocknet sind, werden sie kleingeschnitten und luftdicht aufbewahrt, damit das Aroma erhalten bleibt.

Der getrocknete Basilikum kann mit den frischen Blättern leider nicht mithalten.


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