Andorn(Marrubium vulgare)
Vor allem wirkt der Andorn anregend auf die Luft- und Verdauungswege. Ursprünglich kommt der Andorn aus Südeuropa und wurde schon im alten Griechenland als wichtige Heilpflanze angebaut. Steckbrief
Anwendung
Andorn kann man wahlweise als Tee oder als Tinktur anwenden.
Die häufigste Art, Andorn anzuwenden ist in Teemischungen. TeeFür einen Andorn-Tee übergiesst man ein bis zwei Teelöffel Andorn mit einer Tasse kochendem Wasser und lässt ihn zehn Minuten ziehen.Anschliessend abseihen und in kleinen Schlucken trinken. Von diesem Tee trinkt man ein bis drei Tassen täglich.
TinkturUm eine Andorn-Tinktur selbst herzustellen, übergiesst man Andorn in einem Schraubdeckel-Glas mit Doppelkorn oder Weingeist, bis alle Pflanzenteile bedeckt sind, und lässt die Mischung verschlossen für 2 bis 6 Wochen ziehen.Dann abseihen und in eine dunkle Flasche abfüllen. Von dieser Tinktur nimmt man ein bis drei mal täglich 10-50 Tropfen ein. Wenn einem die Tinktur zu konzentriert ist, kann man sie mit Wasser verdünnen. InnerlichAndorn kann man innerlich, als Tee oder Tinktur gegen Husten und andere Erkrankungen der Atemwege einsetzen.Ausserdem hilft Andorn gegen Verdauungsbeschwerden. Das Einsatzgebiet reicht von Magen-Darm-Beschwerden bis zur Gallenfunktionsschwäche. Der Andorn stärkt auch Abwehrkräfte und das Immunsystem. Auch ein schwacher Kreislauf wird vom Andorn stabilisiert. ÄusserlichÄusserlich kann man Andorn-Tee oder verdünnte Tinktur in Form von Umschlägen, Bädern oder Waschungen anwenden.Mit dieser Art der Anwendung kann man Ekzeme lindern. Andorn hilft äusserlich eingesetzt auch gegen Geschwüre und andere Wunden, die nicht heilen wollen. PressaftFür Frühjahrskuren eignet sich auch der Pressaft aus dem frischen Andorn.Pflanzenbeschreibung
Der Andorn kommt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum.
Als Heilpflanze in Klostergärten kam er auch nach Mitteleuropa, wo er immer noch hin und wieder angebaut wird. Optisch erinnert der Andorn an Taubnesseln und er wird bestimmt auch oft mit Taubnesseln verwechselt. Er hat gegenständige Blätter und darüber sitzen die quirligen weissen Blüten. Wild kommt er recht selten auf trockenen und mageren Wiesen vor. Man kann ihn jedoch gut im Garten anbauen, weil er ziemlich anspruchslos ist.
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